Schwenninger Eishockey
: So stark sind die Abteilungen des SERC

Der SERC möchte als Verein wieder mehr wahrgenommen werden. Dazu hat der Club eine neue Homepage erstellt. Der Andrang an Kindern, die Eishockey spielen wollen, ist enorm.
Von
Heinz Wittmann
Oberndorf
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Marcel Kübler (links) und Sören Lauinger mit der neuen SERC-Homepage, die es auch als App gibt.

Heinz Wittmann

Unter www.serc04.de sind seit Donnerstag alle Abteilungen des Eis- und Rollsportclubs Schwenningen zusammengefasst.

Marcel Kübler von der „Make-a-smile-media“ in Schwenningen hat die optisch ansprechende Homepage, die nun alle sechs Abteilungen des SERC vernetzt, gestaltet. Dies sind als Aushängeschild die aktive Eishockeyamateurmannschaft Fire Wings, die „Alten Herren“ die Old Wings, die Hobbymannschaft Fun Wings, die Damenmannschaft Lady Wings, die Nachwuchseishockemannschaften Wild Wings Future sowie die Kunstlaufabteilung.

Die Homepage bietet aber noch einiges mehr, so beispielsweise werden private Sammlungen über die Geschichte des SERC vorgestellt. Alte Vereinsfotos wurden mit Hilfe von KI zum Leben erweckt.

In der Öffentlichkeit werde zumeist nur die seit 2005 in eine GmbH ausgelagerte Profimannschaft Wild Wings, die erfolgreich in der DEL spielt, wahrgenommen. Die tollen sportlichen Leistungen, die auch im Hauptverein gebracht werden, stünden im Schatten. So beispielsweise, dass die Kunstlaufabteilung des SERC in der vergangenen Saison den Westfalen-Cup gewinnen konnte. Oder, dass die Wild Wings Future sowohl mit ihrer U20 als auch ihrer U17 in der höchsten deutschen Spielklasse, der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL) dem Puck nachjagen und dort in den Play-offs immer wieder für Furore sorgen.

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„Jede Abteilung wirtschaftet für sich selbst. Die Reisekosten für unsere Nachwuchsmannschaft sind riesig, größer als die der Profis“, erklärte SERC-Vorsitzender Jörg Schlenker auf einem Pressetermin. Allerdings habe man mit den Wild Wings eine sehr gute Kooperation. Als einziger Verein in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bestreiten die Eltern der Schwenninger Nachwuchsspieler den Kioskbetrieb während der Spiele der Wild Wings in der Helios-Arena.

Neue Getränkekarte

Laut dem Vize-Vorsitzenden Sören Lauinger habe man eine Umfrage unter den Besuchern in der Helios-Arena gemacht und werde künftig zu den Spielen nicht nur die beliebte „11er Bierkarte sondern eine „11er Getränkekarte“ anbieten. Neu gibt es Paulaner Spezi und im Südosten der Arena künftig einen zusätzlichen mobilen Bierstand.

Die ehemalige Wild Wings-Geschäftsstelle neben der Stadiongaststätte „Eisbär“ wird künftig ein Büro des SERC beherbergen. Lauinger: „Es wird eine Heimstätte für unseren Verein. Hier können dann auch beispielsweise Gesprächsrunden mit Eltern stattfinden.“

Mit Rafael Renner hat der Verein eine Person für ein Freiwilliges Soziales Jahr angestellt. Das Internat für die älteren Jugendspieler ist seit sieben Jahren am Vorderen See in Schwenningen und wird von Carlo di Falco geleitet. „Wir können hier Spieler aus der ganzen Welt ausbilden“, so di Falco. Bei den jüngsten Eishockeyspielern war der Andrang speziell bei den DEL-„Kids on ice“-Tagen so groß, dass der SERC die Anzahl der Kinder für diese speziellen Events, die zweimal im Jahr stattfinden, auf 120 begrenzen musste.

Offene Kooperation

Neu gibt es eine offene Kooperation mit dem AWO-Kindergarten und der SERC-Laufschule. Nach oben wird es dann allerdings immer schwieriger, genügend Quantität aber auch Qualität zu haben. So wird für die älteste Jugend, die U20, das Unterfangen, die höchste Klasse zu halten, nicht leicht. Der Kader der von Wayne Hynes trainierten Mannschaft ist sehr dünn. „Wir sind auch mit der U20 wettbewerbsfähig und können unsere sportliche Ziele erreichen“, bleibt der Jugendleiter, Marco Kimmel, aber optimistisch.

Optimistisch ist ohnehin auch Schriftführer Thomas Bechtold. Er durfte erleben, wie seine Kinder Madeleine und Maurice Rehbein von Neszmely, die beide in Schwenningen ausgebildet wurden, in der chilenischen Nationalmannschaft bei Turnieren in Nordamerika sehr gut mitspielen konnten.

Man brauche sich am Neckarursprung nicht zu verstecken. Kimmel: „Wir wollen auch mit den großen Standorten, wie Berlin, Mannheim oder Köln mithalten. Wir haben in Schwenningen mit zwei Eisflächen mit Sommereis und beispielsweise eigenen Kabinen für die Nachwuchsmannschaften durchaus gute Voraussetzungen.“ Die Fire Wings, die Eishockeyamateure werden auch in dieser Saison ambitioniert in der Baden-Württemberg-Liga antreten.

Und auch erfreulich, die Lady Wings nehmen neu wieder am Spielbetrieb teil, die Eishockeydamen haben in dieser Saison für die anspruchsvolle Bayernliga gemeldet.