Tännlegeister Tuningen: Neue Hästräger aufgenommen

Abstauben bei den Tännlegeistern in Tuningen.
Erich BiebersteinBevor es jedoch zum tatsächlichen Abstauben ging, mussten sich alle aktiven Hästräger der strengen Kontrolle unterziehen.
Akribisch untersuchten Niko und Uwe Bioni jedes einzelne Kleidungsstück und die Scheme. Abgerissene Stoffecken und Glocken mussten in den letzten Wochen angenäht werden, alles gereinigt und auch die ein oder andere Ecke mit kleinen Brandflecken ausgetauscht werden.
„Wir nehmen die Kontrolle ernst, schließlich wollen wir uns in der Öffentlichkeit in einem optimalen Bild präsentieren“. so die beiden Häskontrolleure. Vor dem Heimatmuseum versammelten sich dann alle Narren. und der Tännlegeist wurde auf der Trage herbeigebracht.
Häs muss in Schuss sein
Zunftmeister Thomas Hütter verlas dann das traditionelle Gedicht des Geistes aus dem Haldenwald, und nach einigem Wedeln reckte und streckte sich der Tännlegeist, und ringsum strömten dann weitere Narren herbei bis das kräftige „Tännle-Geister“ ertönte und somit die Fasnet 2026 offiziell eröffnet war.
Zwei neue Hästräger wurden aufgenommen: Christine Kilgus und Laurin Ulricht haben ihr Probejahr erfolgreich gemeistert und wurden nun als weitere Hästräger aufgenommen. Hierzu mussten sie den Treueschwur sprechen, aber auch unter lautstarker Unterstützung den Zaubertrank trinken. Danach wurde in den Zunfträumen im Hasen bis in die Nacht gefeiert, wo DJ Micha kräftig einheizte. Bereits am Samstag sind die Tuninger Narren beim Zunftball der Narrenzunft Möhringen mit dabei, danach geht es Schlag auf Schlag auf die verschiedensten Umzüge und Bälle in der Region.
Schlag auf Schlag
Im Ort wird am schmotzigen Donnerstag gefeiert. Dort wird um zwölf Uhr das Rathaus gestürmt, und die komplette Rathausbesetzung wird zusammen mit dem Rathausschlüssel in die Festhalle zur Kinderfastnacht geführt.
Dort wird sich Bürgermeister Ralf Pahlow behaupten müssen, aber bekanntlich verliert er das Rededuelle und muss den Schlüssel an die Narren übergeben. Die Abendveranstaltung in der Festhalle der beiden Vorjahre hat sich nicht bewährt, dieses Jahr wird man wieder auf eine kleinere Veranstaltung im kompletten Hasen setzen.
Der 33. Geburtstag
Im nächsten Jahr hat die Narrenzunft Großes vor, dort soll das 33-jährige Bestehen gefeiert werden. Hierzu soll die Festhalle wie auch ein großes, angrenzendes Partyzelt genutzt werden und vor der Festhalle soll ein kleines Narrendorf entstehen.
„Wir haben jetzt bereits Zusagen von verschiedenen Zünften aus der Region, obwohl wir noch gar keine offiziellen Einladungen verschickt haben“, erklärt der Vorsitzende Thomas Hütter. Das wird eine große Jubiläumsparty, und man geht von einem komplett ausverkauften Haus aus.