Wo die ganze Welt zur Bühne wird: Shakespeare to go in Bad Dürrheim

Markus Veith erweist sich während des Sommertheaters als kongenialer Shakespeare-Vertreter der heutigen Zeit. Das Stück in Bad Dürrheim hatte es in sich.
Rainer Bombardi- Sommertheater Bad Dürrheim: Markus Veith zeigt „Shakespeare to go“ als Soloauftritt.
- Er verknüpft knapp 20 Werke in Zwiegesprächen und bringt sie in die Gegenwart.
- Figuren wie Hamlet, Macbeth, Falstaff sowie Benedikt und Beatrix werden lebendig.
- Veith agiert als geistreicher Narr – philosophisch, witzig und nah an heute.
- Das Publikum übernimmt am Ende Rollen wie Mauer oder leuchtender Mond.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was haben William Shakespeare, die Beatles und Taylor Swift gemeinsam? Sie alle eint der Erfolg den sie zu ihrer jeweiligen aktiven Zeit hatten oder noch haben. Im Bad Dürrheimer Sommertheater entführte der Dortmunder Profi-Darsteller Markus Veith sein Publikum auf der Suche nach Antworten zu den vielen ungelösten Fragen in das Schaffen des großen Dramaturgen und Lyrikers William Shakespeare ein.
Es war der letzte Baustein eines vierteiligen Sommertheaters, das an den Vortagen mit zwei Kinoabenden begann und am Sonntag mit dem Kindermusical „Wenn Hexen hexen“ der Brigachtaler Theatergruppe und dem Soloauftritt von Markus Veith endete, der einem nahezu endlosen Veithstanz glich.
In jeder Hinsicht wandelbar
Der Akteur zeigte sich in jeder Hinsicht wandelbar, routiniert und spielte seine gesamten Fähigkeiten in Zwiegeprächen aus, die er in mehrere Charaktere verpackt, mit sich selbst führte. Seine Aufführung unter dem Titel „Shakespeare to go“ hatte der Künstler nach der Devise aufgebaut, dem Publikum Dortmunder Profischauspieler Markus Veith einen profunden Einblick in das Schaffen des exponierten englischen Dramatikers zu geben.
Knapp 20 der berühmtesten Werke beschrieb er in Shakespeares Worten, die gesamte Welt wurde zur großen Bühne. Er präsentierte sich zwischen den Zeilen der einzelnen Werke, die er aus Shakespeares epochalem Schaffen ausgewählt hatte, immer wieder als geistreicher Narr. In dieser Funktion nutzte er die Freiheit des Wortes und verquickte das Leben der damaligen Zeit immer wieder mit der Neuzeit.
Ein Verwandlungskünstler
Veith, der Verwandlungskünstler, philosophierte, wie aus einem ursprünglich epischen Text die kurze, aber alles entscheidende Frage aus Hamlet entstand, die das Sein oder Nichtsein beleuchtete. Macbeth, Falstaff, die Liebesgeschichte von Benedikt und Beatrix und viele mehr erweckte er zu neuem Leben. Gegen Ende verhalf er gar dem Publikum zu Hauptrollen, das als Mauer oder leuchtender Mond in vollem Glanz erstrahlte.
Die Begegnungen mit Shakespeare dauerten ungefähr 90 Minuten, danach senkte sich der imaginäre Vorhang im begeisterten Applaus des Publikums ein letztes Mal.
