20 Jahre DRK-Seniorenprogramme
: Warum eine rote Bank durch das Markgräflerland reist

Der DRK-Kreisverband Müllheim blickt auf 20 Jahre Senioren-Programme zurück – und hat sich dafür eine besondere Aktion ausgedacht. Die Wurzeln der Seniorenarbeit reichen bis in die 1970er-Jahre zurück.
Von
red/pm
Markgräflerland
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Beim Auftakt auf Schloss Bürgeln zeigte sich, wofür die Jubiläumsaktion „Rote Bank der Begegnung“ steht – für Gemeinschaft, Lebensfreude und das Miteinander der Menschen, die die DRK-Seniorenarbeit seit vielen Jahren prägen.

Beim Auftakt auf Schloss Bürgeln zeigte sich, wofür die Aktion „Rote Bank der Begegnung“ steht – für Gemeinschaft, Lebensfreude und das Miteinander der Menschen, die die DRK-Seniorenarbeit seit vielen Jahren prägen.

DRK-Kreisverband Müllheim
  • DRK Müllheim feiert 20 Jahre Seniorenprogramme – die „Rote Bank“ tourt durchs Markgräflerland.
  • Die Bank zeigt die Vielfalt der Angebote und macht Menschen sichtbar, die sie prägen.
  • Heute gibt es rund 1450 Aktivitäten pro Jahr mit etwa 20.000 Begegnungen.
  • Wurzeln reichen bis 1974: Spielenachmittag, später Gymnastik, Stadtranderholung und Freizeit.
  • Spendenaktion läuft: Ausbildung, Geräte, Zuschüsse und Materialien über „WirWunder“ unterstützt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sie stand bereits vor Schloss Bürgeln, bei Gymnastikgruppen in Schliengen und Neuenburg, beim Brezel-Frühstück in Buggingen und bei Veranstaltungen in Heitersheim und Müllheim – die rote Bank.

Was hinter der Aktion steht: Der DRK-Kreisverband Müllheim blickt in diesem Jahr auf 20 Jahre DRK-Seniorenprogramme zurück. Mit der „Roten Bank der Begegnung“ will der Kreisverband bis zum Spätsommer zeigen, was sich hinter seiner Seniorenarbeit verbirgt. Dafür macht die Bank bei unterschiedlichen Angeboten und Veranstaltungen Station.

Ehrenamtliche und Teilnehmer, langjährige Wegbegleiter und Menschen, die heute Verantwortung tragen, nehmen auf ihr Platz und erzählen von ihren Erfahrungen. Statt nur über Angebote und Zahlen zu berichten, sollen die Menschen sichtbar werden, die die Seniorenarbeit seit vielen Jahren tragen und mit Leben füllen, heißt es in einer Mitteilung des DRK. Fotos, kurze Videos und persönliche Gespräche begleiten deshalb die Reise der Bank durch die Region.

Vom 24. Juli bis 25. August 2006 erschien unter dem Motto „DRK-SeniorenSommer“ erstmals ein eigenes Veranstaltungsprogramm. Aus diesem zunächst zeitlich begrenzten Angebot entwickelte sich in den folgenden Jahren ein umfangreiches, ganzjähriges Seniorenprogramm.

1450 Aktivitäten pro Jahr mit 20.000 Begegnungen

Heute finden nach Angaben des Kreisverbands im Rahmen der offenen Seniorenarbeit jährlich rund 1450 Veranstaltungen und Aktivitäten statt. Dabei entstehen etwa 20.000 persönliche Begegnungen. Mehr als 140 ehrenamtlich engagierte Menschen wirken an den unterschiedlichen Angeboten mit.

Das Spektrum reicht inzwischen von Gymnastik- und Bewegungsangeboten über Rotkreuz-Cafés, Mittagstische, Ausflüge und Kulturveranstaltungen bis zu digitalen Treffpunkten. Formate wie „Kino & Wein“ oder die DRK-Sommerkonzerte sind im Laufe der Jahre hinzugekommen. Andere Angebote blicken auf eine deutlich längere Geschichte zurück.

1974: Erster Spielemittag für Ältere im Rotkreuzhaus Kandern

Denn die Wurzeln der DRK-Seniorenarbeit im Markgräflerland reichen weit über die vergangenen 20 Jahre hinaus, heißt es. Bereits um 1974 entstand im Rotkreuzhaus Kandern ein erster Spielenachmittag für ältere Menschen. In den 1980er-Jahren folgte der Aufbau zahlreicher Seniorengymnastikgruppen. Anfang der 1990er-Jahre kam die Stadtranderholung für Senioren unter dem Motto „Ferien ohne Koffer packen“ hinzu, aus der später die DRK-Seniorenfreizeit hervorging.

20 Jahre liegen zwischen diesen beiden Programmheften: Im Sommer 2006 erschien mit dem „DRK-SeniorenSommer“ erstmals ein eigenes Veranstaltungsprogramm.

20 Jahre liegen zwischen diesen beiden Programmheften: Im Sommer 2006 erschien mit dem „DRK-SeniorenSommer“ erstmals ein eigenes Veranstaltungsprogramm.

DRK-Kreisverband Müllheim

Zu den Wegbereiterinnen gehörten unter anderem Marlies Lepsien in Kandern und Renate Hilpert in Müllheim. Den Aufbau der Gymnastikangebote prägten unter anderem Lore Ruf und Rita Rosskopf. In den 1990er- und 2000er-Jahren begleiteten auch Anne Weinig und Susanne Schmitz die weitere Entwicklung der Sozial- und Seniorenarbeit, heißt es.

Eine wichtige strukturelle Veränderung erfolgte 2005. Seitdem wird die offene Seniorenarbeit durch eine hauptamtliche Koordinationsstelle für das Ehrenamt begleitet, die Frank Schamberger seit mehr als 20 Jahren innehat. Zu den langjährigen Wegbegleitern im ehrenamtlichen Leitungsteam der DRK-Sozial- und Seniorenarbeit beziehungsweise der Kreissozialleitung gehörten in diesen zwei Jahrzehnten unter anderem Elsa Granrath, Waltraut Gugel und Giselher Motz.

Ganz unterschiedliche Momentaufnahmen entstanden

Die Jubiläumsaktion greift diese Geschichte auf, richtet den Blick aber zugleich auf die heutige Seniorenarbeit. Ihre Reise begann im Frühjahr beim DRK-Seniorenausflug auf Schloss Bürgeln. Weitere Stationen waren das Brezel-Frühstück mit Konzert in Buggingen, der Mittagstisch in Badenweiler, der Tag der Vielfalt und ein DRK-Sommerkonzert in Heitersheim, „Kino & Wein“ und Mittagstisch in Müllheim sowie die DRK-Gymnastikgruppen in Schliengen und Neuenburg.

Bei den DRK-Gymnastikgruppen machte die „Rote Bank der Begegnung“ ebenfalls Station.

Bei den DRK-Gymnastikgruppen machte die „Rote Bank der Begegnung“ ebenfalls Station.

DRK-Kreisverband Müllheim

Dabei entstanden ganz unterschiedliche Momentaufnahmen, heißt es in der Mitteilung. Mal berichteten langjährige Ehrenamtliche von den Anfängen der Seniorenarbeit, mal erzählten Teilnehmer, warum eine Gymnastikgruppe oder ein regelmäßiger Treffpunkt für ihren Alltag wichtig geworden ist. Auch aktuelle Entwicklungen und neue Formen der Teilhabe sollten auf der Bank zum Thema werden.

Weitere Stationen waren bei den Rotkreuz-Cafés in Müllheim, Kandern und Bad Bellingen vorgesehen. Außerdem sollte die Bank beim „Treffpunkt Digital“ in Müllheim und beim Nostalgie-Café in Kandern Halt machen.

DRK-Kreisverband sammelt Spenden für weitere Seniorenarbeit

Unterstützt wird die „Rote Bank der Begegnung“ von der Sparkasse Markgräflerland als Sponsoringpartner.

Mit dem runden Geburtstag verbindet der DRK-Kreisverband zugleich eine Spendenaktion für die weitere Seniorenarbeit. Gesammelt wird für konkrete Vorhaben und Anschaffungen. Dazu gehören die Aus- und Fortbildung von Übungsleitern und ehrenamtlich Engagierten, neue Geräte für Gymnastik- und Bewegungsgruppen sowie Zuschüsse für ältere Menschen, die sich die Teilnahme an Ausflügen sonst nicht leisten könnten.

Auch zusätzliche Sitzmöglichkeiten für die Rollstuhlbusse des Kreisverbands sowie neue Spiele und Materialien für die Rotkreuz-Cafés sollen mit Spenden finanziert werden. Über die Spendenplattform „WirWunder“ der Sparkasse können Interessierte die Projekte unterstützen.