Stress am Parkplatz
: 14,5 Millionen Euro für ein neues Parkhaus am Schwarzwald-Baar-Klinikum

Das Schwarzwald-Baar-Klinikum hat ein Parkplatz-Problem, vor allem für die Mitarbeiter. 1000 neue Stellplätze in einem Parkhaus sollen Abhilfe schaffen. Nun war der Spatenstich.
Von
Aleksandar Mitrevski
Schwarzwald-Baar-Kreis
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Den Startschuss des Bauprojekts macht der Spatenstich. Die Firma Goldbeck baut ein Parkhaus am Klinikum mit knapp 1000 Stellplätzen. Die Kosten: 14,5 Millionen Euro.

Aleksandar Mitrevski
  • Schwarzwald-Baar-Klinikum baut ein Parkhaus mit knapp 1000 Stellplätzen für Mitarbeiter.
  • Kosten: 14,5 Millionen Euro – finanziert aus Klinikmitteln, Parkgebühren und Landesförderung.
  • Start mit Spatenstich, Baubeginn im Herbst, Fertigstellung im Herbst 2027 geplant.
  • Elf Ebenen, schrankenloses System mit Kennzeichenerkennung, zwei Aufzüge, begrüntes Dach mit PV.
  • Interimslösung entsteht hinter dem Heizwerk; Ziel ist Entlastung der angespannten Parksituation.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein zugeparktes Besucherparkhaus, gefährliche Automanöver und Knöllchen für die Mitarbeiter: Die Parksituation am Schwarzwald-Baar-Klinikum ist von chaotischen Szenen geprägt. Für die knapp 3000 Mitarbeiter reichen die Parkplätze schlicht nicht aus.

Angemietete Flächen rund um die Klinik sind hierfür keine Dauerlösung. Und jetzt kommen ab dem 3. Dezember auch noch rund 200 weitere Mitarbeiter aus zwei Abteilungen hinzu – denn die Schließung des Klinikstandorts in Donaueschingen ist beschlossene Sache.

„Es gab keine Betriebsversammlung mehr ohne das Thema Parkplatz“, erklärt Matthias Geiser, Geschäftsführer des Klinikums. „Seit wir hier eingezogen sind, haben wir das Problem“, beklagt er, seitdem habe sich die Situation immer weiter verschärft.

Die Gründe? Es gebe zwar kein Wachstum bei der Zahl der Mitarbeiter, erklärt Geiser weiter. Es liege an der hohen Teilzeitquote. „Wir haben mehr Kollegen, obwohl es nicht mehr Stellen gibt.“ Und die Lösung? Die soll nun ein neues Parkhaus bringen.

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Rund 1000 Stellplätze auf elf Ebenen

Das Parkhaus bietet auf elf Ebenen – es ist um die 20 Meter hoch – und knapp 28.000 Quadratmetern Gesamtfläche Platz für etwa 1000 neue Stellplätze, schreibt das Klinikum in einer Mitteilung. Diese sollen ausschließlich den Mitarbeitern zur Verfügung stehen.

Das Parken läuft über ein schrankenloses System mit automatischer Kennzeichenerkennung. Zwei Aufzüge sollen den Zugang erleichtern. Das Dach wird zudem begrünt – zur Regenwasserrückhaltung – und mit PV-Anlagen ausgestattet.

Parkgebühren sollen das Parkhaus mitfinanzieren

Kostenstand des Projekts: 14,5 Millionen Euro. Eine stattliche Summe, die aus finanziellen Mitteln des Klinikums, den Parkgebühren der Mitarbeiter und einer Förderung des Landes refinanziert werden soll, schreibt das Klinikum weiter.

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Eine Visualierung des Parkhauses der Firma Goldbeck. Das Dach soll begrünt und mit PV-Anlagen ausgestattet werden.

Goldbeck

Im Herbst beginnen die Bauarbeiten, knapp ein Jahr später, im Herbst 2027, soll das Parkhaus fertiggestellt sein. Der eigentliche Bau des Parkhauses sei dabei nicht sehr zeitintensiv, meint Dominik Kaspar von der Baufirma Goldbeck.

Die große Herausforderung sei die Erschließung. So müssten etwa Elektroleitungen umverlegt werden. Während der Bauzeit soll auch ein Interimsparkplatz hinter dem Heizwerk als Ausgleich aufgebaut werden.

Auch Auswirkung auf die Patientenversorgung?

Mit dem Spatenstich ist der erste Grundstein schon symbolisch gelegt. Bei der Veranstaltung auf dem Noch-Parkplatz war viel Prominenz vor Ort: Landrat Sven Hinterseh, der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Braun, Stadträte und Klinik-Vorsitzende.

Oberbürgermeister Jörg Roth spricht dabei von mehr als nur einem symbolischen Spatenstich, von keiner kleinen Investition. „Der heutige Tag ist auch ein wichtiges Signal“, betont er, „dass wir bereit sind, diesen wichtigen, zukunftsorientierten Schritt zu gehen.“ Er verspricht sich ein entspannteres Klinikpersonal – und dadurch auch besser versorgte Patienten.