Auf Spielplätzen fehlt oft ein Schattenplatz in Weil am Rhein
: Begrünung und Schattenspender führen Wunschliste an

In Weil am Rhein beteiligen sich fast 300 Personen an der Online-Bürgerbefragung für das Klimaanpassungskonzept der 3-Länder-Stadt. Das Konzept soll vom Planungsbüro und der Stadtverwaltung noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.
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red/pm
Weil am Rhein
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Bürgerbeteiligung zum Thema Klimaanpassungen im Stadtgebiet: Erst gab es eine Online-Befragung, dann wurde die Umsetzung möglicher Maßnahmen bei einem Workshop in den Mittelpunkt gestellt.

Bürgerbeteiligung zum Thema Klimaanpassungen im Stadtgebiet: Erst gab es eine Online-Befragung, dann wurde die Umsetzung möglicher Maßnahmen bei einem Workshop in den Mittelpunkt gestellt.

Stadt Weil am Rhein/Schiessl
  • Weil am Rhein erarbeitet ein Klimaanpassungskonzept – fast 300 Bürger nahmen online teil.
  • Gewünscht werden mehr Begrünung und Schatten, etwa Bäume an Haltestellen und Sitzplätzen.
  • Bürger sorgen sich um Hitze: Schatten auf Spielplätzen und kühle Räume in Schulen und Kitas.
  • Viele meldeten Starkregenprobleme, vorgeschlagen sind naturnahe Versickerungsflächen.
  • Workshop diskutierte Prioritäten und Hürden, Abschluss des Konzepts ist noch dieses Jahr geplant.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Wie kann sich Weil am Rhein noch besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit die Stadtverwaltung. Eine Online-Bürgerbefragung zu Maßnahmen der Klimaanpassung ging Ende September zu Ende und stieß auf großes Interesse. Fast 300 Personen äußerten ihre Meinung.

Steigende Temperaturen, längere Trockenperioden und häufiger auftretende Extremwetterereignisse wie Starkregen stellen Kommunen vor neue Herausforderungen. Wo sollte die Stadtverwaltung Weil am Rhein in Zukunft weitere Maßnahmen zur Klimaanpassung durchführen? Die Erfahrungen der Bürger sind dabei besonders wertvoll. Schließlich wissen diese aus ihrem Alltag am besten, an welchen Orten die Auswirkungen des Klimawandels bereits heute spürbar sind.

Mehr Schatten und Entsiegelung

Besonders häufig äußerten die Bürger den Wunsch nach mehr Begrünung und schattenspendenden Bäumen im Stadtgebiet, und das insbesondere an vielfrequentierten Orten, Sitzbänken und Haltestellen. Dabei wurden auch zahlreiche konkrete Vorschläge geäußert, so zum Beispiel die Entsiegelung von Parkplätzen zugunsten von Bäumen an vielfrequentierten Straßen. Auch das Thema kühle Orte für Kinder beschäftigt die Menschen: Viele wünschten sich mehr Schatten auf Spielplätzen und sorgten sich um die Hitze in den Innenräumen von Schulen und Kitas.

Naturnahe Versickerungsflächen schaffen

Darüber hinaus, so Klimaanpassungsmanager Thomas Knuf, gingen etliche Hinweise bezüglich Problemzonen bei Starkregen ein. Vorgeschlagene Maßnahmen waren beispielsweise eine Ausweitung von naturnahen Versickerungsflächen, welche die Kanalisation im Starkregenfall entlasten können.

Die Umsetzung möglicher Maßnahmen war das große Thema bei einem Workshop im Oktober, als Vertreter der Stadtverwaltung, Mitglieder des Gemeinderats sowie weitere städtische Akteure, beispielsweise aus dem Trinationalen Umweltzentrum (Truz), der Landwirtschaft, der IG Velo oder der Wohnungslosenhilfe Lörrach zusammenkamen.

Das Büro „berchtold&krass“, das mit der Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes beauftragt wurde, stellte die bisherige Analyse der Betroffenheit von Weil am Rhein durch den Klimawandel vor. Darüber hinaus wurden auch die Ergebnisse der Bürgerbefragung vorgestellt.

Finanzielle Lage der Stadt ist oft Hürde

In verschiedenen Untergruppen diskutierten die Teilnehmenden, welche Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in Weil am Rhein eine besonders hohe Priorität genießen sollten und wo die Stadt in Zukunft verstärkt handeln müsse. Dabei ging es auch um Hürden bei der Umsetzung und darum, wie trotz der angespannten finanziellen Haushaltslage in Zukunft beim Thema Klimaanpassung Tempo gemacht werden könne.

Die Ergebnisse werden nun gemeinsam vom Planungsbüro und der Stadtverwaltung ausgewertet und im Klimaanpassungskonzept verankert, welches noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll.

Thomas Knuf zeigt sich optimistisch: „In den vergangenen Jahren wurden bereits viele wichtige Prozesse angestoßen. Dennoch bringt der Klimawandel zahlreiche neue Herausforderungen mit sich, auf die wir uns langfristig einstellen müssen, wie wir im Hitzesommer deutlich sehen konnten. Entscheidend ist nun, die bestehenden Maßnahmen über alle Themenfelder hinweg weiterzudenken und engagiert umzusetzen, damit Weil am Rhein auch in Zukunft resilient und lebenswert bleibt.“