Ungarische Delegation zu Gast: Brücken bauen zwischen Bad Dürrheim und Hajdúszoboszló

Mitglieder des Deutsch-Ungarischen Freundeskreises und Gäste aus Hajdúszoboszló beim gemeinsamen Besuch des Konradihofs – ein authentisches Stück Regionalgeschichte.
Monica BalogIm Mittelpunkt des Besuchs der ungarischen Delegation aus der Partnerstadt Hajdúszoboszló standen der persönliche Austausch, kulturelle Begegnungen und viele emotionale Wiedersehen – organisiert vom Deutsch-Ungarischen Freundeskreis Bad Dürrheim unter der Leitung von Monica Balog.
Auch die Stadt Bad Dürrheim habe das Partnerschaftstreffen aktiv unterstützt und dazu beigetragen, dass der Besuch in herzlicher Atmosphäre gelingen konnte, wie der Freundeskreis in einer Mitteilung schreibt.
Bereits am Mittwochabend wurde die ungarische Delegation von zahlreichen Mitgliedern des Deutsch-Ungarischen Freundeskreises (DUF) empfangen. Bei einem Sektempfang und anschließendem gemeinsamen Abendessen kamen viele DUF-Mitglieder zusammen, um alte Freundschaften aufleben zu lassen, neue Kontakte zu knüpfen und sich mit den ungarischen Gästen angeregt auszutauschen, heißt es in der Mitteilung.
Am Donnerstagmorgen begrüßten Bürgermeister Jonathan Berggötz und Kurgeschäftsführer Markus Spettel die Gäste offiziell im Rathaus. Dabei wurde die Bedeutung der langjährigen Partnerschaft betont, die nicht nur auf dem Papier besteht. Im weiteren Verlauf der Woche erwartete die Delegation ein facettenreiches Programm.

Herzlicher Empfang im Rathaus: Gäste aus der ungarischen Partnerstadt Hajdúszoboszló gemeinsam mit Bürgermeister Jonathan Berggötz (Mitte), Kurgeschäftsführer Markus Spettel (hinten) und dem Vorstand des Deutsch-Ungarischen Freundeskreises.
Foto: Stadtverwaltung Bad DürrheimKulinarisch zeigte sich die Region von ihrer besten Seite. Der Vorsitzende des Ungarischen Freundeskreises in Hajdúszoboszló Denés Bozoky lobte: „So viel Herzlichkeit und Genuss – das bleibt uns lange in Erinnerung.“
Besuch des Konradihofs
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des Konradihofs. Neben einer spannenden Führung durch das Museumsareal sorgte eine nostalgische Fahrt im Oldtimer-Bus für Begeisterung. Auch ein Besuch in der Solemar-Therme stand auf dem Programm.
Auch die badische Brauchtumspflege stand im Fokus des Programms. Ein Besuch im Narrenschopf, dem größten Museum zur schwäbisch-alemannischen Fastnacht, entführte die Gäste in die farbenfrohe Welt der regionalen Fasnet-Tradition – ein spannender Einblick in eine ganz andere Kulturform, der für Staunen und viele Nachfragen sorgte.
Ein weiteres Highlight war der stimmungsvolle Heimatabend, der ganz im Zeichen regionaler Musik, Geschichten und herzlicher Begegnung stand.
Zwei neue Mitglieder
Die ungarische Delegation wurde dieses Jahr erstmals von zwei neuen Mitgliedern des ungarischen Freundeskreises begleitet: Der Notar Gabor Morvai, der offizielle Grüße des Bürgermeisters von Hajdúszoboszló überbrachte, sowie seine Ehefrau Anna, eine Ärztin, die erstmals nach Deutschland reiste. Beide zeigten sich beeindruckt von der Offenheit und Herzlichkeit, die ihnen entgegengebracht wurde.

Gábor Morvai, Notar aus Hajdúszoboszló, und Hans Buddeberg, ebenfalls Notar und Mitglied im Deutsch-Ungarischen Freundeskreis Bad Dürrheim, beim DUF-Sommerfest im Kurpark.
Foto: Monica BalogDen Abschluss bildete das DUF-Sommerfest im Kurpark. Zwar spielte das Wetter nicht mit, doch tat dies der Stimmung keinen Abbruch. Das vielfältige Programm sorgte dafür, dass das Fest dennoch zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten wurde.
Monica Balog, Vorsitzende des Deutsch-Ungarischen Freundeskreises Bad Dürrheim, zeigte sich überaus zufrieden: „Es war eine wunderbare Woche voller Begegnungen, Geschichten und gemeinsamer Momente. Unser Ziel war es, nicht nur Gastgeber zu sein, sondern Brücken zu bauen – und das ist uns gelungen. Der Austausch lebt vom persönlichen Kontakt, vom gemeinsamen Lachen, vom gegenseitigen Interesse. Ich danke allen, die mitgeholfen haben, diesen Besuch zu einem besonderen Erlebnis zu machen.“
Der Besuch habe erneut unterstrichen, wie wichtig Städtepartnerschaften in einer Zeit sind, in der der persönliche Kontakt zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen nicht selbstverständlich ist, schreibt der Freundeskreis.