Antikriegstag in Müllheim: Forderung nach einer friedensfähigen Politik

„Bereit für den Frieden“ lautete das Motto einer Kundgebung zum Antikriegstag in Müllheim.
Friedensrat Markgräflerland- Kundgebung in Müllheim zum Antikriegstag – Motto „Bereit für den Frieden“.
- Schweigeminute für Opfer vergangener und aktueller Kriege eröffnete die Veranstaltung.
- Friedensrat fordert Stopp aller Waffenexporte und lehnt Wehrdienst sowie „Kriegstüchtigkeit“ ab.
- DGB verlangt zivile Außenpolitik, strenge Rüstungsexporte und keinen US-Mittelstreckenwaffen-Stützpunkt.
- Austausch über Wege zu friedensfähiger Politik; im November folgen die 50. Friedenswochen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Unter dem Motto „Bereit für den Frieden“ hatten der Friedensrat Markgräflerland und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Markgräflerland zu einer Kundgebung zum Antikriegstag aufgerufen. „Erfreulicherweise fanden sich mehr Menschen als in den vergangenen Jahren ein, um ihr Eintreten für ein friedliches Zusammenleben der Menschen zu bekunden“, schreibt der Friedensrat im Nachgang.
Zu Beginn der Kundgebung wurde mit einer Schweigeminute der Opfer vergangener und gegenwärtiger Kriege gedacht. „Jeder Mensch, der in einem Krieg getötet wird, ist einer zu viel, unsere Verpflichtung gilt dem Frieden und nur ihm“, betonte Uli Rodewald vom Friedensrat Markgräflerland.
Der Friedensrat Markgräflerland setze sich ein für die Beendigung aller Waffenexporte, insbesondere in Krisengebiete, und lehne die Wiedereinführung des Wehrdiensts ab, sagte Rodewald. „Wir wollen kein kriegstüchtiges Deutschland. Wir wollen ein Deutschland, das all seinen Einfluss einsetzt für ein friedliches Zusammenleben der Menschen in Europa und auf der Welt.“
Frieder Müller vom DGB Markgräflerland trug die Forderungen der Gewerkschaften zum Antikriegstag vor. Der DGB dränge etwa auf eine Abkehr von der Rhetorik der „Kriegstüchtigkeit“ hin zu einer zivil orientierten Außen- und Sicherheitspolitik, eine streng kontrollierte und transparente Rüstungsexportpolitik, den Verzicht auf die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland sowie die Ablehnung eines verpflichtenden Wehrdiensts oder anderer Pflichtdienste.
Markgräfler Friedenswochen stehen im November an
Dabei betont der DGB, dass dauerhafter Frieden durch die Stärkung von Freiheit, Demokratie und gesellschaftlicher Widerstandsfähigkeit statt durch rein militärische Definitionen von Sicherheit erreicht werden müsse.
Im Anschluss gab es einen lebhaften Meinungsaustausch unter den Teilnehmern über Möglichkeiten, den Forderungen nach einer friedensfähigen Politik Nachdruck zu verleihen. So unterschiedlich die Ansichten auch waren, eines hatten sie gemeinsam: „Nichts wird sich von selbst bewegen, was zählt, ist das persönliche Engagement für Menschlichkeit und Frieden“, schreibt der Friedensrat. Die 50. Markgräfler Friedenswochen im November sollen dafür reichlich Platz bieten.
