Trachtenverein aus Niedereschach: Seit 30 Jahren paddeln sie auf der Moldau

Ein Fluss, ein Freundeskreis und drei Jahrzehnte voller unvergesslicher Erinnerungen – das ist das Vermächtnis dieser Reise. Unser Bild zeigt (von links): Jochen Scholder, Elia Glatz, Alwin Rist, Jörg Glatz, Hansi Lindinger, Jürgen Lenz, Andreas Veit, Rainer Storz, Moritz Storz, Rainer Asal, David Storz, Oliver Reiser, Ben Lindinger, Anton Huber, Moritz Rist, Paul Dinter, Nico Maser, Stefan Storz.
Albert BantleEin runder Geburtstag auf dem Wasser: Seit drei Jahrzehnten paddeln die Freunde des Trachtenvereins Reckhölderle (TVR) aus Niedereschach im Zweijahrestakt auf der Moldau in Tschechien.
Dahinter verbirgt sich eine Tradition, die 1995 mit sechs abenteuerlustigen Männern begann. Damals startete die Premierenfahrt im Böhmerwald bei Lenora, wo die Moldau ihren Ursprung hat. Seitdem führt die Route, als echtes Naturlebnis, durch idyllische Landschaften, vorbei an mittelalterlichen Städten wie Rožmberk und Krumlov bis hinter Budweis.
Vom Alltag Abschalten
„Die Moldau ist mehr als ein Fluss, sie ist für uns ein Abschalten vom Alltag “, sagt Stefan Storz vom TVR. Im Vorfeld gab es wieder viel zu organisieren. So mussten vor der Tour die Boote, die Tourroute und die Campingplätze organisiert werden. Ausrüstung, Zelte und Verpflegung wurden in wasserdichten Säcken verstaut und sicher auf den Kanus verzurrt. Übernachtet wurde abenteuerlich am Flussufer oder in einfachen Hütten.
Neben dem Paddeln steht jedoch das gemeinsame Miteinander im Mittelpunkt: Abende am Lagerfeuer, gemeinsames Kochen, tschechisches Bier und Geschichten von früher sind für Trachtenfreunde dabei die wahren Highlights.
Ein besonderer Höhepunkt jeder Reise ist die Passage durch das Unesco-Weltkulturerbe Krumlov. „Wenn wir durch die Altstadt paddeln, scheint die Zeit stillzustehen“, schwärmt Storz.
18 Teilnehmer
In diesem Jahr genossen 18 Teilnehmer das 30-jährige Jubiläum der Tour. Dies waren mehr als je zuvor. Für die Männer ist klar: Solange die Moldau fließt und ihre Boote trägt, wird diese Tradition weiterleben.