Übung der Dauchinger Feuerwehr: Eingeklemmte Personen gerettet

Gruppenleiter Markus Herbst und Kommandant Ralf Laufer verfolgen genauestens die Rettungseinsätze ihrer Feuerwehrkameradinnen und -kameraden.
Gertrud HauserDer E-Call eines Autos hat einen Unfall gemeldet, jedoch konnte die Leitstelle keine Sprechverbindung mit dem Fahrzeug herstellen, lautete die Übungsannahme.
Auf Grund der Einsatzmeldung „Verkehrsunfall – eingeklemmte Person“ rückte die Feuerwehr mit dem Mannschaftstransportwagen als Führungsfahrzeug, dem HLF (Hilfeleistungslöschfahrzeug), sowie dem LF (Löschgruppenfahrzeug) zur Einsatzstelle aus.
Hier zeigte sich das Ausmaß des Unfalls, bei dem zwei Autos im Kreuzungsbereich kollidiert sind. Eines der Fahrzeuge lag auf der Seite. In beiden Autos befanden sich jeweils drei Personen, die zum eingeklemmt oder eingeschlossen waren. Das Ganze ist so nicht geschehen, sondern diente als Übungsannahme zur Herbsthauptprobe der Dauchinger Feuerwehr.
Einsatzleiter Bertsche erkundet die Lage
Beim Eintreffen der Einsatzfahrzeuge mit ihren Mannschaften wurde die Lage durch Einsatzleiter Frank Bertsche erkundet, ihm zur Seite standen die beiden Gruppenführer Thomas Tuchel und Markus Herbst, sie überwachten die Rettungsmaßnahmen ihrer Feuerwehrkameraden und gaben Kommandos zu den einzelnen Arbeitsvorgängen.
Das ganze Szenario spielte sich auf dem Vorplatz der neuen Ortsmitte ab. Es war eine Schauübung, die präzise gezeigt hat, über welches Wissen und welche Technik die Feuerwehrfrauen und -männer verfügen müssen. Hier kamen alle Werkzeuge zum Einsatz, um an die verletzten Personen zu gelangen. Gleich ob Brecheisen und Spreizer-Pedalschere oder Säbelsäge.
Michael Schewe und Kommandant Ralf Laufer kommentierten den Ablauf der Übung und erklärten den zahlreich erschienen Zuschauern die einzelnen Rettungsvorgänge.
Zuschauer sind in das Geschehen eingebunden
Neu in diesem Jahr war, dass die Zuschauer in das Geschehen eingebunden waren. So gab es zwei Pausen, in denen sie sich den verunfallten Autos nähern konnten und auch Gelegenheit bekamen, den Feuerwehrleuten Fragen zu stellen.
Auch durften die einzelnen Einsatzwerkzeuge in die Hand genommen werden, und man stellte dann auch gleich fest, dass unter anderem das Arbeiten mit dem Spreizer wirklich Kräfte abverlangt.
Die Besucher waren begeistert von dieser neuen Vorgehensweise bei dieser Herbsthauptprobe, darunter auch Dauchingens Bürgermeister Torben Dorn und der Abteilungskommandant der Niedereschacher Feuerwehr Johannes Berroth.
Rotes Kreuz nicht dabei
Nach und nach konnten alle „verletzten Personen“ aus den Autos geborgen werden, die im Normalfall von den Rettungssanitätern versorgt werden. Doch bei dieser Hauptübung war das Rote Kreuz nicht anwesend, so nahmen die Feuerwehrkameraden die „Verletzten“ in ihre Obhut.
Jürgen Laufer von der Führungsgruppe Dauchingen/Niedereschach war ebenfalls vor Ort. Bei der Führungsgruppe laufen im Ernstfall die Fäden der Logistik zusammen.
Die Jugendfeuerwehr bewirtete die Besucher während der Schauübung.