Schule in Mönchweiler
: Schulsozialarbeit stößt auf geteiltes Echo

Schulsozialarbeit in Mönchweiler spaltet den Gemeinderat: Menton und Bensmail berichten über ihre Arbeit. Bürgermeister Fluck betont die Bedeutung der Unterstützung.
Von
Monika Hettich-Marull
Mönchweiler
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Samira Bensmail an ihrem neuen Arbeitsplatz in der Gemeindeverwaltung in Mönchweiler.

Samira Bensmail an ihrem Arbeitsplatz in der Gemeindeverwaltung in Mönchweiler. (Archivfoto)

Stephan Hübner
  • Schulsozialarbeit in Mönchweiler spaltet den Gemeinderat – Einblicke von Menton und Bensmail.
  • Beide betonen: Kinder an der Gemeinschaftsschule profitieren, „schwierige Fälle“ nicht häufiger.
  • Arbeit umfasst Einzelfälle, Gruppen und Kooperation mit Jugendamt; Bedarf bleibt hoch.
  • Unterricht leidet teils durch starke Auffälligkeiten, Eltern können oft weniger steuern.
  • Bürgermeister Fluck nennt die Arbeit wichtig und verzichtet auf zusätzliche Stelle.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Wie wichtig die Schulsozialarbeit ist, führten Johannes Menton und Samira Bensmail den Gemeinderäten in Mönchweiler vor Augen. Beide gaben einen Einblick in ihre Arbeit und stellten fest: Die Kinder und Jugendlichen an der Gemeinschaftsschule von Mönchweiler profitieren von ihrer Arbeit – die „schwierigen Fälle“ sind nicht häufiger als anderswo.

Ein Drittel Einzelfälle, ein Drittel Gruppenaufgaben und ein Drittel Zusammenarbeit mit Jugendamt oder anderer fachlicher Unterstützung – die Arbeit ist vielschichtig und wird nicht weniger.

Die Gemeinschaftsschule Mönchweiler ist Ganztagsschule an vier Tagen. Dadurch stehen Lernen und Leben für die Schüler in enger, unlösbarer Verbindung zueinander. Zudem werden an der Schule Schüler mit Autismus-Spektrum-Störungen und Schüler mit sonderpädagogischem Bildungsanspruch unterrichtet.

Das Ziel der Schulsozialarbeit ist, Kinder und Jugendliche zu unterstützen und bei Problemen individuelle Lösungen gemeinsam zu erarbeiten, die die persönliche und schulische Entwicklung positiv stärken.

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Den Unterricht behindern

Leider, so Menton, werden die benachteiligten Schüler nicht weniger. Die Auffälligkeiten könnten in Einzelfällen so stark sein, dass sie den Unterricht behindern oder in Ausnahmefällen ganz unmöglich machen. Bedauerlicherweise seien Erziehungsfähigkeit und Einflussmöglichkeit der Eltern teilweise eingeschränkt.

„Hinzu kommt, dass das Aufwachsen unserer Kinder durch den Einfluss moderner Medien stark geprägt und verändert wird“, stellte Menton fest. Werte und Tugenden, die vor wenigen Jahrzehnten noch Bestand hatten, sind in vielen Bereichen nahezu verschwunden.

Für Bürgermeister Rudolf Fluck ist die Arbeit der Schulsozialarbeit immens wichtig. „Leider wird sie oftmals nicht wirklich wertgeschätzt.“

Provokante Frage

Gemeinderat Lukas Weschle stellte die provokante Frage, ob man „sich das alles leisten wolle“ und „ob man die Lehrer, die so viel Urlaub haben, nicht mehr in diese Arbeit einbinden müsse“. Gemeinderat Peter Müller meinte: „Die Schule hat im Ort einen sehr schlechten Ruf. Alle Problemschüler kommen nach Mönchweiler“.

Gemeinderat Willy Storz sieht in der alarmierenden Entwicklung mit immer mehr problematischen Kindern ein generelles gesellschaftliches Problem. „In Deutschland ist es scheinbar nicht mehr möglich, die Erziehung eines Kindes in der Familie alleine zu bewältigen.“

Für Bürgermeister Fluck steht fest: „Alle gemeinsam machen hier einen sehr guten Job.“ Personell habe man nach dem Weggang von Margitta Euler deren Stundenanteil auf Johannes Menton und Samira Bensmail verteilt und somit die Einstellung einer weiteren Person in der Schulsozialarbeit vermieden.