Unterstützung für Brandopfer
: Große Hilfsbereitschaft nach Brand in Mühlhausen

Nach dem Großbrand in Mühlhausen, zeigt Villingen-Schwenningen, was Solidarität bedeutet. Eine Welle der Hilfsbereitschaft erfasst die Doppelstadt.
Von
Emelie-Doreen Baisch
Oberndorf
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Andreas Kohler (von links), Joachim Spitz und Oberbürgermeister Jürgen Roth präsentieren das beeindruckende Spendenergebnis von 23 203 Euro.

Emelie Baisch

Nach dem verheerenden Brand in Mühlhausen, bei dem mehrere Familien in der Nacht zum 24. Mai ihr gesamtes Zuhause verloren haben, zeigt sich Villingen-Schwenningen von seiner solidarischen Seite. Die Anteilnahme in der Bevölkerung ist überwältigend – innerhalb kürzester Zeit formierte sich eine breite Unterstützungswelle.

Joachim Spitz, Gründer der ProKids-Stiftung und Oberbürgermeister Jürgen Roth reagierten sofort. Sie starteten am Wochenende eine Hilfsaktion. Für Joachim Spitz ist es nicht die erste Aktion dieser Art – dennoch berührt es ihn immer wieder aufs Neue, wie schnell und engagiert die Menschen in der Doppelstadt helfen, wenn es darauf ankommt.

Bereits wenig später wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Neben Geldspenden stand auch direkte Unterstützung im Vordergrund. Schulmaterialien, die beim Brand zerstört wurden, konnten aus den Beständen der ProKids-Stiftung ersetzt werden. Auch die Wohnraumsuche lief parallel an. Die Koordination der Wohnungsvermittlung übernahm Andreas Kohler, stellvertretender Bezirksbeiratsvorsitzender in Mühlhausen. Er sammelt die Angebote und begleitet die Betroffenen bei der Auswahl passender neuer Unterkünfte.

Geld wird aufgeteilt

Die Hilfsbereitschaft der Doppelstadt zeigte sich auch in der Spendensumme: Innerhalb von rund zweieinhalb Wochen kamen insgesamt 23 203 Euro zusammen. Dieses Geld wird auf die Betroffenen aufgeteilt. „Das war ein ausdrücklicher Wunsch vieler Spender“, beton Joachim Spitz. Besonders großzügig zeigten sich die Haldenzunft Mühlhausen und die Weilersbach-Frauen, die jeweils einen bedeutsamen Betrag gespendet haben. Weitere Spenden kamen von zahlreichen Bürgern.

Auch im Hintergrund lief es reibungslos: Melanie Winterhalder, Kollegin von Joachim Spitz, sorgte maßgeblich dafür, dass die Hilfe schnell bei den richtigen Leuten ankam. Ihr Engagement trug zum Erfolg der Aktion bei. Der Zusammenhalt in Villingen-Schwenningen wird in diesen Tagen nicht nur spürbar, sondern macht einen echten Unterschied für die Betroffenen.

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