Zweiter Teil der Wenzel-Retrospektive: Kunst-Forum Donaueschingen lädt ein

Das Boot als Symbol des Lebenswegs ist das Thema der Wenzel-Retrospektive im Kunst-Forum-Baar in Donaueschingen.
Stefan Baur- Kunst-Forum-Baar zeigt die Wenzel-Retrospektive mit neuem Schwerpunkt: „Maritime Welten“.
- Start am Sonntag, 18. Oktober, von 11 bis 18 Uhr, Laufzeit bis zum 14. November.
- Werke fokussieren Häfen, Schiffe und das Boot als Symbol des Lebenswegs.
- Stilspanne: spätexpressionistische Gemälde und filigrane Zeichnungen aus akademischer Schule.
- Gesamtretrospektive bis zum 19. Dezember, Eintritt frei, Karlstraße 63 in Donaueschingen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem erfolgreichen Auftakt rund um das Motiv des Baumes öffnet von 11 bis 18 Uhr der neue Schwerpunkt seine Tore: „Die Sehnsucht der Ferne – Maritime Welten“. Bis zum 14. November rückt damit eine Facette des Künstlers in den Fokus, die von der Weite des Horizonts und der Faszination für das Wasser geprägt ist. Die tiefgründige Werkschau wird durch das großzügige bürgerschaftliche Engagement der privaten Sammlung von Egon Dehner aus Bad Dürrheim ermöglicht.
Obwohl sich Wenzel zeitlebens bescheiden als „Arbeiter und Maler“ bezeichnete und eine tragende Säule der regionalen Kunstszene war, verbarg sich hinter dieser Zurückhaltung ein visuelles Kraftpaket von internationalem Format, so Stefan Baur, in dessen Räume die Ausstellung stattfindet. Auch in dieser zweiten Phase ist die faszinierende Dualität seines Schaffens erlebbar, die von seiner akademischen Ausbildung an der Münchner Kunstakademie bei Adolf Schinnerer zeugt. Auf der einen Seite stehen unerschütterlich spätexpressionistische Gemälde mit strengem Bildaufbau, hochenergetischer, leuchtender Farbgebung und einem virtuosen, dynamischen Auftrag mit breiten Pinselstrichen. Dem gegenüber offenbart sein zeichnerisches Werk ein filigranes Gegenstück aus feinen, souverän gesetzten Linien, die beweisen, dass er auch in der unendlichen Weite der Meere nie den Blick für das wesentliche Detail verlor.
Ein lebendiges Ausstellungskonzept im Wandel
Um der enormen Bandbreite des Künstlers gerecht zu werden, wandelt sich die Galerie im Laufe der dreimonatigen Laufzeit. Während das Zentrum dauerhaft von einem markanten Selbstbildnis und biografischen Einblicken getragen wird, beleuchtet die Ausstellung nacheinander drei große Themen des Künstlers. Ab dem 18. Oktober bis zum 14. November geht es um „Die Sehnsucht der Ferne – Maritime Welten“ – Inspirationen seiner Reisen nach Spanien, Italien, Griechenland, Thailand oder Ecuador, die die Dynamik von Häfen und Schiffen als Symbole der Freiheit einfangen.
Ab 15. November bis 19. Dezember heißt das Thema: „Die Verbundenheit mit der Region – Der Blick des Malers auf seine Heimat“. Eine Hommage an die Landschaft der Baar, die ihm seit 1950 als kreativer Ankerplatz diente.
Das Boot als Symbol des Lebenswegs
Die feierliche Themeneröffnung am Sonntag, 18. Oktober, lädt die Besucher von 11 bis 18 Uhr dazu ein, als Erste in Wenzels maritime Bilderwelten einzutauchen. Für den Expressionisten war das Wasser kein stilles Element, sondern ein unberechenbares, kraftvolles Zusammenspiel aus Licht und Wasser. Auf seinen ausgiebigen Reisen zog es ihn immer wieder an die Häfen. Schiffe und Boote wurden für ihn zur Projektionsfläche.
Häfen voller Energie und Leben zu sehen
Die neu arrangierten Exponate zeigen Häfen, die förmlich vor Energie vibrieren, und Masten, die in einem strengen, beinahe architektonischen Bildaufbau angeordnet sind. Ein Meer muss bei Wenzel nicht einfach blau sein – es brennt in feurigen Nuancen und spiegelt die emotionale Wahrheit des Augenblicks wider. Das Kunst-Forum-Baar bietet an diesem Sonntag Raum für Entdeckungen, Fragen und neue, faszinierende Perspektiven auf das Werk des Künstlers.
Ein Besuch im Quellhöfle lässt sich an diesem Tag perfekt mit einem Ausflug in die Stadt verbinden: Parallel zur Themeneröffnung finden in Donaueschingen die weltweit bekannten Donaueschinger Musiktage statt, die internationale Kultur in die Stadt bringen. Zudem lädt der verkaufsoffene Sonntag zu einem gemütlichen Flanieren durch die Innenstadt ein, sodass ausdrucksstarke Kunst, Klangerlebnis und Einkaufsbummel Hand in Hand gehen.
Hintergrund und Besuchsdaten
Die Retrospektive „Hommage an Josef Wenzel – den Expressionisten aus Bad Dürrheim“ läuft insgesamt bis zum 19. Dezember in den Räumlichkeiten des Kunst-Forum-Baar, Karlstraße 63, Donaueschingen. Die regulären Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 11 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 11 bis 14.30 Uhr. Der Eintritt zu allen Teilen der Ausstellung sowie zum Eröffnungstag ist frei.