Streuobstpflege in Tuningen: So bringt man die Obstbäume erfolgreich in Form

Obstbaumpfleger Markus Grimm (Dritter von rechts), Vorsitzender Matthias Metzger und Kreisvorsitzender Hans Weber (rechts) freuten sich über das rege Interesse am Baumschnittkurs.
Erich BiebersteinDie Auftaktveranstaltung „Streuobstpflege“ im Kreisverband Tuttlingen für Obstbau, Garten und Landschaft fand auf der neuen Streuobstwiese statt.
Zahlreiche Besucher und Gartenbesitzer informierten sich über den richtigen Schnitt an ihren Bäumen, die richtigen Werkzeuge und die beste Vorgehensweise.
Der Kreisvorsitzende Hans Weber wie auch Obstbaumpfleger Markus Grimm zeigten sich hier als absolute Profis und es war regelrecht ein Aha-Erlebnis, zu erfahren, was man beim Schneiden der Bäume falsch machen kann oder wie es einfach richtig geht.
Nicht zu viel Vorsicht
„Gebt den Bäumen viel Licht, Triebe nach innen vermeiden und lieber mal einen Trieb mehr ab als zu wenig“ – so lauteten einige der Tipps. Bei den 15 Jungbäumen im Sieblegarten ging es um den Erstschnitt. Die drei Haupttriebe bleiben dran, im gleichen Abstand wurden diese zurückgeschnitten und mit einer Schnur nach innen fixiert, um dem Baum das Wachstum in die Höhe und nicht in die Breite zu geben. Zum Erstaunen vieler wurden die weiteren Äste größtenteils entfernt. Das sei die Grundlage für später, so Hans Weber. Am „Jubiläumsbaum“, welchen der Verein von der Gemeinde zum 100. Geburtstag bekommen hatte, wurde dies gezeigt.
Danach wurden sämtliche Bäume perfekt geschnitten und es wurden laufend Fragen gestellt, wie was zu tun ist und was man beachten muss. Geduldig erläuterten die Baumprofis alle offenen Themen und so konnte am Nachmittag jeder mit einem geballten Wissen nach Hause gehen. Vorab gab es noch ein vom Kreisverband gestiftetes Vesper.
Drainage und Beete gerichtet
Im Sieblegarten hat sich die letzten Monate einiges getan. Aufgrund des nassen Geländes wurde ein Drainagerohr eingelegt, die Wege wurden mit Hackschnitzel belegt und auch die Pflanzbeete für den Kräutergarten wie auch für die Beerensträucher stehen bereit. Überall sind bereits die ersten Vorboten aus der Blumenzwiebelaktion zu sehen, rund 2000 Tulpen, Narzissen, Krokusse und Schneeglöckchenzwiebeln wurden eingepflanzt und so erwartet die Tuninger in den nächsten Wochen ein buntes Blütenmeer. Hocherfreut zeigt sich der Verein über die große Resonanz der Tuninger Baumaktion.