Sicherheitskonferenz der IHK
: So wappnen sich Unternehmer gegen Cyber-Kriminalität

Rund 180 Teilnehmer kamen zur vierten IT-Sicherheitskonferenz der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg ins Haus der Wirtschaft nach Villingen-Schwenningen.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die IT-Experten diskutieren auf dem Podium darüber, wie man sich besser schützen kann, welche Möglichkeiten es gibt, welche Gefahren aber dennoch lauern.

Martin Kleinert/pixl-Agentur

Unternehmer informierten sich über aktuelle Bedrohungen und praxiserprobte Schutzmaßnahmen gegen Cyber-Kriminalität.

Fachleute aus Wirtschaft und IT gaben Empfehlungen, wie Unternehmen ihre Systeme widerstandsfähiger machen können. „Der Mittelstand bleibt ein bevorzugtes Ziel für Cyber-Angriffe“, betonte IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos. „IT-Sicherheit ist keine Kür, sondern unternehmerische Pflicht.

Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann ein Angriff erfolgt.“ Prävention und Sensibilisierung seien daher zentrale Aufgaben für alle Betriebe – unabhängig von Größe oder Branche.

Zahlen sprechen für sich

Die Zahlen sprechen für sich: 2024 stieg die Zahl der Datendiebstähle um 74 Prozent. Der Schaden beläuft sich auf rund 180 Milliarden Euro. Dennoch unterschätzen viele Unternehmen die Risiken weiterhin.

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Dass die Region weiterhin im Fadenkreuz der Cyberkriminellen sei, davon berichtete Klaus Schmid, Mitglied der IHK-Vollversammlung. „Perfektion liegt dem Mittelstand im Blut. Diesen Anspruch brauchen wir auch im Bereich Cybersicherheit. Nur wer seine Prozessketten schützt, bleibt im Ernstfall handlungsfähig.“

Ziel der Konferenz war es, konkrete Schutzmechanismen zu vermitteln und den Austausch zwischen Unternehmen, IT-Dienstleistern und Behörden zu fördern.

„Der regelmäßige Austausch hilft, voneinander zu lernen und sich gemeinsam weiterzuentwickeln“, sagte ein Teilnehmer. Besonders geschätzt wurden laut Pressemitteilung die begleitenden Informationsstände regionaler Anbieter, die Lösungen und Sicherheits-Tools vorstellten.

Für besondere Einblicke sorgte Oliver Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter der Risk-Workers GmbH. Er begleitet täglich Unternehmen bei Cyber-Krisen. „Erpressung können wir“, sagt der Experte aus dem Bereich Cyber-Krisenmanagement. „Wir sehen oft, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen zu wenig IT-Personal haben. Die ITler haben einfach zu viele andere Aufgaben zu erledigen und zu wenig Zeit, sich um Sicherheit zu kümmern“, so seine Beobachtung.

Ein Tag Stillstand

Es sei wichtig zu berechnen, was ein Tag Produktionsstillstand kostet. Das schaffe Bewusstsein für den Wert von IT-Sicherheit, riet er und zeigte auf, wie das Netzwerk der Hacker immer mehr zu Franchisegebern und -nehmern wachse.

Auch Kritis-Experte Manuel Atug betonte die Bedeutung digitaler Souveränität in Zeiten von KI, Cloud und vernetzten Infrastrukturen. Diese Entwicklungen erhöhen die Anforderungen an Sicherheitsstrategien erheblich.

Ein kontinuierlicher Prozess

In der abschließenden Podiumsdiskussion waren sich die Fachleute einig: Cybersicherheit ist kein Zustand, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Und jeder Unternehmer ist für seine Cybersicherheit selbst verantwortlich. „Sehen Sie es als unternehmerische Aufgabe und beschäftigen sie sich damit.“

Im Foyer nutzten die Teilnehmenden abschließend die Gelegenheit, sich auf dem begleitenden Marktplatz mit regionalen IT-Dienstleistern auszutauschen und konkrete Lösungen kennenzulernen.

Interessierte Unternehmen können sich melden bei Alexander Rösgen, E-Mail alexander.roesgen@vs.ihk.de, Telefon 07721/ 92 21 56.