Übung in Tannheim
: So schnell kommt es zum Küchenbrand

Die Herbsthauptprobe der Feuerwehr Tannheim war eine Großübung, bei der das DRK sowie Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz miteinbezogen wurden – unter großer Zuschauerresonanz.
Von
Willi Zimmermann
Oberndorf
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Sie sind hoffentlich die aktiven Rettungskräfte von morgen: Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz sind in Tannheim schon gut aufeinander eingearbeitet.

Willi Zimmermann

Die Übungsannahme bei einem Wohnhaus mit Ökonomieteil im Mühleschweg ging davon aus, dass beim Anfeuern des Herdes die Türe des Herdes nicht richtig verschlossen wurde, dadurch das neben dem Herd gelagerte Brennholz sich entzündete und zu einem Küchenbrand ausuferte, erklärte Abteilungskommandant Clemens Breinlinger.

Die Löschversuche der vom Rauchgas beeinträchtigten beiden Bewohner schlug fehl, sie wurden mehr oder minder schwer verletzt.

Ein sehr realistisches Szenario, fand Gesamtkommandant Markus Megerle. Küchenbrände gehören bei der Feuerwehr mittlerweile zum Tagesgeschäft. Die für einen solchen Einsatz vorgesehenen Einsatzschritte wurden seines Erachtens gut abgearbeitet. Eine Erleichterung sei es gewesen, dass es sich um ein frei stehendes Gebäude handelte und so auch die Drehleiter aus Pfaffenweiler einfacher in Bereitstellungsstellung gebracht werden konnte.

Viele Zuschauer

Markus Megerle fand es auch bemerkenswert, wie viel Zuschauer, insbesondere viele Familie mit kleineren Kindern, dem Ganzen beiwohnten. Ihnen wurden die Einzelheiten zur Übung von Wilfried Häsler sehr gut vermittelt.

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Nachwuchskräfte gelobt

„Richtig gut gemacht“ haben es Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz, welche die Übung der Erwachsenen nachvollzogen, so Markus Megerle. Und auch Ortsvorsteherin Anja Keller sagte zu den Ausbildern: „Ihr macht es toll mit den Zöglingen, man wäre gut versorgt, wenn alle dabeibleiben“. Für Megerle ist es wichtig, die Jugend in die Übung zu integrieren, „es sind die Aktiven von morgen“.

Was die Versorgung der Verletzten durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) anbetraf, so wies Bereitschaftsleiter Oliver Neugart darauf hin, dass nicht nur die Aktiven, sondern vor allem der Nachwuchs mit so einer Szenerie umzugehen lernt. Im Ernstfall hätte man insbesondere auf Grund der Brandverletzungen eines Bewohners unbedingt einen Notarzt mit hinzuziehen und auch einen Hubschrauber zum Transport in die Klinik nach Tübingen anfordern müssen.

Nach getaner Arbeit ist es in Tannheim Brauch, dass die Übenden samt Einsatzfahrzeugen, mit Fahne und klingendem Spiel der Musikkapelle vom Übungsplatz wie in einem Umzug durch den Ort zum gemeinsamen Übungsabschluss ziehen.