Friedenswochen in Müllheim
: Das Motto lautet „Frieden ist das Mindeste“

Zum 50. Mal finden die vom Markgräfler Friedensrat organisierten Markgräfler Friedenswochen in Müllheim statt.
Von
red/pm
Müllheim
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Frieden: ARCHIV - 30.03.2013, Nordrhein-Westfalen, Duisburg: Ein Luftballon mit einer Friedenstaube fliegt während des Ostermarsches Rhein-Ruhr im Wind. (zu dpa: «Katholische Laien für militärische Abschreckung») Foto: Marius Becker/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Markgräfler Friedenswochen stehen an (Symbolfoto).

Marius Becker/dpa
  • 50. Markgräfler Friedenswochen in Müllheim: Motto „Frieden ist das Mindeste“.
  • Auftakt am 7. November mit Kundgebung für Geld für Bildung statt Aufrüstung, Musik von Woger.
  • Am 9. November Schweigemarsch für ermordete jüdische Müllheimer. Gedenken an Julian Garlewicz am 13. November.
  • Ebenfalls am 13. November Lesung zu Antisemitismus in Niederweiler. Am 15. November Einsatz für Volkstrauertag ohne Militär.
  • Film „Der Pianist“ am 18. November, Beratung „Wie weiter mit dem Frieden?“ am 23. November – weitere Termine online.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die 50. Markgräfler Friedenswochen tragen die Überschrift „Frieden ist das Mindeste“, die deutlich machen soll: „Frieden ist nicht eine bloße Beigabe, sondern das absolute Fundament für ein menschenwürdiges Leben“, heißt es in der Ankündigung.

Um darauf immer wieder und gegen alle gegenteiligen Behauptungen hinzuweisen, ist der Friedensrat Markgräflerland seit 50 Jahren aktiv für eine Welt, die von Waffen nichts mehr hält.

Wer sich mit den Problemen des Friedens auseinandersetzen und sich für den Frieden einsetzen will, dem bieten die 50. Markgräfler Friedenswochen reichhaltiges Material, heißt es. Auftakt in Müllheim ist die Kundgebung des Friedensrats am 7. November auf dem Markgräfler Platz. „Wir gehen auf die Straße und fordern Geld für Bildung, Gesundheit und Soziales statt für Aufrüstung und Krieg“, heißt es. Die Musik dazu liefert der Liedermacher Woger.

Am 9. November findet in Müllheim der Schweigemarsch zum Gedenken an die ermordeten jüdischen Müllheimer statt. 1942 wurde der polnische Kriegsgefangene Julian Garlewicz von den Nazis in Niederweiler ermordet, weil er eine deutsche Frau liebte. Ihm zu gedenken lädt der Friedensrat für den 13. November ein.

Für Volkstrauertag ohne Militär

Am 13. November veranstaltet außerdem der Verein Erinnerungskultur Müllheim im Gasthaus „Warteck“ in Niederweiler eine Lesung zur Geschichte des Antisemitismus. Am 15. November setzt sich der Friedensrat auf dem Alten Friedhof in Müllheim für einen Volkstrauertag ohne Militär ein.

Am 18. November ist in der Begegnungsstätte der Diakonie in Müllheim der Film „Der Pianist“ zu sehen. Er zeigt die Lebensgeschichte des polnisch-jüdischen Konzertpianisten Władysław Szpilman, der den Holocaust und die Besetzung Warschaus durch die Nazis überlebte.

„Wie weiter mit dem Frieden?“ Zu einer Beratung über die weitere Friedensarbeit im Markgräflerland lädt der Friedensrat für den 23. November ein.

Rahmenprogramm zu Ausstellung

Im Rahmenprogramm der Ausstellung zum Nationalsozialismus in Müllheim – die noch bis Ende Mai im Markgräfler Museum zu sehen ist – setzt sich der Historiker Robert Neisen am 26. November mit dem Thema auseinander: „Wann Demokratien scheitern oder: Was wir aus dem Aufstieg des Nationalsozialismus lernen können“.

Die 50. Markgräfler Friedenswochen enden mit einer Veranstaltung des DGB Markgräflerland. Ulrike Eifler beschäftigt sich mit dem Thema „Milliarden für die Rüstung, Kürzungen für uns. Gewerkschaften in der Zeitenwende“.

Das detaillierte Programm findet sich online unter www.friedensrat.org/pages/aktionen/50-markgraefler-friedenswochen.php.