Tausende Maschen für den guten Zweck: Charity-Aktion soll Weltrekord knacken – eine Schwenninger Einzelhändlerin ruft auf

Rosemarie Müller von der gleichnamigen Wollstube in Schwenningen freut sich, dass die Charity-Aktion vom anhaltenden Stricktrend profitiert. Die bisher gesammelten Sockenpaare leitet sie jetzt an den Großhändler weiter.
Mareike Kratt- Charity-Aktion „Auf die Socken, fertig, Weltrekord!“ sammelt handgestrickte Socken.
- Ziel sind mindestens 36 000 Paare, die an Hilfsstellen in DACH gespendet werden.
- Sammelzeitraum: von März 2026 bis März 2027 – Abgabe in über 100 Sammelstellen.
- In Schwenningen sammelt die Wollstube Müller, bisher kamen dort 160 Paare zusammen.
- Der Rekordversuch ist Anfang April für das Swiss Yarn Festival geplant.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die Halbzeit ist bereits herum beim großen Strickwettbewerb, der einen neuen Weltrekord aufstellen soll: Waren es bisher 35 500 Paar selbst gestrickte Socken, die den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft haben, sollen es beim neuen Versuch mindestens 36 000 Paar werden.
Ein Jahr lang, von März 2026 bis März 2027, darf also gestrickt werden, was das Zeug hält. Denn das Organisationsteam rund um die beiden Autorinnen aus dem süddeutschen Raum, Susanne Oswald und Veronika Hug, die unter dem Titel „Auf die Socken, fertig, Weltrekord!“ das passende Buch verfasst haben, verfolgt beim Rekordversuch einen guten Zweck: Die warmen Wollsocken sollen danach an Kälte- und Hilfsbusse sowie an stationäre Hilfsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gespendet werden.
„So etwas muss es auch in Schwenningen geben"
Von der Idee überzeugt ist auch die passionierte Strickerin und Inhaberin der Schwenninger Wollstube, Rosemarie Müller. Ihr Geschäft ist im Internet als Sammelstelle für den Socken-Wettbewerb gemeldet. „So etwas muss es auch hier in Schwenningen geben“, habe sie sich damals sofort gedacht, als sie vom Wettbewerb gehört hatte. Stricken liege derzeit ohnehin wieder mehr im Trend.
Dank Mundpropaganda, aber auch durch den Zeitungsartikel unserer Redaktion habe sich der Aufruf schnell verbreitet. Seither kommen regelmäßig eifrige Strickerinnen vorbei, um die Socken in verschiedensten Farben für die Aktion zur Verfügung zu stellen, auch etwa aus Donaueschingen. 160 Paare seien innerhalb des halben Jahres gespendet worden, freut sich Rosemarie Müller, die mit 100 Paaren insgesamt gerechnet hatte. „Und die kalte Jahreszeit, die mehr zum Stricken animiert, kommt erst noch“, blickt sie hoffnungsvoll auf die kommenden Monate.
Um wieder Platz in ihrer Wollstube zu schaffen, ist die Einzelhändlerin froh, die großen Tüten mit den bisher gesammelten Socken jetzt an ihren Großhändler in Waldshut abgeben zu können, der ebenso Mitinitiator der Aktion ist.
Wollstube Müller besteht seit mehr als 40 Jahren
Bereits seit 1983 betreibt Müller ihre Wollstube – also „seit die Muslen besteht“. Mittlerweile sei sie außer dem Götz-Outlet vis-à-vis die einzige Händlerin, die von Anfang an mit dabei ist und tapfer gegen das Ladensterben ankämpft.
Mit Leidenschaft sei sie schon immer bei der Sache gewesen und freut sich, dass die Strick-Handarbeit „wieder in aller Munde ist“. Ihr Know-how gibt Rosemarie Müller unter anderem im regelmäßig stattfindenden Stricktreff in der Stadtbibliothek weiter. Ans Aufhören denkt die Schwenningerin also noch lange nicht. „Ich fühle mich fit und habe zum Glück noch eine Aufgabe.“
Der Weltrekordversuch
Über 100 Sammelstellen bei Fach- und Buchhändlern nehmen handgestrickte Socken (mindestens Größe 40, als Paar zusammengeheftet) bis März 2027 entgegen. In Schwenningen können sie in der Wollstube Müller, In der Muslen 11, abgegeben werden. Der Weltrekordversuch ist Anfang April für das Swiss Yarn Festival geplant.
Begleitend gibt es den Ratgeber „Auf die Socken, fertig, Weltrekord!“ von Susanne Oswald und Veronika Hug mit 20 Sockenmodellen und einem Grundlagenteil, der es zwischenzeitlich in die Spiegel-Bestsellerliste in der Kategorie Ratgeber Hobby und Kreativität auf Platz vier geschafft hat.

