Sozialeinrichtung am Villinger Stadtrand
: Das tut sich an der Feldner Mühle

Lange war es ruhig um die Sozialeinrichtung „Feldner Mühle“ am Stadtrand von Villingen. Jetzt tut sich wieder etwas. Es wird saniert, und noch in diesem Jahr soll der Betrieb einer Großpflegestelle aufgenommen werden.
Von
Birgit Heinig
Oberndorf
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An der Feldner Mühle in Villingen tut sich was. Die Auszubildenden des Straßenbauunternehmens Strabag, Joana Zacher, Lais Remde und Leon Roth (auf dem Bagger), pflastern den Vorplatz. Benjamin Erbs, Paul Mäder und Michael Herold (im Hintergrund, von links) beobachten die Arbeiten.

Birgit Heinig

„Schon lange ist uns der Vorplatz des Gebäudes entlang der Brigach ein Dorn im Auge“, sagt Paul Mäder, der Vorsitzende des Fördervereins „Feldner Mühle“.

Jetzt klopfte das Glück in Gestalt des Straßenbauunternehmens Strabag an. Die Aktiengesellschaft mit ihren bundesweit 60 Niederlassungen – eine davon auch in VS – führt mit seinen Auszubildenden jedes Jahr irgendwo in Baden-Württemberg ein Sozialprojekt durch. Nicht ganz uneigennützig, denn, so erläutert Ausbildungskoordinator Benjamin Erbs, dem Berufsnachwuchs werden dabei wichtige Ausbildungsinhalte für das Pflastern vermittelt wie der Ausbau des Ist-Bestandes, das Ausmessen, die Frostsicherung, der Aufbau mit Drainage und dem Setzen von Bordsteinen.

Sechs Azubis rücken an

Diesmal fiel das Los auf die Feldner Mühle an der Kirnacher Straße. Vier männliche und zwei weibliche Azubis rückten zusammen mit Strabag-Mitarbeiter Michael Herold an und pflastern derzeit die rund 250 Quadratmeter große Fläche zwischen Haus und Brücke. Für das Material sorgte der Förderverein und konnte sich dabei auf Spenden von Baustoffhändlern verlassen.

So wird aus dem Projekt im Wert von rund 25.000 Euro eine runde Sache, die laut Erbs in zwei Wochen abgeschlossen sein soll. Im Mai komme das Strabag-Team dann noch einmal, um die allerletzten Arbeiten zu erledigen.

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Einrichtung wandelt sich

„Wir sind froh über diese ausgewöhnliche Hilfe“, sagt Paul Mäder und freut sich besonders über die zukünftige Barrierefreiheit. Die Vorplatz-Sanierung komme zudem insofern gerade richtig, als die Einrichtung dabei sei, sich von einem Feriendomizil für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen zu einer Großpflegestelle für traumatisierte Kinder mit seelischen, psychischen und körperlichen Einschränkungen zu wandeln.

Das Genehmigungsverfahren beim Sozialministerium Baden-Württemberg laufe, sagt Mäder, und man sei zuversichtlich, dass die Betreuung von maximal sieben Kindern und die Vorhaltung eines Inobhutnahmeplatzes für Notfälle noch in diesem Jahr beginnen können.

Ab Mai, so berichtet Mäder, werden an manch einem Sonntag wieder ehrenamtliche Bewirtungen durch Vereine zu Gunsten der Feldner Mühle durchgeführt. Sieben Anmeldungen gibt es schon.