Bei Pilotprojekt dabei: Neuenburg erprobt die verbesserte Zusammenarbeit im Krisenfall

Neuenburg ist als Pilotkommune dabei.
Alexander Anlicker- Neuenburg am Rhein nimmt am Pilotprojekt „Stark vor Ort – gut vorbereitet für den Ernstfall!“ teil.
- Ziel ist stärkere Zusammenarbeit von Kommunen, Blaulichtfamilie und Zivilgesellschaft.
- Acht Pilotkommunen wurden ausgewählt: u. a. Neuenburg, Mannheim, Rastatt und Künzelsau.
- In etwa sechs Monaten wird ein Beteiligungsformat entwickelt und vor Ort erprobt.
- Ergebnisse fließen in eine Toolbox, das Format startet ab Herbst 2027 in weiteren Kommunen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Das gemeinsame Projekt „Stark vor Ort – gut vorbereitet für den Ernstfall!“ der Baden-Württemberg Stiftung, der Allianz für Beteiligung und des Staatsministeriums Baden-Württemberg hat zum Ziel, die Zusammenarbeit von Kommunen und der Blaulichtfamilie mit der Zivilgesellschaft zu stärken, heißt es in einer Mitteilung der Baden-Württemberg Stiftung.
Für die erste Pilotphase wurden nun acht Kommunen aus Baden-Württemberg ausgewählt: Neuenburg, Baiersbronn, Ellenberg, Künzelsau, Mannheim, Mengen, Rastatt und Unterensingen.
Die Pilotkommunen bilden bewusst unterschiedliche Ausgangslagen ab, heißt es: manche klein und ländlich mit hoher Beteiligungserfahrung, andere städtisch geprägt mit vergleichbar geringer Anzahl an Beteiligungsprozessen in jüngerer Vergangenheit. Einige waren bereits mit Katastrophen wie Hochwasser oder Sturm konfrontiert, andere (noch) nicht. Weitere Kriterien für die Auswahl waren etwa die geografische Lage sowie die Bevölkerungsstruktur.
Die Stadt Neuenburg bereichert als Grenzstadt zu Frankreich die Pilotphase des Projekts, heißt es in der Mitteilung. Die lokale Stadtgeschichte weist zudem die Krisenerfahrung durch die Zerstörung durch Kriege wie auch Überflutungen aus.
Vertreter zusammenbringen
Heute liegt die Stadt im Herzen von Europa und stellt einen wichtigen Autobahnstandort an der A5 dar, der auch zahlreiche Übernachtungsgäste in die Stadt bringt. Mehr als 120.000 Übernachtungen pro Jahr weist die Stadt aus. Mit diesen Charakteristika sei Neuenburg prädestiniert dafür, das Projekt gemeinsam mit Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft zu erproben.
In der rund sechsmonatigen Pilotphase entwickeln die ausgewählten Kommunen gemeinsam mit der Allianz für Beteiligung ein Beteiligungsformat und erproben es vor Ort. In mehreren aufeinander aufbauenden Veranstaltungen geht es darum, Vertreter aus Kommune, Blaulichtfamilie, lokalen Organisationen und Bürgerschaft zusammenzubringen.
Maßnahmen entwickeln
Potenziale für die Zusammenarbeit werden identifiziert und konkrete Maßnahmen und Abläufe für den Krisen- und Katastrophenfall entwickelt. Die Allianz für Beteiligung wird den gesamten Prozess konzeptionell und organisatorisch begleiten.
Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den acht Pilotkommunen sollen anschließend in eine „Toolbox“ einfließen. Ab Herbst 2027 wird das Format in bis zu 20 weiteren Kommunen in Baden-Württemberg umgesetzt und im Anschluss allen interessierten Kommunen im Land zur Verfügung stehen.