Zukünftige Verkehrsführung
: Schwierige Planungen in der Brigachtaler Arenbergstraße

Brigachtal ringt um die Arenbergstraße: Trennsystem, neue Leitungen und Beleuchtung sind geplant, die Einbahnlösung bleibt vorerst gestoppt.
Von
Rainer Bombardi
Brigachtal
Jetzt in der App anhören
Der Gemeinderat diskutiert intensiv die künftige Verkehrsführung in der Arenbergstraße.

Der Gemeinderat diskutiert intensiv die künftige Verkehrsführung in der Arenbergstraße.

Rainer Bombardi
  • Brigachtal plant Umbau der Arenbergstraße – Trennsystem, neue Leitungen und Beleuchtung.
  • Einbahnstraßen-Lösung bleibt vorerst gestoppt, Entscheidung wurde zurückgestellt.
  • Ziel ist eine Gesamtbreite von sechs Metern, davon 1,50 Meter Gehweg.
  • Grundstücksverhandlungen mit Anliegern sollen starten, Bordsteine werden später geprüft.
  • Rat diskutierte Schulwegsicherheit, ÖPNV-Belange und mögliche Testphase für Verkehr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Reichlich Diskussionsbedarf hatte der Gemeinderat hinsichtlich der zukünftigen Verkehrsführung der Arenbergstraße, für die eine Neugestaltung der kompletten Oberfläche, der Umbau des Kanalsystems in ein Trennsystem, die Vergrößerung des Querschnitts der Trinkwasserleitung und eine Erneuerung der Straßenbeleuchtung vorgesehen sind.

Da die Straße zudem als Schulweg dient, war interessant, welche Vorschläge die Behörden auf Basis einer Verkehrsschau aus verkehrsrechtlicher Sicht der Gemeinde unterbreiten.

Bürgermeister Michael Schmitt verwies darauf, dass es aus seiner Sicht hinsichtlich der Verkehrsführung keinen perfekten Wurf gibt. „Wir sollten einen Kompromiss erarbeiten, der uns weiterhilft.“

Schmale Straße

In der schmalen Straße erachtet er es als schwierig, eine ideale Verkehrsführung zu finden. Er sprach sich gegen die Erstellung von Verkehrsgutachten aus, die seiner Meinung nach im vorliegenden Fall nicht zielführend sein können. Die Einführung eines verkehrsberuhigten Bereichs lehne er ab.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.

„Bislang hat es funktioniert“, sah Markus Rist (Bürgerinitiative Brigachtal) die Einführung einer Einbahnstraße kritisch. „Der Verkehr verlagert sich damit auf die Nachbarstraßen.“ Joachim Eichkorn (CDU) plädierte dafür, Neubürger zu berücksichtigen, die aufgrund der Neubaugebiete ebenfalls die Arenbergstraße nutzen könnten. Er schlug optional einen Testbetrieb vor.

26.02.2024, Nordrhein-Westfalen, Wülfrath: Ein Schild mit der Aufschrift "Einbahnstraße" steht auf dem Gelände der ehemaligen Klinik Aprath. Die Kinder sollten von Tuberkulose geheilt werden und erlebten ein Martyrium. Jahrzehnte später besuchen die ehemaligen Verschickungskinder die Klinikruine Aprath. Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Entscheidung über die künftige Verkehrsführung in der Arenbergstraße, insbesondere über die Einrichtung einer Einbahnstraße, wurde zurückgestellt. (Symbolfoto)

dpa

Michael Maier (Unabhängige Bürger) appellierte bei allem Hin und Her der Einbahnstraßen-Regelung, den Linienverkehr zu berücksichtigen, für den jede Änderung auf den Fahrplan Auswirkungen haben könnte. Thomas Huber (Unabhängige Bürger) könnte sich mit einem Einbahnverkehr abfinden, aber nicht damit, dass dieser auch für Fahrradfahrer gilt. Rainer Christ von den planenden BIT-Ingenieuren begründete dies mit der fehlenden Gehwegbreite.

Brita Krebs (Bürgerinitiative Brigachtal) lehnte eine Einbahnstraße ab, da die Fahrradfahrer ebenso davon betroffen wären. Sie schlug vor, die Verkehrsführung durch Absenken der Randsteine zu regulieren.

Albrecht Sieber (Pro Brigachtal) hielt es für unabdingbar, vorab die Grundstücksfrage zu klären. „Für geänderte Verkehrsführungen benötigen wir mehr Fläche, die nur über Grundstückskäufe zu erhalten ist. Ansonsten bleibt nur die Einbahnstraße übrig“, war er überzeugt. „Wir müssen Rücksicht auf den Bedarf der Anwohner nehmen und mit ihnen von Beginn an kommunizieren.“

Bürgermeister Schmitt appellierte, die Einbahnstraße zurückzustellen, eine Gehwegbreite von 1,50 Metern anzustreben und zu versuchen, die Sache im Status quo, eventuell inklusive erworbener Grundstücksfläche, zu regulieren.

Funktion als Schulweg

Theo Effinger (CDU) bezeichnete die Absenkung der Randsteine aufgrund der Funktion der Straße als Schulweg aus Sicherheitsgründen als nicht realistisch. Ratskollege Sieber führte Randsteine als kontraproduktiv für den Winterdienst mit Schneepflügen an.

Aktuelle Wettervorhersage für die nächsten Tage aus Ihrer Region.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat in der Folge, die Entscheidung über die künftige Verkehrsführung in der Arenbergstraße, insbesondere über die Einrichtung einer Einbahnstraße, vorerst zurückzustellen. Zudem beauftragte er die Grundstücksverhandlungen mit den Anliegern mit dem Ziel, eine Gesamtfahrbahnbreite von sechs Metern, davon 1,50 Meter Gehweg, zu erreichen. Es ist geplant, die Ausführung von Bordsteinen in einem weiteren Schritt zu überprüfen.