Sommersound startet in VS
: Helfer, Fans, Crêpes – so lief der Auftakt von Rea Garvey

Während Rea Garvey sich auf seinen Auftritt vorbereitet, läuft drumherum alles wie am Schnürchen: Ehrenamtliche, Essensstände und Fans sorgen beim Sommersound VS für Festivalfeeling.
Von
Anna-Sophie Zepf
Oberndorf

Die Jugendlichen der Reha-Klinik Katharinenhöhe in Schönwald freuen sich trotz Regen auf Rea Garvey.

Marc Eich

Konzert Nummer eins beim diesjährigen Sommersound VS: Rea Garvey. Der Soundcheck des Musikers und seiner Band erfüllt bereits am frühen Abend das Gelände des Druckzentrums Südwest mit Musik – es fehlen nur noch die Fans.

Die letzten Helfer bereiten noch ein paar Kleinigkeiten vor, die letzten Getränke werden kaltgestellt und ein paar letzte Handgriffe erledigt. Doch noch haben die Cateringfirmen und Essensstände Ruhe vor dem Ansturm der Massen.

Für die Getränkebewirtung der durstigen Konzertbesucher beim Sommersound ist der Kraftsportverein (KSV) Tennenbronn zuständig – und das schon seit fünf Jahren, erklärt der Vorsitzende Alexander Fichter.

36 Ehrenamtliche vor Ort

An diesem Abend ist der Verein mit 36 Helfern vor Ort, so Fichter. Freiwillige für die Bewirtung des Konzerts zu finden, sei kein Problem gewesen. „Es ist ein angenehmer Termin“, meint er schmunzelnd.

Trotz des Ansturms auf Bier und Wein hätten die Helfer des Ringervereins noch Zeit die Musik zu genießen. „Wir pfeifen nicht aus dem letzten Loch“, sagt Fichter gut gelaunt.

„Wir stecken noch in den letzten Vorbereitungen“, erzählt Björn Brand des Holzöfele-Flammkuchenstands aus Endingen am Kaiserstuhl, während er von seiner Leiter steigt, mit deren Hilfe er gerade noch eine Lichterkette aufgehängt hat.

Mit verschieden Flammkuchen- und Crêpes-Variationen bietet der Essensstand ein breites Spektrum an. Besonders gern bestellt werde das Sommerspecial, ein Crêpe mit Kirschtomaten und Rucola, verrät er. „Die Leute lieben das.“

Der Aperol Spritz macht die Gäste beim Sommersound glücklich.

Foto: Marc Eich

Aber nicht nur die kulinarische Seite des Festivals bereitet sich vor. Auch das Promoteam des AOK-Stands, die „Mitsponsoren“ des Sommersounds, legen ihre letzten Give-Aways wie Hüte und Brillen mit dem AOK-Logo auf den Stehtischen zurecht. Das Team ist vor Ort, um Mitglieder zu beraten, aber auch um ein kleines Gewinnspiel zu veranstalten.

Es werde ein lustiger Abend, meint Hans Peter Beier vom AOK-Team. „Wir sind zwei Kerle und acht Mädels, das kann nur was werden“, meint er amüsiert über die Zusammensetzung seiner Gruppe.

Fans stehen Schlange

Währenddessen stehen auf beiden Seiten des Konzertgeländes die Fans schon seit 17 Uhr Schlange, um möglichst nahe an die Bühne heranzukommen. Denn darum geht es, verrät Rainer Zinsmayer aus Radolfzell. „Wir hätten auch eine halbe Stunde später anreisen können.“ Aber wenn man einen guten Platz wolle, müsse man eben warten.

Lange Schlangen bilden sich vor dem Eingang.

Foto: Marc Eich

Auch die Schwestern Simone Ruf und Natasha Rentel stehen weit vorne in der Warteschlange. Für Rentel ist es schon das dritte Rea Garvey-Konzert, erzählt sie.

Das erste Mal sei sie im Jahr 2000 auf einem Konzert des Künstlers gewesen – mit gerade einmal 16 Jahren. Seitdem ist sie ein Fan, denn auf die Frage, ob sie für das Konzert auch weitergefahren wäre, ist ihre Antwort klar: „Ich wäre auch nach Irland geflogen.“

Regen kein Stimmungstöter

Regen kündigt sich an, während die Fans auf den Einlass warten. Doch die gute Stimmung verfliegt deshalb trotzdem nicht. „Wir sind ausgerüstet“, meint Rentel beschwingt. Außerdem: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“, stellt Ruf fest.

Für Andreas Reichmann und Jutta Albiz hingegen ist es das erste Rea Garvey-Konzert. Es sei allgemein ihr erstes gemeinsames Konzert, meint Albiz. „Wir sind ein frisch verliebtes Paar“, erzählt sie. Reichmann kenne die Songs des Künstlers nur aus dem Radio, doch Albiz ist ein Fan: „Ich mag seine Stimme brutal.“

Ein besonderer Moment

Auch für die Jugendlichen der Reha-Klinik Katharinenhöhe aus Schönwald, die für die Nachsorge nach einer Krebserkrankung sorgt, ist dieser Auftritt ein besonderer Moment. „Viele haben lange nicht mehr am öffentlichen Leben teilgenommen“, erklärt Vanessa Disch aus dem Pädagogik-Team der Klinik.

Stella Schütz hofft auf eine schöne Zeit, da dies die erste Veranstaltung seit einer langen Zeit für sie ist. „Das es regnet, stört da nicht“, meint Nadja Mayer. Für die jugendlichen der Katharinenhöhe soll das Konzert vor allem eins: Spaß machen.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.