Tempo 30 in Dauchingen
: Autos sollen künftig langsamer fahren – nicht nur in Wohngebieten

Den Stein ins Rollen gebracht hatte die Bürgerinitiative „Tempo 30“. Jetzt hat sich der Gemeinderat Dauchingen mit dem Thema der Verkehrsberuhigung befasst. So haben die Räte entschieden.
Von
Rainer Bombardi
Dauchingen
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Geislingen, Weilerstraße, Tempo 30-Schild

Tempo 30 ist Thema in Dauchingen. Der Gemeinderat hat die weiteren Schritte beraten. (Symbolfoto)

Markus Sontheimer
  • Dauchingen plant Tempolimits: Der Gemeinderat leitet Schritte zur Verkehrsberuhigung ein.
  • Eine Bürgerinitiative hatte den Anstoß gegeben und auf Empfehlungen des Landes verwiesen.
  • Eine Sonderverkehrsschau soll beantragt werden – möglichst vor oder kurz nach den Sommerferien.
  • Tempo 30 auf Hauptstraßen ergibt laut Landratsamt nur Sinn mit 30er-Zonen in Nebenstraßen.
  • Im Rat gab es Zustimmung: Erst Fakten durch die Verkehrsschau, dann Beschlüsse zu Tempo 30.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Dauchingen ist bislang noch keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde umgesetzt. Doch nach einer geänderten Rechtslage im Bereich der Straßenverkehrsordnung sprechen viele Voraussetzungen dafür, dass die Zeiten ohne Reduzierung der Geschwindigkeit bald der Vergangenheit angehören.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte eine Bürgerinitiative „Tempo 30“, deren Sprecher Marcel Kübler darauf verwiesen hatte, dass die Geschwindigkeitsreduzierung an den Hauptstraßen, Fußgängerüberwegen, bei Schulen, Kindergärten und Spielplätzen vom Land explizit empfohlen wird.

Hauptamtsleiter Andreas Krebs zitierte aus einem Schreiben an die Gemeinde, in welchem das Landratsamt die Voraussetzungen für die Anordnung von Tempo 30 entlang der sogenannten klassifizierten Straßen wie den Ortsdurchfahrten umfassend erläuterte.

Nur so macht Tempo 30 Sinn

Dabei erwähnte die Behörde, dass dort eine Reduzierung nur Sinn ergibt, wenn in den angrenzenden Nebenstraßen und Wohngebieten ebenfalls eine Tempo-30-Zonen-Regelung getroffen ist.

Um hinsichtlich der Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den örtlichen Straßen einen Schritt weiterzukommen, beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, eine Sonderverkehrsschau beim Straßenverkehrsamt zu beantragen und das Ergebnis in einer der nächsten Sitzungen vorzustellen.

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Nach Möglichkeit soll diese im Beisein der Polizeibehörde, des Regierungspräsidiums und aller weiteren dafür zuständigen Gremien zeitnah, nach Möglichkeit noch vor oder kurz nach den Sommerferien, stattfinden. Bürgermeister Torben Dorn informierte, dass die Einladung zur Sonderverkehrsschau zudem an alle Gemeinderatsmitglieder geht.

Der Gemeinderat legte mit seinem Beschluss den Grundstein, dass Tempo 30 in Nebenstraßen wie dem Lärchenweg mit Eingängen zur Schule, Festhalle und Post keine Utopie bleiben muss. Foto:

Der Gemeinderat legte mit seinem Beschluss den Grundstein, dass Tempo 30 in Nebenstraßen wie dem Lärchenweg mit Eingängen zur Schule, Festhalle und Post keine Utopie bleiben muss.

Rainer Bombardi

„Wir machen den zweiten vor dem ersten Schritt“, wunderte sich Günter Klotz (UB), dass die Abstimmung über die grundsätzliche Einführung von Tempo 30 und vor allem eine derartige Regelung in den Wohngebieten und auf den Nebenstraßen nicht vorab erfolgt.

Mathias Schleicher (CDU) war der Ansicht, dass es besser ist, vor der Einführung von den Behörden zu erfahren, was möglich ist und was nicht. „Wir müssen die Fakten kennen“, stimmte auch Andreas Lorenz (UB) zu, dass eine Verkehrsschau alle notwendigen Erkenntnisse ergibt, um die entsprechenden Beschlüsse zu fassen.

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Gemäß Frank Merten (UB) ist die Vorgabe eindeutig: Eine 30er-Regelung auf den Ortsdurchgangsstraßen bedingt eine angepasste Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Nebenstrecken. Jürgen Laufer (FW) war ebenfalls der Meinung, mit dem einstimmigen Beschluss das weitere Vorgehen hinsichtlich der Einführung von Tempo 30 vorgegeben zu haben.