Spaß und Unterhaltung: So beliebt ist der Familientag im Villinger Kurgarten

Auch Clown Enrico (Henry Greif) sorgte im Villinger Kurgarten für Spaß.
Birgit HeinigBeim Blick an den Himmel war die Miene von Sebastian Merkle, Geschäfts-führer des Hauptorganisators, der Baugenossenschaft Familienheim, erstmals entspannt.
Und das nicht nur wegen des optimalen Wetters, sondern auch angesichts einer gewachsenen Anzahl von teilnehmenden Partnern, die sich alle ein Ziel auf die Fahnen geschrieben hatten: Kindern gleich welchen Alters Spaß und Freude zu bereiten und damit auch deren Mamas, Papas, Omas und Opas.
Das Angebot war riesig, und sowohl auf der Rasenfläche rund um den Springbrunnen und vor der Konzertkugel, als auch im Restaurantbereich und entlang der Wege war ein schier endloses Kommen und Gehen.
Mit einem Kettcar Runden drehen
Dicht umlagert waren die aus Sicherheitsgründen altersgetrennt betriebenen Hüpfburgen, die Kinderfahrschule, in der man mit einem Kettcar Runden drehen konnte, und das Bullriding, das gutes Sitzfleisch auf einem sich bäumenden „Bullen“ erforderte.

Das gute alte Büchsenwerfen erfordert auch im Kurgarten Treffsicherheit.
Foto: Birgit HeinigDie Familienheim bot zusätzlich eine Schatzsuche im Kies, bei der es Edelsteine zu entdecken gab, sowie das Basteln von kleinen Trommeln und das Bemalen von Stofftaschen an.
Hölzernes Vogelhäuschen bemalen
Bei den Stadtwerken VS konnten die Kinder hölzerne Vogelhäuschen zusammenstecken und bemalen und am Glücksrad drehen. Außerdem spendierte man hier Leitungswasser direkt aus dem städtischen Wassersystem. „Das kostet nur ein Lächeln“, musste Stadtwerkechef Gregor Gülpen nur hin und wieder sagen, denn die meisten Durstigen kamen freudestrahlend ans rote Zelt, hatten sie von der Familienheim doch gerade eine leere Flasche geschenkt bekommen, die es nun zu füllen galt. Vom Umweltzentrum erfuhr man mehr zum Thema Wasser.
Riesiges Interesse an bunten Gesichtern
Die Katholische Jugend schminkte – wie im Übrigen viele andere Mitwirkende auch, was bei dem immensen Interesse an bunten Gesichtern nicht von Nachteil war. Das Jugendrotkreuz war mit einem Erste-Hilfe-Memory gekommen und spendierte Pflaster, bei der Stiftung Liebenau durfte gekegelt und Produkte aus deren Werkstätten für Menschen mit Behinderung erstanden werden.
Musikakademie hat Instrumente dabei
Instrumente zum Ausprobieren hatte die Musikakademie VS mitgebracht, und der Tuttlinger Verein „Arkade“ warb um Gastfamilien für junge Menschen mit psychischen Problemen. Auf immer wieder großes Interesse stieß das Bühnenprogramm in der Konzertmuschel, organisiert vom Städtischen Seniorenrat und moderiert von dessen Mitglied Eberhard Matt.
Ensembles der Musikakademie, die Tanzschule Gramlich, der Shanty-Chor und das Trio „Vogelfrei“, die Rope-Skipper und der Zirkus „Confetti“ vom Turnverein Villingen traten auf – und wurden frenetisch beklatscht.
Lange Schlangen vor den Food-Trucks
Trotz des um ein Vielfaches größeren Angebotes von Speisen und Getränken als bei den bisherigen Familientagen, gab es angesichts der ungeheuren Resonanz lange Schlangen vor den Food-Trucks und bei den Landfrauen, und die Außenplätze des Kurgarten-Restaurants waren dauerbelegt. „Ich habe wohl alles richtig gemacht“, resümierte der Schirmherr, Oberbürgermeister Jürgen Roth, mit einem Augenzwinkern.