Treffpunktin Villingen
: Wo sind die Männer im Café Dunant?

Seit drei Jahren gibt es jetzt das Café Dunant, davon zwei Jahre in „Zur Hoorige Katz“, der früheren Altentagesstätte am Romäusturm in Villingen.
Von
Willi Zimmermann
Oberndorf
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An diesem Tag ist viel los. Das Helferteam des Café Dunant in Villingen hätte nichts dagegen, wenn es öfters so wäre.

Willi Zimmermann

Der Start in der damals ausgehenden Corona-Zeit war kein einfaches Unterfangen, aber es kommen zwischenzeitlich doch ein paar Leute mehr, als in der Anfangszeit, wenn auch sehr unregelmäßig, war vom ehrenamtlichen Helferteam zu erfahren.

Jeden Mittwoch ist das Café Dunant im Katzenstüble von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet, ohne Sommerpause von Aschermittwoch bis Silvester. Die übrige Zeit wird das Stüble vollständig vom hoorige Fasnetsgoascht in Beschlag genommen, so ist es ausgemacht.

In erster Linie sind es verschiedene Gruppen, die regelmäßig kommen, oder zumindest einmal im Monat.

Interessante Vorträge

Außerdem finden mehrfach in Abständen Veranstaltungen zu verschiedenen Themen, wie zum Beispiel Enkeltrick durch die Polizei statt, es gibt aber auch musikalische Unterhaltungen. Zu Vorträgen wie Vorsorge- und Patientenverfügung kämen auch jüngere Leute um die 50, möglicherweise weil sie Eltern in vorgerücktem Alter haben, vermutet man im Team.

Ein Besucherplus

Daher kamen im letzten Jahr im Schnitt an allen 42 Öffnungstagen rund 20 (gegenüber 14 im Jahr zuvor) Gäste pro Tag. Also durchaus ein Erfolg, aber man vermisst Einzelgäste, denn für solche würde man gerne Kontakte untereinander vermitteln.

Ist mal keine Veranstaltung an einem Öffnungstag, so sieht es ganz anders aus, da verlieren sich schon mal höchstens fünf Gäste in den Räumlichkeiten.

In Facebook

Vertreten ist das Café Dunant auch in Facebook. Aber in der Zielgruppe des Cafés sind die meisten nicht im Internet aktiv. Vielleicht geben User doch Informationen an ältere Menschen im Bekannten- und Verwandtenkreis weiter, kann es sich das Helfer-Team vorstellen.

Mehr Frauen

Betrachtet man sich als Außenstehender die Gästeschar, so fällt auf, dass in erster Linie die „Mädels“ das Begegnungsangebot annehmen, ein Kerle ist höchstens als Begleiter seiner Holden dabei, was auch vom Dunant-Team bestätigt wird.

Jetzt könnte man natürlich spekulieren, warum dem so sein könnte. Sind die Männer etwa durch Beruf, Vereinswesen und ähnlichem anders sozialisiert, dass sie sich im Alter noch im Umfeld des früheren Milieus bewegen?

Fünf Ehrenamtliche

Auf diese Frage sei schon die Antwort gekommen, dass sie sich auch mit 75 noch nicht so alt fühlen, um so irgendwohin zu gehen, kam es schmunzelnd aus dem Helfer-Team.

Manche Leute würden auch etwas zögern, weil es eine „Vereinskneipe“ sei, die vom Roten Kreuz und von der Katzenmusik. Aber dieses Problem hätten andere Vereine ja auch. Und der Begriff Altentagesstätte wie früher benutzt, das gehe heute gar nicht mehr, das klinge wie abgeschoben.

Zurzeit arbeiten fünf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Café Dunant. Mit den Trinkgeldern, die das Team von den Gästen 2024 bekam, erwarb man für das Helferteam einen Anteilschein am neuen DRK-Einsatzgruppenfahrzeug.

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