Schulkinder in Marbach: Mit Hort erfüllt sich ersehnter Traum

Den symbolischen „süßen“ Schlüssel für den neuen Hort an der Grundschule überreichte Oberbürgermeister Jürgen Roth an Schulleiterin Andrea Schanne-Ringbauer (Mitte) und Ortsvorsteherin Irina Ebauer.
Ursula Kaletta„Wir haben es geschafft!“ Diese freudige Feststellung brachte Ortsvorsteherin Irina Ebauer zum Ausdruck und mit ihr freuten sich das Lehrerkollegium, die Kinder und zahlreiche Gäste, die der Einladung zur offiziellen Einweihung des neuen Hortes an der Grundschule gefolgt waren.
Die Ortsvorsteherin sprach von einem besonderen Tag für Marbach, denn mit dem neuen Hort ging ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Seit 2019 war die Hortbetreuung ein wichtiges Thema. In diesem Jahr wurde ein Antrag gestellt, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und Kindern auch am Nachmittag einen verlässlichen Lern- und Lebensort zu bieten.
Immer wurde nach Lösungen gesucht, erinnerte Irina Ebauer. Im Sommer 2023 wurde das Thema erneut angegangen und die Einrichtung eines Hortes wurde beantragt. Nach einigen ersten Vorbereitungen konnten im Oktober des Vorjahres die Planungen starten. Danach ging es zügig weiter.
Im Februar dieses Jahres wurde vom Ortschaftsrat einstimmig beschlossen, kurz darauf kam grünes Licht vom Technischen Ausschuss. Dank guter Vorarbeit konnte Mitte April begonnen werden, und nun, nach gut einem halben Jahr, stehen die neuen Räume bereit, die Platz für 25 Jungen und Mädchen bieten.
Gesamtkosten in Höhe von einer Millionen Euro
„Mit Stolz können wir sagen, dass alle Plätze vergeben sind“, freute sich die Ortsvorsteherin. Von den Gesamtkosten in Höhe von einer Millionen Euro sind bislang von der Stadt 300 000 Euro in das Projekt geflossen, vom Ortsbudget knapp 20 000 Euro – eine Investition in Sicherheit, Bildung und die Zukunft der Kinder.
„Dieses Projekt zeigt, was in kürzester Zeit möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen: Schule, Eltern, Stadtverwaltung, Gemeinde –und Ortschaftrat, Förderverein der Marbacher Grundschule und nicht zuletzt den beteiligten Unternehmen und Handwerksbetrieben“, betonte Irina Ebauer. Sie dankte allen, die an diesem Strang mit viel Geduld und Engagement gezogen haben. Dabei vergaß sie nicht die Hauptpersonen – die Kinder, die im laufenden Schulbetrieb die Unannehmlichkeiten und den Baulärm ertragen haben.
Antwort auf die Bedürfnisse moderner Familien
„Ein schöner Anlass und ein starkes Signal, das heute von Marbach ausgeht“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Roth. Man blicke nicht nur in neue, helle Räume, sondern auch in strahlende Gesichter. Es wurde nicht nur gebaut, sondern es wurde ein wertvoller Lern- und Lebensort für 25 Kinder geschaffen, die bestens aufgehoben seien. Die Eröffnung dieses Hortes sei mehr als nur eine Fertigstellung eines Bauobjektes, sondern eine Antwort auf die Bedürfnisse moderner Familien, stellte er fest.

Bei einem Rundgang zeigten die Besucher ihre Begeisterung über die neue, gelungene Einrichtung in der Marbacher Schule.
Foto: Ursula KalettaZu erleben sei ein bundesweiter Trend: Eltern wünschen eine verlässliche und qualitativ hochwertige Betreuung für ihre Kinder nach dem Unterricht. Ihm als Oberbürgermeister sei es ein zentrales Anliegen, zu betonen, dass die Stadt Villingen-Schwenningen diesem Bedarf nachkommt.
Unermüdlicher Einsatz der Ortsvorsteherin und ihrer Vorgängerin
„Wir sind alle stolz, dass es so schön geworden ist“, sagte die strahlende Schulleiterin Andrea Schanne-Ringbauer und dankte allen, die an diesem Projekt beteiligt waren. Ohne den unermüdlichen Einsatz der Ortsvorsteherin und ihrer Vorgängerin Diana Kern-Epple gäbe es in Marbach keinen Hort.
Nach dem offiziellen Teil, der von den Schulkindern mit fröhlichem Gesang bereicherte wurde, war bei einem Rundgang durch die neuen Räume die Begeisterung der Besucher zu erleben. „Hier möchte ich nochmal Kind sein“, war immer wieder zu hören. Mit dem großen hellen Raum für Mensa, verlässliche Grundschule und Hort, ausgestattet mit flexiblem kindgerechtem Mobiliar und vielen Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung, Küche, Essensausgabe und Mitarbeiterraum ist alles für einen guten Start vorhanden.