Schulstart in VS: Von Heften bis iPad – so viel kostet der Start ins neue Schuljahr

Die Schule startet wieder – eine Mutter aus Villingen erzählt, mit welchen Kosten die Beschaffung von Schulmaterialien verbunden ist. (Symbolfoto)
© TeamDF - stock.adobe.comDie Sommerferien neigen sich dem Ende zu und die Schülerinnen und Schüler in Villingen-Schwenningen bereiten sich auf das anstehende Schuljahr vor.
Ob Grundschulkind oder Gymnasiast – die Eltern übernehmen wie gewohnt die Kosten für neue Schulmaterialien. Doch diese sind nicht zu unterschätzen. Währenddessen werden iPads immer beliebter.
Unsere Redaktion spricht mit Aylin Vural. Sie ist Mutter von drei Kindern in unterschiedlichen Altersgruppen – zehn, zwölf und 15. Die Villingerin erzählt davon, was der jährliche Einkauf vor Schulbeginn beinhaltet und kostet.
„Es kommt natürlich immer darauf an, was das Kind vom vorherigen Schuljahr übrig hat. Aber man kann pro Kind schon mit mindestens 50 bis 80 Euro rechnen. Braucht man dazu noch einen Schulrucksack, muss man ungefähr 100 Euro dazurechnen.“
Zwischen Qualität und Preis
Dass die Preise von Schulmaterialien in den letzten Jahren gestiegen sind, geht nicht an der Familie vorbei. Jedes Jahr wird etwas Geld beiseite gelegt, um die Kosten zu bewältigen. „Je älter das Kind ist, desto mehr Fächer hat es und braucht auch mehr Hefte, Ordner und Ähnliches“, erklärt die dreifache Mutter. Und bei drei Kindern kommt natürlich einiges zusammen. Um dem entgegenzuwirken, versucht sie sich auf ein Budget von 300 Euro zu beschränken. Leider ist das meist nicht umsetzbar.
Trotz des Sparkurses möchte sie darauf achten, Qualität nicht komplett zu vernachlässigen. So ist es der 40-Jährigen wichtig, dass ihre Kinder gute Malstifte für den Kunstunterricht und stabile Schulrucksäcke haben. „Das sind auch definitiv die teuersten Ausgaben“, so Aylin Vural. Gespart wird dann wiederum bei der Anschaffung von Heften.
iPads als Alternative
Aylins ältester Sohn ist 15 Jahre alt und verwendet im Schulalltag sowie beim Erledigen der Hausaufgaben ein iPad. „Somit fallen die jährlichen Kosten für Materialien bei ihm jetzt beinahe komplett weg“, berichtet die Mutter. Ein iPad ist zweifelsfrei eine kostspielige Anschaffung, doch es dient dem Jugendlichen als eine Art „Gesamtpaket“.
Die App Goodnotes – eine App für digitale Notizen – ersetzt jegliche Schulhefte und auch Schreibutensilien werden kaum benötigt. Im Schulalltag des Jugendlichen kommt ein Stift einzig und allein beim Schreiben von Klausuren und im Kunstunterricht zum Einsatz. Auch der Schulrucksack wiegt nicht mehr so viel – für den Schüler ist das eine Erleichterung.
Gefragter denn je
Der Gebrauch von iPads im Schulalltag breitet sich seit 2023 in den Schulen aus. Am Gymnasium am Hoptbühl, welches Aylin Vurals ältesten Söhne besuchen, werden sie mittlerweile von dem Großteil der Schüler ab der Mittelstufe benutzt. Auch die Lehrer passen ihren Unterricht an diesen Wandel an. Arbeitsblätter werden als Dateien über das iPad geteilt, wobei die analoge Variante weiterhin Schülern ohne iPad zur Verfügung steht.
Sinnvolle Investition?
Refurbished, also gebraucht und frisch aufpoliert, kostet ein iPad circa 200 bis 300 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für die App Goodnotes, welche entweder bei einem einmaligen Kauf für 32,99 Euro oder alternativ für 9,99 Euro bei einem jährlichen Abo erhältlich ist.
Wem dies zu teuer ist, kann die kostenlose Notizen-App verwenden. Bei Bedarf ist den Kosten noch ein Apple Pencil für circa 80 Euro hinzuzufügen. Familie Vural verzichtet darauf und schafft statt des Apple-Produkts einen günstigeren Stift für 20 Euro an.
Aylin Vural empfindet das iPad als Entlastung. Ihrem ältesten Sohn erleichtert es den Schulalltag, und anstelle jedes Jahr aufs Neue Geld auszugeben, hält diese einmalige Investition für Jahre. Ob sich eine so teuere Anschaffung wirklich lohnt, darf jedoch jeder für sich selbst entscheiden.