So geht Maifest
: 30-Jahre-Rekord beim Bandltanz in Villingen-Schwenningen

Schwungvolle Bändertänze, Schluhplattler und Fröhlichkeit am Schwenninger Hölzle-Wald wurde am Feiertag gezeigt, wie Maifest geht.
Von
Jochen Schwillo
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Zu den gelebten Traditionen des GTV Almfrieden gehört der Bandltanz um den Maibaum.

Jochen Schwillo

Das Maibaumstellen lockte zahlreiche Besucher. Sie verfolgten das bunte Programm, das mehrere Traditionsgruppen gemeinsam gestalteten und das eindrucksvoll lebendiges Brauchtum zeigte.

Der Gebirgstrachtenverein Almfrieden Schwenningen stellte zusammen mit den Ziegel-Buben, den Tännlelupfern der Narrenzunft, dem Heimatverein und dem Villinger Grenadierkorps den Maibaum auf.

Für den Vorsitzenden Jens Peter ist dieser Tag fest im Vereinsjahr verankert. „Den ersten Maibaum an unserer Vereinsgaststätte Wildpark haben wir 1974 gestellt. Seitdem gehört das einfach dazu“, erinnerte er.

Rekord am tanzenden Band

Besonders ins Auge stach in diesem Jahr die große Zahl an Tanzpaaren beim Bandltanz – so viele wie seit mindestens 30 Jahren nicht mehr. Mit blauen und weißen Bändern, die am oberen Ende des Maibaums befestigt sind, webten die Tanzpaare ein kunstvolles Muster um den Stamm, das anschließend durch einen rückwärts getanzten Ablauf wieder gelöst wurde.

Großen Applaus erhielten auch die Kindergruppen. Die Nachwuchsgruppe des GTV und die jungen Tänzer der Trachtengruppe des Schwenninger Heimatvereins zeigten mit sichtbarer Freude ihr Können. „Kinder bewegen sich gern, tanzen gern – und die Tracht ist für sie auch ein bisschen Verkleidung. Das macht ihnen Spaß“, so Peter.

Eine Premiere gibt es auch

Neben dem traditionellen Schuhplatteln war erstmals auch das Goaßlschnalzen zu sehen – ein Brauch aus dem bayerisch österreichischen Raum, bei dem mit speziellen Peitschen laute Knallgeräusche erzeugt werden. Das Publikum zeigte sich begeistert von der kraftvollen Darbietung.

Hinter dem Fest steckt viel ehrenamtliche Arbeit: Über 30 Helfer sorgen regelmäßig für die Bewirtung und einen reibungslosen Ablauf.

Auch wenn das laufende Vereinsjahr mit Aktivitäten insgesamt eher ruhig ist, pflegt der Almfrieden enge Kontakte zu anderen Gruppen und Heimatvereinen. „Wir nutzen solche Feste, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Das gehört einfach dazu“, betonte Peter.

Die nächste große Aufgabe steht bereits fest: Beim Trachtenmarkt in Bad Dürrheim am 27. und 28. Juni übernimmt der Verein wie seit vielen Jahren die Bewirtung. Der veranstaltende Trachtengau Schwarzwald feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen – ein Jubiläum, an dem auch der Schwenninger Gebirgstrachtenverein, seit 1951 Mitglied des Verbandes, mitwirkt.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.