Peterzeller Brücke
: Neubau in Villingen wird konkret – so sehen Entwürfe und Zeitplan aus

Die Brücke in der Peterzeller Straße ist seit Jahren ein Dauerbrenner. Nun soll der Gemeinderat den Neubau absegnen. Klar ist damit auch, wann die Arbeiten starten sollen.
Von
Marc Eich
Oberndorf
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Die Peterzeller Brücke ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Villingen. Bald wird dort ein Neubau realisiert und die Kreuzung umgebaut.

Marc Eich

Was hat die Brücke in der Peterzeller Straße in Villingen schon Nerven gekostet: Nicht nur Autofahrer, sondern auch die Mitarbeiter in den Fachämtern und zudem die Stadträte. Seit Jahren ist das marode Bauwerk ein Sorgenkind, nachdem dort massive Schäden festgestellt wurden.

Die Tragfähigkeit musste über die Jahre von 45 Tonnen auf zuletzt 3,5 Tonnen gesenkt werden. Ende 2024 bestätigte eine Sonderprüfung akute Standsicherheitsdefizite, woraufhin die Brücke komplett gesperrt werden musste. Eine provisorische Behelfsbrücke sorgt seit März dafür, dass der Verkehr dort – wenn auch nur einspurig – fließen kann.

Dass ist logischerweise aber keine Dauerlösung. Nicht nur die Brücke, sondern auch der Verkehrsknotenpunkt mit der Sebastian-Kneipp-Straße entsprechen nicht mehr heutigen Anforderungen: enge Fahrspuren, die insbesondere für Lastwagen schwierig sind, keine barrierefreien Fußgängerüberwege, keine Radverkehrsanlagen.

All das soll nun – nach mehreren Planungsanläufen – in einem Aufwasch erledigt werden. Geplant ist ein Ersatzneubau als robustes Stahlbetonbauwerk ohne Mittelpfeiler. Die Spannweite beträgt künftig knapp 23 Meter, die Breite steigt auf rund 14 Meter. Geplant sind zwei Fahrspuren von je 4,25 Metern sowie sichere Geh- und Radwege von zweieinhalb bis drei Metern Breite. Damit werden die bisherigen Engstellen beseitigt. Zudem vergrößert sich der Durchlass der Brigach um etwa 30 Prozent, was das Hochwasserrisiko deutlich verringert. Auch die Stützmauer wird erneuert.

Zukünftig regelt eine Ampel den Verkehr

Für die Verkehrsteilnehmer ändert sich dort die Verkehrsführung. Der Knoten soll zukünftig mit einer modernen Ampelanlage mit LED-Technik und verkehrsabhängiger Steuerung geregelt werden. Fußgänger bekommen barrierefreie Furten mit taktilen Elementen, Radfahrer werden durchgängig in die Seitenräume geführt. In der Sebastian-Kneipp-Straße soll der Radverkehr aufgrund der geringen Belastung weiter in die Fahrbahnführung integriert werden.

Das Projekt kostet eine Stange Geld – allerdings erhält die Stadt auch Zuschüsse. Veranschlagt sind 5,38 Millionen Euro, 2,16 Millionen Euro stammen aus Fördermitteln des Landes. Der größte Teil von etwa 3,2 Millionen bleibt bei der Stadt. Für die Haushaltsjahre 2026 und 2027 müssen dafür nochmals zusätzliche Mittel eingestellt werden.

Im Mai 2026 soll es los gehen

Los gehen soll es im Mai 2026, die Bauzeit beträgt nach jetzigem Stand etwa 14 Monate. Wenn alles klappt, geht die neue Brücke damit Mitte 2027 in Betrieb. Aber: Der Knotenpunkt bleibt damit über ein Jahr dicht. Denn während der Bauzeit ist keine provisorische Brückenlösung möglich. Der Technische Ausschuss berät am 7. Oktober über das Vorhaben, am 15. Oktober soll der Gemeinderat das Projekt beschließen.

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