Spektrum-Sommer in Schwenningen
: Vorhang auf für das letzte Kakerlaki-Abenteuer

Das Ferienprogramm im Schwenninger Jugendhaus war gefragt. Beim Abschluss des Spektrum-Sommers zeigten Ferdinand und Beppo noch einmal, was sie seit 1989 auszeichnet: Clownerie mit Charme, Improvisation und viel Nähe zum Publikum. Nach der Sommertour endet eine Ära.
Von
Jochen Schwillo
VS-Schwenningen
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Mit einem tollen Programm verabschiedeten sich die beiden Kakerlaki-Clowns Uwe Spille und Roland Kurz (rechts) bei ihrem Auftritt im Jugendhauspark von ihrem Schwenninger Publikum.

Mit einem tollen Programm verabschiedeten sich die beiden Kakerlaki-Clowns Uwe Spille und Roland Kurz (rechts) bei ihrem Auftritt im Jugendhauspark von ihrem Schwenninger Publikum.

Jochen Schwillo
  • Kakerlaki-Clowns verabschiedeten sich beim Spektrum-Sommer im Schwenninger Jugendhaus.
  • Letzter gemeinsamer Auftritt nach 37 Jahren – Finale am 15. November in der Scheuer in Villingen.
  • Stil prägte die Region: Clownerie mit Nähe zum Publikum, Improvisation und Herz.
  • Uwe Spille macht als Ferdinand solo weiter, Roland Kurz legt Beppo ab.
  • Ferienprogramm war trotz großer Hitze gut besucht, unterstützt von der Freizeitwerkstatt des Lions Clubs.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

37 Jahre lang begeisterte das Kakerlaki‑Clownstheater sein Publikum. Nun heißt es für Uwe Spille, der als Zirkusdirektor Ferdinand auftritt, und Roland Kurz, bekannt als Clown Beppo, Abschied nehmen. Ihren letzten gemeinsamen Auftritt hatten die beiden beim Abschluss des Spektrum-Sommers im Schwenninger Jugendhaus. Nach der Sommertour durch mehrere Schwarzwaldgemeinden soll am 15. November in der Scheuer in Villingen endgültig der Vorhang für die Kakerlakis fallen.

Über viele Jahre waren die beiden Clowns regelmäßig im Schwenninger Jugendhaus Spektrum zu Gast und sorgten dort immer wieder für Begeisterung. So auch am Freitagnachmittag. Die Kakerlakis spielten nicht nur für ihr Publikum, sondern mit ihm – ein Markenzeichen, das ihren Stil seit Jahrzehnten prägt.

Sie verwandelten den Jugendhauspark in eine kleine, fröhliche Welt, in der Selbstironie, Charme und spontane Interaktion den Ton angaben. Besonders die Kinder wurden sofort einbezogen. Die Mischung aus kindlichem Übermut, feiner Ironie und direkter Publikumsansprache schuf eine Atmosphäre, die man erlebt haben musste.

Kakerlaki‑Clownstheater verbindet Humor mit Herz

Der Auftritt zeigte einmal mehr, warum das Kakerlaki‑Clownstheater seit Jahren fester Bestandteil der regionalen Kulturszene ist: Es verbindet Humor mit Herz, Improvisation mit Botschaft und schafft Momente, die gleichzeitig albern, liebevoll und überraschend sind.

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Was einst mit kleinen Auftritten begann, entwickelte sich ab 1989 zu einem festen Programm. Die Kakerlakis wurden zu einer verlässlichen Größe in der regionalen Kleinkunst. Nun schließt sich der Kreis, weil sie ihr Programm zeigen, mit dem sie einst angefangen haben.

Jahre voller Auftritte und Begegnungen

Für Roland Kurz stand früh fest, dass die aktuelle Saison seine letzte sein würde. „Es war für mich einfach der richtige Zeitpunkt“, sagte er. Als er Uwe Spille davon erzählte, war schnell klar, dass auch für ihn der Moment gekommen ist, die gemeinsame Zeit als Kakerlakis zu beenden. Nach über 37 Jahren voller Reisen, Proben, Auftritte und Begegnungen sei der Entschluss zwar nicht leicht gefallen, aber richtig.

Die beiden blicken auf eine lange, intensive Zeit zurück – auf unzählige Vorstellungen, auf die Mühen hinter den Kulissen und auf die vielen Menschen, die sie begleitet haben. Im Jugendhaus zeigten sie noch einmal, was das Publikum an ihnen schätzt: Humor, Herz, Handwerk und die besondere Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang, die ihre Programme auszeichnet.

Während Roland Kurz künftig seine Kunstfigur Beppo ablegen wird, kündigte Uwe Spille an, als Ferdinand auf Solopfaden weiterzumachen. Auf ein Engagement beim nächsten Schwenninger Kinderferienprogramm freut er sich bereits.

Trotz großer Hitze  hervorragend besucht

Dieses Ferienprogramm hat in diesem Sommer erneut gezeigt, warum es seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Angeboten der Stadt gehört. Trotz großer Hitze war es hervorragend besucht. Rund 150 Kinder und Jugendliche fanden regelmäßig den Weg ins Jugendhaus Spektrum und auf das weitläufige Außengelände. „Wir haben das Glück, dass hier viele große Bäume stehen, die Schatten spenden“, sagte Jugendhausleiter Volker Nowak.

Die Kinder konnten sich frei über das Gelände bewegen und an zahlreichen Stationen ausprobieren, die das Team vorbereitet hatte. Besonders beliebt war der große Parcours, der sich über das gesamte Areal erstreckte. Dort mussten die Teilnehmer verschiedene Disziplinen meistern – vom Torwandschießen über Geschicklichkeitsaufgaben bis hin zu kleinen sportlichen Herausforderungen. Für die drei besten Kinder gab es Urkunden, doch im Mittelpunkt standen Spaß und gemeinsames Ausprobieren.

Lions Club unterstützt Ferienprogramm

Nowak freute sich zudem über die langjährige Unterstützung der Freizeitwerkstatt des Lions Clubs, die das Ferienprogramm seit vielen Jahren fördert. Besonders geschätzt wurde die Mischung aus neuen Ideen und traditionellen Spielen. Am Ende blickte der Jugendhausleiter zufrieden zurück: „Es war richtig gut. Die Kinder waren begeistert, wir hatten tolle Stimmung und einen schönen Abschluss.“ Dass das Ferienprogramm seit Jahrzehnten funktioniert, liegt für ihn an der Kombination aus Verlässlichkeit, Kreativität und echter Nähe zu den Kindern. „Wir machen das schon lange – und es ist schön zu sehen, wie die nächste Generation genauso viel Freude daran hat.“