Tatserie in Tuttlingen: Mutmaßlicher Intensivtäter soll immer wieder brutal zugeschlagen haben

Der Angeklagte soll auch eines der Opfer mit dem Tode bedroht und dabei ein Messer genutzt haben. (Symbolbild)
Imago- Prozess in Rottweil: Ein 19-Jähriger steht wegen einer Tatserie in Tuttlingen vor Gericht.
- Vorgeworfen werden Taten zwischen Mai 2025 und März 2026, teils mit erheblicher Gewalt.
- Fälle umfassen Raub, Körperverletzung, Bedrohung mit Messer und Einsatz von Reizstoff.
- In einem Café soll er den Betreiber am Boden weiter attackiert und 200 Euro entwendet haben.
- Der Angeklagte wurde im April 2026 festgenommen und sitzt in U-Haft – Unschuldsvermutung gilt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Mensch geht nach heftigen Schlägen bewusstlos zu Boden. Doch der Angreifer soll dem bereits am Boden liegenden Opfer noch gegen den Brustkorb getreten haben. Es ist einer der schwersten Vorwürfe in einer Serie von Straftaten, die sich vor allem in Tuttlingen ereignet haben soll.
Verantworten muss sich dafür ab Donnerstag, 17. September, ein 19-Jähriger vor dem Landgericht Rottweil. Nach Angaben des Gerichts werden dem Heranwachsenden Taten zwischen Mai 2025 und März 2026 vorgeworfen. Die Anklage reicht von Diebstählen und Körperverletzungen bis zu besonders schwerem Raub.
Der eingangs beschriebene Angriff soll sich im Mai 2025 in Tuttlingen ereignet haben. Im August habe der Angeklagte einem weiteren Menschen mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Anschließend soll er sein Opfer mit einem Messer mit dem Tode bedroht und dessen Mobiltelefon gefordert haben. Der Bedrohte konnte jedoch fliehen. Einen Monat später soll der 19-Jährige einer anderen Person Reizstoff ins Gesicht gesprüht haben, um an deren Wertgegenstände zu gelangen.
Besonders heftig soll auch ein Angriff in einem Tuttlinger Café verlaufen sein. Als der Betreiber den Angeklagten und dessen Begleiter aus dem Lokal weisen wollte, sollen sie auf ihn eingeschlagen und eingetreten haben. Selbst als der Mann bereits am Boden lag, sollen sie weitergemacht haben. Währenddessen soll der 19-Jährige 200 Euro und weitere Wertgegenstände an sich genommen haben.
19-Jähriger mehrere Monate auf der Flucht
Im März 2026 soll der Angeklagte zudem gemeinsam mit einem Mittäter versucht haben, einem Menschen einen Rucksack zu entreißen. Dabei habe er mehrfach auf das Opfer eingeschlagen und an dem Rucksack gezerrt. Wenig später soll er erneut eine Person geschlagen und getreten haben. Am darauffolgenden Tag habe er eine ungeladene Schreckschusswaffe bei sich getragen.
Weitere Vorwürfe betreffen einen Angriff auf einen Sicherheitsmitarbeiter in Immendingen sowie Diebstähle aus Fahrzeugen, einer Wohnung und mehreren Geschäften. In Villingen-Schwenningen soll sich der tunesische Staatsangehörige ohne gültigen Aufenthaltstitel aufgehalten haben.
Der Angeklagte war über Monate auf der Flucht und wurde im April 2026 festgenommen. Er sitzt seither in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage vorgesehen. Das Landgericht Rottweil hat 27 Zeugen, einen psychiatrischen Sachverständigen und zwei Dolmetscher geladen. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.