Hauptversammlung des Ortsvereins: Immer mehr Notfalleinsätze fürs DRK in Schopfheim

Beim DRK-Ortsverband Schopfheim gab es bei der Hauptversammlung auch Ehrungen auszusprechen (von links): Uwe Horschig, Michaela Hoch und Simon Redling.
Gudrun GehrSehr gut besucht war die Mitgliederversammlung des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes aus Schopfheim unter Leitung des Ortsvorsitzenden Simon Redling. Nach seinen einleitenden Worten erfolgte die Hauptversammlung in einem ungewohnt erfrischenden und humorvollen Berichtsstil, medial aufgearbeitet in Form von Videos analog der „Tagesschau“ mit Sprecher Uwe Horschig.
Der Bericht startete mit der Sammlung von 1050 Weihnachtsbäumen. Wichtig war ebenfalls die Erweiterung des Fahrzeugparks, um für jeden Einsatz gewappnet zu sein. Angeschafft wurde ein neuer Kommandowagen, ein neues ATV (All Terrain Vehicle) und zwei wendige E-Scooter.
9240 geleistete Stunden: Der „Tagesschausprecher“ berichtete von außergewöhnlichen Leistungen im Vorjahr. Hier erfolgte ein Plus von neun Prozent mit 9240 ehrenamtlich geleisteten Stunden. Der Schwerpunkt lag hier bei den Sanitätsdiensten: 104 Einsätze und über 2100 Stunden wurden geleistet. Darunter befinden sich Fasnachtsveranstaltungen, Konzerte, Sportereignisse oder Stadtfeste.
Besonders deutlich angestiegen sind die Einsatzzahlen beim Krankentransport: Insgesamt 181 Einsätze – zehn Prozent mehr als im Vorjahr – wurden absolviert. Hier investierten die Helfer 1080 Arbeitsstunden, um Patienten zu transportieren. Sprecher Horschig sagte: „Hier wurde ein unverzichtbarer Dienst für die Gemeinschaft geleistet“.
Mehr Notfalleinsätze: Tatsächlich stiegen die Notfalleinsätze um 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 115 Ereignissen. Teilweise waren die Helfer als Erste am Einsatzort, hier erfolgten 540 Arbeitsstunden, um Menschen auch in lebensbedrohenden Situationen beizustehen. Auch beim Hausnotruf erfolgte ein starker Zuwachs von 25 Prozent zum Vorjahr mit 61 Einsätzen. Damit die Helfer des Ortsvereins bestens vorbereitet sind, mussten hier zusätzlich noch rund 40 Dienstabende besucht werden, um das fachliche Niveau zu halten. Rein rechnerisch erfolgten im Jahr 2024 insgesamt 1,2 Einsätze pro Tag.
Bericht der Abteilungen: Live vom Seniorennachmittag meldete sich „Reporterin“ Cordula Kiefer und berichtete von gut besuchten 12 Seniorennachmittagen in geselliger Runde. Hier wurde Bingo gespielt, Bewegung brachte das Programm „Fit im Alter“ in die Gesellschaft. Ein Ausflug erfolgte ins Besucherbergwerk Finstergrund in Wieden. Insgesamt 1660 Personen spendeten an fünf Terminen Blut, darunter 96 Erstspender. Ebenfalls das Jugendrotkreuz berichtete von guten Mitgliederzahlen, unter den 28 Kindern befinden sich bereits 15 „Große“.
Erfreuliches Plus in der Kasse: Auch die Schatzmeisterin Julia Hug berichtete aus der Rubrik „Kasse und Börse“. Durch die Umsatzerlöse aus den Transporteinsätzen und Sanitätsdiensten konnte eine konstante, verlässliche Stabilität der Bilanz erreicht werden. Unterm Strich wurde ein erfreuliches Plus in der Kasse für einen guten Aufwärtstrend erreicht.
Die Kasse wurde durch Michaela Horch und Jan Rilling geprüft, die Entlastung der Vorstandschaft leitete Hasels Bürgermeister, Frank-Michael Littwin.
Ehrungen: Die meisten Besuche der 40 Dienstabende absolvierte Lucille Henry, über 900 Stunden ehrenamtliche Arbeit verrichtete Uwe Horschig, beide erhielten eine Anerkennung. Für fünf Jahre Tätigkeit beim Ortsverein wurden Uwe Horschig und Florian Rohloff (in Abwesenheit) geehrt. Für 35 Jahre Tätigkeit erhielt Michaela Horch eine Ehrenurkunde und ein Blumenpräsent. Grußworte kamen vom Kreisvorsitzenden Günter Boll, der die Leistung des Ortsvereins Schopfheim als „mehr als gelungen“ bezeichnete.