Südwest-Messe mit positiver Bilanz: Plattform für Innovation und Austausch in Schwenningen

Zufrieden zeigten sich die Aussteller zum Abschluss der Südwest-Messe mit den Kundenkontakten und den Ergebnissen.
.Die wirtschaftlichen Herausforderungen scheinen weitestgehend unverändert. Im Vergleich zum Vorjahr positionierten sich jedoch vermehrt Optimisten bei der Südwest-Messe in Schwenningen.
Die Geschäfte liefen gut: Über drei Viertel der Aussteller bewerteten ihre Ergebnisse als positiv, teilt die Südwest Messe-und Ausstellungs-GmbH (SMA) mit. Das war das Ergebnis der Umfrage, an der mehr als die Hälfte der Aussteller teilgenommen hatte. 82 Prozent meldeten gute Aussichten auf das Nachgeschäft. Ebenso erfolgreich wurden neue Kunden gewonnen, bestehende Kontakte gepflegt und intensive Gespräche geführt.
Sichtlich erfreut waren viele Aussteller über das rege Besucherinteresse auf Süddeutschlands bedeutender Regionalmesse. An den neun Messetagen rund 66.000 Besucher die Südwest Messe besucht (Vorjahr: 63.500).
Insbesondere bei Energie und Nachhaltigkeit hörten Besucher genau hin. „Alternative Heizsysteme und zukunftsfähige Energieversorgung gewinnen zunehmend an Bedeutung“, beobachtete Jan Goschmann, Geschäftsführer der SMA. „Auf der Südwest-Messe können die Produkte miteinander verglichen und persönliche Beratungsgespräche geführt werden“, ergänzte Messeleiter Tobias Ertl.
Nachhaltigkeit bleibt ein Dauerbrenner
Die Aussteller freuten sich über viele Kontakte – Besucher nahmen sich Zeit für Unterhaltungen und Fragen. Teilweise konnten Folgetermine vereinbart werden, freute sich unter anderem Hodapp Metallbau. „Auch über die Region hinaus war die Nachfrage groß. Wir freuen uns auf die Gespräche nach der Messe“, so die Firma Kienzler. Ein Dauerbrenner bleibt die Nachhaltigkeit: Erstmals vertreten, zeigte sich Lieblingskaffee aus Freiburg zufrieden mit dem Verkauf ihres Qualitätskaffees mit nachhaltiger Verpackung.
Während einige Unternehmen ihr Einzugsgebiet erweitern konnten, steigerten andere ihren Bekanntheitsgrad. Manch Interessierten sei erst durch die Messe bewusst geworden, dass bestimmte Unternehmen aus der Region stammen. Andere Aussteller wieder bleiben im Gedächtnis: „Selbst Jahre später kommen Kunden zu uns, weil sie sich aufgrund der Teilnahme an der Südwest-Messe an uns erinnern“, berichtete die Firma Konrad Hog.
Informationen und Tipps vermittelt
Wie bedeutend eine Präsenz ist, wusste auch Firma SSM Schneider: „Mit bestehenden Kunden findet ein relevanter Austausch statt, daher ist es wichtig, dass uns unsere Kunden immer wieder finden.“
Neun Tage lang wurden Informationen und Tipps vermittelt, ob beim Polizeipräsidium Konstanz oder bei der Deutschen Bundesbank. Gut besucht waren die Vorträge im Forum. Kulinarisch war reichlich was geboten: Die Kochshow erfreute sich großer Beliebtheit. Positiv angenommen wurde das neue und modern gestaltete Restorama.
Mit VR-Brille und Controllern entdeckten Besucher digitale Welten
Ob Gartenfestspiele, Kinderland, Bewegungsparcours oder RETRO.active: Actiongeladene Spiele brachten alle Generationen zum Strahlen. Ein Erlebnis war auch die Sonderschau #Press Start #Be Future: Mit VR-Brille und Controllern konnten digitale Welten aktiv entdeckt werden. Auch das Thema Inklusion fand großen Anklang: So freute sich ein Zwölfjähriger mit Handicap sichtlich, als er mit einer inklusive Gitarre musizieren konnte. Eine Besucherin mit Behinderung kam mehrfach auf die Messe und steuerte direkt die Gitarre an. Nach langem Verzicht eröffnete ihr das Instrument die Möglichkeit, wieder Musik zu machen. Diese bewegenden Momente zeigten, wie wichtig barrierefreie Angebote an zugänglichen Orten wie Messen sind und sorgten bei allen für „Gänsehautmomente“, beschrieb Dirk Werner von The Virtual Family.
An vielen Ständen standen neben dem Verkauf auch Austausch und Vernetzung im Fokus. Start-ups präsentierten Ideen und Geschäftsmodelle und knüpften Kontakte. Die Kreative SBH zog ebenfalls positive Bilanz: So berichtete das Team von einer Begegnung mit einem jungen Mädchen, für die bisher nur eine klassische Ausbildung als Zukunftsperspektive galt. Die Kreativen zeigten auf, dass auch kreative Berufe wirtschaftlich sind und berufliche Sicherheit bieten können. Diese Erkenntnis brachte ihr neue Denkanstöße. Genau das macht die Südwest Messe aus: Sichtbarkeit schaffen, Begegnungen ermöglichen und Menschen miteinander in den Dialog bringen.
Nächste Auflage dauert fünf Tage
Nach der Messe ist vor der Messe – die Vorbereitungen für 2027 laufen bereits. Die nächste Südwest Messe ist an fünf Tagen von Mittwoch 26. Mai, bis Sonntag 30. Mai.