Enkeltrick & Co. in Weil am Rhein
: Durch Angst und Panik ist das Geld weg

Im Rahmen der Senioren-Sommeraktion hat im Evangelischen Gemeindehaus in Haltingen eine gut besuchte Infoveranstaltung zum Thema Kriminalprävention stattgefunden. Trotz der hohen sommerlichen Temperaturen folgten rund 70 Seniorinnen und Senioren der Einladung.
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red/pm
Weil am Rhein
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Betrug am Telefon Symbolbild: ARCHIV - 11.10.2019, Bayern, Würzburg: Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon (gestellte Szene). (zu dpa: «Schockanrufer erbeuten mehrere hunderttausend Euro») Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Es gibt verschiedene Betrugsmaschen am Telefon. Ziel ist es, Geld zu ergaunern (Symbolfoto).

Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • In Haltingen informierte eine Veranstaltung zu Kriminalprävention über Telefonbetrug.
  • Rund 70 Seniorinnen und Senioren kamen trotz hoher sommerlicher Temperaturen.
  • Hauptkommissar Jörg Kiefer erläuterte Enkeltrick, Schockanrufe, WhatsApp-Betrug und Haustürtricks.
  • Wichtige Hinweise: Polizei ruft nicht unter 110 an – sie holt kein Geld oder Wertsachen ab.
  • Broschüren waren schnell vergriffen, viele nahmen auch Exemplare für Nachbarn mit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Enkeltrick & Co. bereiten Sorgen. Gerade ältere Menschen sind hilfsbereit – ganz besonders, wenn es um die eigenen Familienmitglieder geht. Eine Präventionsaktion im Rahmen der Senioren-Sommeraktion sollte aufzeigen, wie das System funktioniert, dass Stress und Angst den Betrügern in die Hände spielen. Die Senioren nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Betrugsmaschen und wirksame Schutzmöglichkeiten zu informieren.

Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von Haltingens Ortsvorsteher Peter Reinacher und Olga Anselm, der zuständigen Ansprechpartnerin für kommunale Kriminalprävention bei der Stadt Weil am Rhein. Bei Kaffee und Kuchen kamen die Besucher zunächst miteinander ins Gespräch und nutzten die angenehme Atmosphäre für persönliche Begegnungen, heißt es in einer Mitteilung. Anschließend folgte dann der informative Vortrag von Hauptkommissar Jörg Kiefer vom Referat Prävention. Im Mittelpunkt standen verschiedene Betrugsformen, die insbesondere ältere Menschen betreffen können.

Die üblen Machen der Betrüger

Der Hauptkommissar informierte unter anderem über den sogenannten Enkeltrick, Schockanrufe, Betrugsversuche über WhatsApp sowie betrügerische Kontaktaufnahmen an der Haustür. Darüber hinaus wurden die Themen Taschendiebstahl, Anlagebetrug und der Schutz von E-Bikes angesprochen. Anhand aktueller Beispiele erläuterte Kiefer, mit welchen Methoden Betrüger versuchen, ihre Opfer zu verunsichern, unter Druck zu setzen oder zu vorschnellen Entscheidungen zu bewegen. Dabei zeigte er praxisnahe Möglichkeiten auf, wie man sich im Alltag wirksam schützen und verdächtige Situationen frühzeitig erkennen kann.

Hauptkommissar Jörg Kiefer informierte die Teilnehmer über die verschiedenen Vorgehensweisen.

Hauptkommissar Jörg Kiefer informierte die Teilnehmer über die verschiedenen Vorgehensweisen.

Stadtverwaltung/Anselm

Besonders wichtige Hinweise waren: Die Polizei ruft niemals unter der Telefonnummer 110 an. Die Polizei holt kein Geld und keine Wertsachen zur angeblichen Sicherung ab. Wenn einem als Angerufener ein Telefonat oder eine Situation merkwürdig vorkommt, sollte einfach aufgelegt werden. Das ist nicht unhöflich, sondern richtig und wichtig.

Senioren denken auch an ihre Nachbarn

Das große Interesse der Teilnehmer zeigte sich auch an der Nachfrage nach den mitgebrachten Informationsbroschüren. Diese waren bereits nach kurzer Zeit vergriffen. Viele Besucher nahmen diese nicht nur für sich selbst mit, sondern auch für Nachbarn, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten.

Die Präventionsveranstaltung zu Trickbetrügern war im Senioren-Sommerferienprogramm sehr gut besucht.

Die Präventionsveranstaltung zu Trickbetrügern war im Senioren-Sommerferienprogramm sehr gut besucht.

Stadtverwaltung/Anselm

„Wir freuen uns sehr, dass die Veranstaltung so gut besucht war. Unser Ziel ist es, Senioren über aktuelle Betrugsmaschen zu informieren und ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit verdächtigen Situationen zu vermitteln. Denn genau auf Unsicherheit, Angst und Zeitdruck spekulieren die Betrüger“, so Olga Anselm.

Information und Prävention sind von Bedeutung

Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig Information und Prävention sind. Wer die typischen Vorgehensweisen von Betrügerinnen und Betrügern kennt, kann verdächtige Situationen besser einschätzen, rechtzeitig reagieren und sich wirksam schützen.