Stillstand in Schura: Deshalb stockt die Sanierung der Kellenbachschule

Die Kellenbachschule Schura ist nach beinahe einem halben Jahrhundert Schulbetrieb sehr in die Jahre gekommen. Doch die geplante Generalsanierung lässt aufgrund fehlender Daten des beauftragten Planungsbüros noch auf sich warten.
Ingrid KohlerVor einem Jahr hieß die Schlagzeile „Kellenbachschulsanierung rückt näher“, doch damit wird es wohl noch längere Zeit nichts.
„Im Moment gibt es keine neuen Erkenntnisse“, erklärte Ortsvorsteher Wolfgang Schoch, der schon längst das Ergebnis der Planung und die Berechnung der Gesamtkosten der Generalsanierung vorstellen wollte.
„Leider liegen dem Hochbauamt der Stadt Trossingen selbst noch keine Gutachten und Kosten hinsichtlich der Generalsanierung vor“, so Schoch.
Warten auf Gutachten
Das entsprechende Planungsbüro habe die erforderlichen Daten noch nicht geliefert, obwohl die Planungskosten bereits im Haushaltsplan 2024 eingestellt waren. „Erst wenn Gutachten und Kosten vorliegen und geprüft sind, kann die Stadt Trossingen die zur Generalsanierung notwendigen Fördermittel beantragen“, so Schoch. Und erst wenn diese bewilligt sind, könne mit den Maßnahmen begonnen werden.
Bereits im Januar 2020 habe man auf eine Generalsanierung der Kellenbachschule hingearbeitet und gedrängt. „Erhalten haben wir bislang den überdachten Fahrradabstellplatz bei der Kellenbachhalle“, so der Ortsvorsteher. So wird wohl im kommenden Jahr das 50-jährige Bestehen der Kellenbachschule im aktuellen desolaten Zustand gefeiert werden. Der grüne Teppichboden, der im Foyer seit 50 Jahren nie erneuert wurde, wird sicherlich bei vielen Gästen Erinnerungen wecken. Der Ortsvorsteher ist aber zuversichtlich, dass er bis zum Jubiläum der Elternschaft positive Nachrichten über die Sanierung zukommen lassen kann. Im Rahmen einer Dorfbegehung wird sich der Ortschaftsrat in Kürze ein Bild von der Kellenbachschule machen.
Musterbilder für die Halle
Etwas jüngeren Baudatums, nämlich aus dem Jahr 1989, ist die zugehörende Kellenbachhalle, die so Wolfgang Schoch „jeden Tag nahezu voll ausgebucht ist“. Schulklassen und Vereine, überwiegend die Turngemeinde Schura haben dort ihre sportliche Heimat. „Das ist gut so, bringt aber auch einen Regelungsbedarf mit sich“, so Schoch.
In den Geräteräumen sei es sehr eng geworden, da jede Sportart ihre eigenen Geräte und Besonderheiten habe. „Schwere Metallstangen auf den Matten und querstehende Geräte haben uns veranlasst, nicht zuletzt um Unfälle zu verhüten, eine neue Ordnung hineinzubringen“, erläuterte Schoch.
Der Hausmeister hat in Absprache mit ihm große Musterbilder anfertigen lassen „damit jeder weiß, was nach dem Training wo wieder hingehört“. Jeder sei nun aufgefordert, alles wieder fachgerecht zu verstauen, so Schoch.