Südwest-Messe in Schwenningen: Nicht nur der Auftakt hat neue Formate parat

Eine der Attraktionen für jüngere wie ältere Besucher ist der Südwest-Messe die Eisenbahnanlage der Modulbaugruppe Grenzenlos.
Martina ZieglwalnerVielzählig schlenderten die ersten Besucher schlenderten am Samstagmorgen bereits über das Schwenninger Messegelände, während rund ums neue Restorama, zentral am Eingang platziert, die SMA Südwest Messe- und Ausstellungs-GmbH Gäste aus Lokal- und Landespolitik, aus Wirtschaft und Gesellschaft der Doppelstadt zum offiziellen Stell-Dich-Ein geladen hatten.
Es liege etwas Besonderes in der Luft, das man seit dem Jahr 1976 kennen und lieben gelernt habe, sagte Oberbürgermeister Jürgen Roth. Denn die Südwest-Messe sei Begegnung, Gefühl, überhaupt etwas, was die Menschen aus VS und weit darüber hinaus anziehe.
Eine Nummer kleiner
Und um der einen oder anderen möglichen Kritik vorwegzugreifen, sprach Roth das indirekt an, was 2026 unübersehbar ist: kein Festzelt, kürzere Öffnungszeiten oder auch kein zweiter Redebeitrag bei der Eröffnung: Manches falle diesmal bewusst kleiner aus.
Warum? Weil sich auch so manches in den vergangenen Jahren verändert habe – die Welt, das Einkaufs- und Freizeitverhalten.
„Wir spüren die wirtschaftliche Realität“, sagt der Oberbürgermeister. Gleichbleibende Aussteller- aber sinkende Besucherzahlen: Mit diesem Phänomen hätten viele Messen zu kämpfen.
Der richtige Weg
Dabei gehe die hiesige Messegesellschaft den richtigen Weg, findet Roth: Sie denke die Messe anders, lege den Fokus auf Austausch, persönliche Gespräche und Beratung, Erlebnis und Innovation. „Die Messe zeigt nicht mehr die Produkte, sondern die Möglichkeiten“, sagt er etwa mit Blick auf die Sonderschau Infotainment, die vielfältige Technik zum Anfassen oder die zahlreichen Ideen für den Alltag präsentiert.
Der kleinere Rahmen habe nichts mit fehlender Bedeutung, sondern mit realistischer Vernunft zu tun. „Die Südwest-Messe bleibt nach wie vor das Schaufenster unserer Region“, betont Roth.
Musikalischer Rahmen
Gleichbleiben sollte aber der musikalische Rahmen: Vor Beginn spielt der Fanfarenzug der Narrenzunft Schwenningen in gewohnter Manier zusammen mit dem befreundeten Fanfarenzug der Glonki Gilde Villingen. Die rund 30 Mann starke Formation aus Bläsern und Trommlern ist auch später immer wieder an verschiedenen Orten auf dem Messegelände zu hören.
Und auch die Stadtmusik Schwenningen darf beim Messeauftakt nicht fehlen: Mit dem Stück „Impresano“ von Otto M. Schwarz sowie einem Arrangement der beliebten Filmmusik von Dirty Dancing rahmen sie unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Wolfgang Wössner die OB-Ansprache klanggewaltig ein. Nicht fehlen darf schließlich der schwungvolle Marsch „Südwest stellt aus“.
Der Rundgang
Anschließend informieren sich die Ehrengäste beim Rundgang an den unterschiedlichsten Ständen: Am Stand der Stadt kann man alles zu den in 2027 anstehenden Heimattagen erfahren, nebenan, beim Landratsamt, erklärt die Feuerwehr, was es braucht, um krisenfest zu sein.
Eisenbahnfans kommen bei der Modulbaugruppe Grenzenlos auf ihre Kosten. Deren Mitglieder kommen aus Deutschland, der Schweiz oder Luxemburg und lassen schon seit Anfang vergangener Woche aus verschiedenen Modulen eine riesige Modelleisenbahnlandschaft entstehen.
Die Kochshow
Profikoch und Großcaterer Carsten Duchow aus Donaueschingen verwöhnt die Besucher in verschiedenen Live-Kochshows kulinarisch, und die Mitglieder des Boxvereins Fight for life steigen regelmäßig in den Boxring, um ihr Können unter Beweis zu stellen.
Kunst zum Mitnehmen
In der Sonderschau Infotainment lässt der Streetart-Künstler Konstantin Viktor Müller auf einer riesigen Wand mithilfe von 70 verschiedenen Spraydosen ein Kunstwerk entstehen, von dem die Besucher sogar Bestandteile erwerben können: Denn das Kunstwerk bezieht auch Keilrahmen mit ein, die an der besprühten Wand hängen.