Umweltbüro arbeitet für Bad Dürrheim: Naturschutz kein Selbstläufer

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur informiert sich bei Gerhard Bronner.
Büro Türk-NachbaurKommunen haben im Umweltschutz noch umfangreiche Hausaufgaben „Auch wenn die Kommunen bereits einiges leisten: angesichts der Aufgaben, die Ihnen vom EU-, Bundes- und Landerecht zugewiesen sind, bleibt noch viel zu tun“, so Gerhard Bronner, Leiter des Umweltbüros Donaueschingen bei einem Gesprächs mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Derya Türk-Nachbaur.
Das Umweltbüro unterstützt die Gemeinden Donaueschingen, Hüfingen, Bräunlingen und Bad Dürrheim in allen Umweltbelangen. Es kümmert sich um kommunale Pflichtaufgaben wie die Gewässerrenaturierung und die Biotopvernetzung, führt das Ökokonto und gibt Impulse für nachhaltige Bebauungspläne und Bauprojekte.
Es gab in den letzten Jahren Fortschritte im Umweltschutz, so wurden eine ganze Reihe von Bächen mit Erfolg in einen naturnahen Zustand versetzt, so die Pressemitteilung Dennoch ist Umweltschutz kein Selbstläufer und erfordert immer geduldiges Werben und Überzeugen.
Mehrere Arbeitsbereiche
Die Südbaargemeinden praktizieren kommunales Energiemanagement und sparen so Energie und deren Kosten. Ein Dauerthema ist auch die Überwachung: ambitionierte Regelungen in Bebauungsplänen allein bringen noch nichts, wenn beispielsweise Auflagen zur Begrünung nicht umgesetzt werden. In manchen Fällen erheben die Bauverwaltungsbehörden Sicherheitsleistungen, die erst zurückgezahlt werden, wenn die Bepflanzungen erfüllt und nachgewiesen werden.
Immer stärker wirkt sich der Personalmangel aus: Kommunen kommen nicht dazu, Energiesanierungsmaßnahmen umzusetzen, weil Personal fehlt, und auch im Umweltbüro ist eine Stelle ausgeschrieben, kann aber nicht besetzt werden. Auch in Bad Dürrheim gibt es positive Entwicklungen. Die Stadt achtet im Rahmen ihrer Aktion „Bad Dürrheim blüht auf“ sehr auf naturnahe öffentliche Grünflächen und dafür auch schon Auszeichnungen erhalten. Auch die Gewässerentwicklung wird durch die Renaturierung der Kötach vorangetrieben, was Türk-Nachbaur sehr freut.
„Umweltschutz kann nur erfolgreich sein, wenn die Umsetzung vor Ort sichergestellt ist. Der Bund kann hier nur den Rahmen setzen“, erklärt die Abgeordnete.