Turnerball Bad Dürrheim: Mythen und Legenden sind beim Turnerbund zu Hause

Beim Turnerball geht es in so gut wie jeder der 16 Programmnummern akrobatisch zu.
Ursula KalettaWas auf der Bühne geboten wurde, glich eher einer hochkarätigen Artistenshow, die nicht unbedingt mit dem närrischen Trubel zu tun hatte. Diese Atmosphäre vermittelte eher das Publikum im voll besetzten Siedersaal mit bunter Kostümierung.
Nymphen und Nixen waren zu sehen, Einhörner und Feen, Märchenfiguren, königliche Hoheiten mit und ohne Gemahlin, Vampire und andere fantasievolle Gestalten.
Durch das dreistündige Programm unter dem Motto „ Mythen und Legenden“ führten Manuela Laufer als Wahrsagerin mit einer leuchtenden Glaskugel, Harry Rettenmaier als Zauberer mit Zauberstab und Knut Gerlich kam als Hexe mit dem Hexenbesen auf die Bühne. Sie konnten es nicht lassen, ein spitzfindig über Ereignisse zu lästern, die sich in der Kurstadt zugetragen hatten.
Das brillante Programm wurde von den Jüngsten eröffnet, die als graue Steinzeitmenschen zum Thema Thor unter der Leitung der Gemeinschaftsproduktion flotte Turnübungen zeigten. Ebenfalls eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Titel „Michael Jackson“ wurde von den Akteuren „Tanzzeitlos“ geliefert.
Schlagerlegenden zu Gast
Schlagerlegenden, wie Andrea Berg und Helene Fischer, regten zum atemlosen Mitsingen an, dabei wurden die sportlichen Talente der jungen salziger Seile bestaunt, die schwungvoll über ihre Springseile sprangen. Die Leitung hiervor hatten Verena Terner und Michaela Wenzler. Zunächst recht anmutig, dann aber mit viel Temperament waren die BDreamy Pop Dance als dunkle Feen unter der Leitung von Rebekka Weiß zu erleben.
Robin Hood schaut vorbei
Während auf der Bühne weitere Requisiten aufgebaut wurden, legte sich der Fanfarenzug Bad Dürrheim mächtig ins Zeug. Zum Thema „Robin Hood“ unter der Leitung von Christine Pfau begeisterte die Donaueschinger Leistungsriege mit zackigen Tänzen die Zuschauer.
In die 70er Jahre wurde das Publikum mit der Sendung „Der siebte Sinn“ versetzt und gab Ratschläge, wie Mann und Frau sich beim Autofahren im Straßenverkehr zu verhalten haben. Dann gab es einen Sprung ins Jahr 2025 und zu sehen war, wie heute die Fahrzeuge durch de Kurstadt rollen. Auf der Leinwand erschien auch Bürgermeister Jonathan Berggötz und mahnte die Kraftfahrer zu rücksichtsvollem Verhalten. Diese Programmnummer stammte von der Gemeinschaftsproduktion unter der Leitung von Andrea Greguric.
Dunkle Gestalten
Dunkle Gestalten jagten über die Bühne, vor denen sich das Stadtoberhaupt in Sicherheit bringen musste. Letztendlich wurden die Seile geschwungen, über diese die Gruppe Rope Skipping unermüdlich sprangen, die Leitung hatten die Akteure selbst.
Mit einem zunächst zarten, dann temperamentvollen Tanz führten die Urviecher Dancers unter der Leitung von Elke und Lena Fischer in die 80er Jahre. Artistischer Leistungen präsentierten mit Feenzauber in einer Waldlichtung Vanessa Karrer und Clemens Jäckel. In den Wilden Westen führten die legendären Frauen von Elli’s Group unter der Regie von Elli Karrer.
Tanzender Al Capone
Als glücksbringende Schornsteinfeger ließ die Löffinger Stuhlgäng dem staunenden Publikum den Atem anhalten. Auf einer großen Leiter zeigten sie waghalsige Darbietungen, einstudiert von Markus Zepf. Nicht fehlen zum Motto durfte die tanzende Gangster Legende Al Capone unter der Leitung von Manuela Laufer.
Mystisch wurde es, als ägyptische Götter dem Fluch der Anubis zu spüren bekamen. sportliche Leistungen erster Klasse wurden dabei von den TB Jumpers gezeigt, einstudiert von Stefan Karrer.
Der Abend endete mit einem Flashmob mit Kim Karrer und Alina Kienzler nach dem großen Finale und einem Riesenapplaus vom begeisterten Publikum.