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: Glasfasernetz in Brigachtal wird ausgebaut

Beim weiteren Glasfaserausbau fallen bei der Förderung etwa 250 Anschlüsse „unten durch“, da die förderfähigen Baukosten auf eine Million gedeckelt sind.
Von
Sabine Krümmer
Brigachtal
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Glasfaser

Weitere Glasfaserleitungen sind geplant. (Symbolfoto)

Sina Schuldt/dpa
  • Gemeinderat beschließt weiteren Ausbau des Glasfasernetzes in Brigachtal einstimmig.
  • „Gigabitförderung 2.0“ greift nicht überall – etwa 250 Anschlüsse gehen leer aus.
  • Geförderter Bauumfang: 932.851 Euro, Förderquote 90 Prozent, Gemeindeanteil 93.285 Euro.
  • Ungeförderter Ausbau kostet 371.611 Euro und betrifft 180 Haushalte im Kernbereich.
  • Infoveranstaltung für Betroffene geplant – Ausschreibung im ersten Quartal 2027, Baubeginn im zweiten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung beschloss das Gremium den weiteren Ausbau des breitbandigen Glasfasernetzes in Brigachtal einstimmig.

Ein Wermutstropfen bleibt bei der „Gigabitförderung 2.0“, denn nicht alle Haushalte im Ort kommen in den Genuss von Fördermitteln aus dem sogenannten Lückenschlussprogramm 2024. „Das wird der eine oder andere Nachbar nicht verstehen. Einer wird gefördert, der nächste nicht“, brachte es Bürgermeister Michael Schmitt auf den Punkt.

Der Geschäftsführer des Zweckverbandes Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar, Jochen Cabanis, erläuterte zuvor ausführlich die groben Kosten des weiteren Ausbaus. Diese belaufen sich beim geförderten Bauumfang auf insgesamt 932.851 Euro.

Davon bleiben Kosten für die Gemeinde von 93.285 Euro übrig. Die Fördermittel von 839.566 machen eine Förderquote von 90 Prozent aus. Der Bund übernimmt 50 Prozent der Kosten, das Land die übrigen 40 Prozent. Da die Fördermittel erst mit der Schlussrechnung fließen, muss Brigachtal die anfallenden Kosten vorfinanzieren.

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180 Haushalte im Kernbereich betroffen

Der ungeförderte Ausbau schlägt mit insgesamt 371.611 Euro zu Buche, wobei hier 208.796 Euro an Aufwendungen für die Kabelverlegung ausmachen. Dies betrifft 180 Haushalte im Kernbereich. Die Erweiterung für 70 optionale Anschlüsse, wofür weitere Abzweigungen im Netz notwendig sind, kostet 114.331 Euro an Baukosten für die Trasse mit zusätzlichen 89.811 Euro Kosten für die eigentliche Verkabelung. Die Grundstückseigentümer sollen zur Mitfinanzierung der Infrastruktur herangezogen werden.

Cabanis hatte zudem eine Kostenschätzung für Altverträge im Gepäck, die 52 Hausanschlüsse umfasst, die an acht verschiedenen Verteilerknoten hängen. Die Hausanschlusskosten im öffentlichen Bereich belaufen sich hier auf 82.300 Euro, was Durchschnittskosten von 1583 Euro je Anschluss entspricht.

Die Kosten des öffentlichen Bereichs trägt die Gemeinde. Privathaushalte mit Altverträgen müssen mit durchschnittlich 1144 Euro für den Hausanschluss rechnen, die normalerweise der Eigentümer trägt.

Für die betroffenen Bürger, deren Breitbandanschluss nicht gefördert wird, ist eine Informationsveranstaltung geplant. Die Bauausschreibung soll im ersten Quartal 2027 erfolgen, der Baubeginn im zweiten Quartal im nächsten Jahr.

Bürgermeister Schmitt rechnet mit einer Zeitspanne von 20 bis 25 Jahren, in denen sich die Ausgaben amortisiert haben werden. Wenn nur wenig Interesse an einem weiteren Ausbau herrsche, werde es keinen geben, so Schmitt weiter. „Auf Teufel komm raus“, solle nicht gebaut werden.