Pfarrer aus Uganda: Trossingen als zweite Heimat

Für den ugandischen Pfarrer Silvanus Barikurungi (links) ist Trossingen zur zweiten Heimat geworden. Zum elften Mal hat er die Urlaubsvertretung der Seelsorgeeinheit übernommen. (Archivfoto)
Ingrid Kohler Im Jahr 2010 war Pfarrer Silvanus Barikurungi erstmals in Trossingen und hat die Urlaubsvertretung des katholischen Pfarrers Thomas Schmollinger in der Seelsorgeeinheit Trossingen, Gunningen und Durchhausen übernommen. In diesem Jahr ist er zum elften Male in Trossingen und betont: „Ich bin sehr zufrieden in Trossingen arbeiten zu dürfen – Trossingen ist meine zweite Heimat geworden.“
Das trifft ein klein wenig auch auf Rottweil zu, denn dort hat er ebenfalls zwei Jahre lang Urlaubsvertretung gemacht. Doch wie kommt ein ugandischer Pfarrer als Vertretung nach Deutschland? Die Organisation laufe über die Diözese Rottenburg. Nachdem ein Jahr zuvor Pfarrer Thomas Schmollinger von seiner Auslandszeit in Uganda nach Trossingen kam und die Diözese Rottenburg wusste, dass Silvanus Barikurungi sich um eine Vertretung in Deutschland beworben hatte, wurde ihm die Urlaubsvertretung in Trossingen zugewiesen.
Freundeskreis Uganda
Januzs Kloskowski und Simone Efinger vom Freundeskreis Uganda erzählen in diesem Zusammenhang: „Silvanus hatte seine Ideen für ein Projekt in Uganda dabei, so dass noch während seines ersten Besuchs der Freundeskreis Uganda ’ToGuDu’ gegründet wurde. Auch in Rottweil erfahre er Unterstützung für Uganda, aber für andere Projekte, ergänzt Silvanus.
So lange wie in diesem Jahr währte sein Aufenthalt noch nie, das hat einen besonderen Grund. Bereits am 10. Juli reiste der inzwischen 50-Jährige aus Uganda an, um zwei Tage später Pfarrer Thomas Schmollinger, der seine neuen Aufgaben in Schwenningen übernehmen wird, zu verabschieden. Erst am 30. September wird Silvanus Barikurungi zurückfliegen nach Uganda.
Amtseinsetzung am 21. September
„Am 21. September ist die Amtseinsetzung des neuen Pfarrers Benni Marcose, und ich werde ihn noch eine Woche lang begleiten.“ Er hoffe, dass er im nächsten Jahr wieder zur Urlaubsvertretung nach Trossingen kommen dürfe, doch das liege in der Entscheidung des neuen Pfarrers und vor allem der Diözese Rottenburg. „Mein Dank gilt Thomas Schmollinger, dass ich elf Jahre lang in Trossingen arbeiten durfte“, betont Silvanus. „Aber auch den Pastoralreferenten Ines Rabus und Kurt Diehm sowie dem Team im Pfarramt.“ Der ugandische Pfarrer hofft auf weitere gute Zusammenarbeit mit Pfarrer Benni Marcose. Die Verbindung zu Trossingen werde auf jeden Fall weiterhin bestehen über den Freundeskreis Uganda „TroGuDu“. Die Amtseinführung von Pfarrer Benni Marcose in der Seelsorgeeinheit Trossingen findet am Sonntag, 21. September, um 14 Uhr in der Kirche St. Theresia statt. Dekan Koschar wird den neuen Seelsorger in einem Festgottesdienst in sein Amt einführen. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht im Rahmen eines Stehempfangs im Gemeindehaus die Möglichkeit zu persönlichen Begegnungen und Gesprächen mit dem neuen Pfarrer.