Rotes Kreuz in Villingen: Helfer meistern die Herausforderungen

Bürgermeister und Ortsvereins-Vorsitzender Detlev Bührer (links) und sein Stellvertreter Norbert Butzke (rechts) ehren (von links) Helga Büchin, Cindy Stephani, Margitta Stangl, Helmut Kunzweiler und Egon Auberle.
Birgit Heinig- DRK-Ortsverein Villingen zog Bilanz: ein Großeinsatz, Ladenumzug und neue Fahrzeuge.
- Kassenminus stieg wegen Fahrzeugkäufen und Kleiderladen-Umzug; Ziel ist „die schwarze Null“.
- Großbrand Gerberstraße/Goldgrubengasse prägte das Jahr – Spendenverwaltung von rund 100.000 Euro.
- Bereitschaft leistete fünf Einsätze und viele Sanitätsdienste; 1531 Blutspender wurden betreut.
- „Café Dunant“ schloss, Kleiderladen läuft am neuen Standort gut; langjährige Mitglieder geehrt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Als „herausfordernd, aber beherrschbar“, beschrieb es Schatzmeister Thomas Bader in der Hauptversammlung des Ortsvereins Villingen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Und der Vorsitzende Detlev Bührer bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen für erneut „hervorragende Arbeit“ in 2025.
Bader musste zwar einen höheren Fehlbetrag in der Kasse melden als im Vorjahr, führte das aber neben allgemein gestiegen Kosten auf die Investition in mehrere neue Fahrzeuge, darunter für die Helfer vor Ort (HvO) und den Schülertransport, sowie den Mehraufwand für den Umzug des Kleiderladens zurück. Der Plan für die nächsten beiden Jahre sei nun – auch aufgrund von über 1000 neuen Fördermitgliedern – „die schwarze Null“, eine realistische Einschätzung jedoch angesichts auch der politischen Debatte um den Fortbestand der Minijobs kaum möglich, so Bader.
Leistungsfähigkeit bei Großbrand bewiesen
Schwerpunkt des Berichtsjahres war der Großbrand in der Gerberstraße und Goldgrubengasse. Dabei habe die Bereitschaft des Ortsvereins (OV) Villingen ihre Leistungsfähigkeit bewiesen, lobte Bührer. Zudem rief man eine Spendenaktion ins Leben und hatte dabei rund 100.000 eingegangene Euro zu verwalten und weiterzureichen.
Bereitschaftsleiter Rüdiger Gammon erinnerte an weitere fünf Einsätze mit 214 von 21 Helfern geleisteten Stunden, darunter Gebäudebrände und Verkehrsunfälle. Darüber hinaus war man wieder bei zahlreichen Sanitätswachdiensten auch über die Stadtgrenzen hinaus im Einsatz, so auch beim Sommersound des Schwarzwälder Boten. Regelmäßige Übungen sorgen für die hohe Qualität der Hilfsdienste. Einen hohen Anteil an den ehrenamtlich geleisteten Stunden haben die Blutspendetermine. 1531 Spender wurden von 26 Helfern in 899 Stunden betreut.
Heranführen an eine anspruchsvolle Aufgabe
Um den Nachwuchs im Jugendrotkreuz – aktuell 18 Mitglieder im Alter von sechs bis 21 Jahren - kümmern sich Cindy Stephani und ihr Team. Das Heranführen an eine anspruchsvolle Aufgabe, aber auch die „gelebte Gemeinschaft“ stehen dabei im Mittelpunkt.
Aufgrund stetig nachlassenden Interesses wurde das „Café Dunant“ im Katzenstüble zum Jahresende geschlossen, wie Ellen Ullrich in Vertretung von Renate Breuning berichten musste. Ihre Trinkgelder spendeten die Helferinnen am Schluss je zur Hälfte an das Jugendrotkreuz und die Ersthelfer vor Ort.
Second-Hand-Kleidung verstärkt gefragt
Durchweg Positives gab es vom Kleiderladen zu hören. Am neuen Standort gelten bessere Rahmenbedingungen, Second-Hand-Kleidung wird aus Nachhaltigkeitsgründen verstärkt nachgefragt, und das Team der Helferinnen formte sich neu.
Geehrt wurden Menschen, die im OV teilweise viele Jahrzehnte lang aktiv waren. Seit 70 Jahren, „und immer noch da, wenn man ihn braucht“, ist Helmut Kunzweiler. Vor 60 Jahren trat Margitta Stangl bei und engagierte sich im Jugendrotkreuz, in der Bereitschaft und beim Blutspendedienst. Helga Büchin, einst in der Bereitschaftsleitung, zuletzt aktiv beim Seniorentreff und im Kleiderladen, blickt auf 50 Jahre zurück. Cindy Stephani, die an diesem Abend auch für die meisten Sanitätswachdienste und Einsatzstunden ausgezeichnet wurde, ist seit 15 Jahren dabei. Andreas Hartung, Nicole Lienhard, Stefan Nierholz, Andreas Straßacker und Egon Auberle gehören der Bereitschaft seit zehn, Lukas Kayßer und Sarah Kröper seit fünf Jahren an.


