Vom Rathaus bis zum Kindergarten: Bad Dürrheim spart bei Fahrzeug und Gebäuden

Die Erweiterung des Schulverbunds Salinensee ist mit 7,5 Millionen Euro das teuerste Projekt, das Bad Dürrheim stemmen muss.
Heinz Wittmann- Bad Dürrheim kürzt Ausgaben: Unterhaltung von 3,656 auf 2,493 Mio., Investitionen auf 8,144 Mio.
- Größter Posten bleibt die Realschule Salinensee mit 7,5 Mio. – Kosten wurden bereits reduziert.
- Defis am Rathaus gestrichen, Sponsoren sollen zahlen; Winterdienstfahrzeug gebraucht beschaffen.
- Kindergarten Stadtkäfer: kein Schallschutz, organisatorische Lösung; Sunthausen ersetzt Zählerplatz und Zaun.
- Wartung Sportgeräte kostet 1500 jährlich, Stadt hinterfragt Pflicht; Projekte in Unterbaldingen teils verschoben.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Der Verwaltungsausschuss Bad Dürrheim hat auch im Bereich Hochbau und Ortschaften noch Einsparpotenziale gefunden. „Wir haben uns im Bauamt intensiv mit den Möglichkeiten zur Haushaltskonsolidierung auseinandergesetzt. In mehreren Runden haben wir gemeinsam mit dem Bürgermeister und dem der Kämmerei die angemeldeten Mittel kritisch geprüft“, sagte Stadtbaumeisterin Petra Schmidtmann zu Beginn der jüngsten Ausschusssitzung.
Im Bereich der Unterhaltung habe man ursprüngliche Mittelanmeldungen in Höhe von rund 3,656 Millionen Euro auf rund 2,493 Millionen Euro reduziert. Auch im investiven Bereich habe man erhebliche Einsparungen vorgenommen. Von rund 9,495 Millionen Euro sei man bis auf 8,144 Millionen Euro heruntergegangen. Schmidtmann sagte: „Ein wesentlicher Anteil der verbleibenden investiven Mittel entfällt auf die Realschule. Für sie sind 7,5 Millionen Euro vorgesehen. Auch bei diesem Projekt haben wir bereits erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Kosten zu reduzieren.“
Vom Defibrillator bis zum Winterdienst
Auch kleinere Beträge wurden unter die Lupe genommen. Ursprünglich 1800 Euro und 1700 für Defibrillatoren an der Außenseite des Rathauses Bad Dürrheim und der Außenseite des Rathauses Biesingen wurden gestrichen. Bürgermeister Jonathan Berggötz will versuchen, durch Sponsoren die Kosten abdecken zu lassen.
Wichtiger waren aber natürlich die größeren Beträge. Das Winterdienstfahrzeug Hako Fuma der Stadt ist in die Jahre gekommen. Ein neues Fahrzeug würde 250.000 Euro kosten. Hier schlug der Verwaltungsausschuss vor, dass die Stadt versuchen solle, deutlich kostengünstiger ein gebrauchtes Fahrzeug zu erwerben.
Im Kindergarten Stadtkäfer war ein fehlender Schallschutz mit 25.000 für das Jahr 2027 mit veranschlagt. Der Verwaltungsausschuss lehnte diesen Betrag aber ab. Damit war auch Bürgermeister Berggötz einverstanden. Er meinte: „Es sollte zuerst versucht werden, hier eine organisatorische Lösung ohne Geld zu finden.“ Das Problem sei, dass kleine Kinder aufgrund des Lärms keinen Mittagsschlaf machen könnten.

Stadtbaumeisterin Petra Schmidtmann stellte in der Verwaltungsausschuss die Zahlen für den Bereich Hochbau und Ortschaften vor.
Heinz WittmannIm Kindergarten Sunthausen muss hingegen im Bereich der Hausinstallation im Keller ein nicht sicherer und somit gefährlicher Zählerplatz mit dazugehöriger Erdung samt diverser Leitungen für 15.000 Euro ausgetauscht werden. Außerdem muss der marode und instabile Zaun, der Verletzungsgefahr birgt, für 27.000 Euro vollständig erneuert werden.
Ärger über Wartungspflichten
Bei der Wartung von Sportgeräten in den Turnhallen fallen jährliche Kosten von 1500 Euro an. Wolfgang Reichmann von den Freien Wählern meinte: „Das ist nicht einzusehen. Ein Auto, das doch viel mehr und kompliziertere Teile hat, muss nur alle zwei Jahre zum TÜV.“ Wolfgang Kaiser von der LBU pflichtete bei: „Und dann ist es auch noch so, dass ein und dieselbe Firma die Sportgeräte prüft und verkauft.“ Die Stadt will an höherer politischer Stelle nun generell hinterfragen, ob diese jährliche Prüfung von Sportgeräten nicht wegfallen könne.
Die Erneuerung der WC-Anlage der Friedhofkapelle in Unterbaldingen in Höhe von 40.000 Euro wurde vom Verwaltungsausschuss von 2027 auf 2028 geschoben. Neue Urnengräber im Friedhof von Unterbaldingen werden aber bereits wie geplant 2027 angelegt, Kostenpunkt 20.000 Euro.
Oberbaldingen verzichtet dieses Mal
Bemerkenswert ist, dass Oberbaldingen gar keine Mittel beantragt hat. „Aufgrund der in den vergangenen Jahren in Oberbaldingen bereits umfangreich umgesetzten Maßnahmen verzichtet der Ortschaftsrat angesichts der derzeit angespannten Haushaltslage vollständig auf neue Mittelanmeldungen für den Haushalt 2027“, so die Oberbaldinger.
„Das war ein guter Austausch, wir konnten einiges reduzieren“, fasste Berggötz die Sitzung zusammen. Am Donnerstag, 5. November, kommt der Verwaltungsausschuss erneut zusammen, dort gibt es eine abschließende Beratung. Am 17. Dezember erfolgen die Beratung und die Beschlussfassung über die Haushaltsanträge im Gemeinderat.

