Neuer Helfer im Culinara
: Roboter „Robi“ hilft beim Einkaufen in Schwenningen

Im E-Center Culinara in Schwenningen sorgt ein besonderer Helfer für Aufmerksamkeit: Ein Roboter führt Kunden durch den Markt und hilft bei der Produktsuche.
Von
Victoria Müller
Oberndorf
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Der Roboter „Robert“ ist im Culinara in Schwenningen im Einsatz.

Victoria Müller

Ein eher ungewöhnlicher Mitarbeiter ist seit rund sechs Monaten beim E-Center Culinara in Schwenningen im Einsatz: ein Roboter.

Im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet Inhaberin Sabine Steinbrunner von den Erfahrungen mit dem technischen Helfer. Auf den Roboter wurde man auf einer Messe aufmerksam. Entwickelt wurde er von einem Hersteller, der ursprünglich auf Reinigungsroboter spezialisiert ist.

Der Roboter diene dabei nicht als klassische Arbeitserleichterung für die Mitarbeiter und sei auch nie dafür gedacht gewesen, erklärt Steinbrunner. Stattdessen unterstütze er Kunden bei der Orientierung im Markt und sorge nebenbei immer wieder für Unterhaltung. Seine Hauptaufgabe bestehe darin, Kunden bei der Produktsuche zu helfen. Zwar könne er keine konkreten Artikel anzeigen, jedoch Oberbegriffe nennen und die Kunden in die entsprechende Richtung führen. Über ein integriertes Tablet sei es zudem möglich, neue Produkte vorzustellen.

Funktion des Roboters

Wie genau der Roboter funktioniert, erklärt Steinbrunner ebenfalls: Er bewege sich selbstständig durch den Markt und orientiere sich mithilfe von Sensoren sowie Kameras, um Hindernisse zu erkennen und sich sicher zwischen Regalen und Kunden zu bewegen. Über einen integrierten Touchscreen könnten Kunden mit dem Roboter interagieren und ihr Anliegen auswählen. So sei es auch möglich, eine Einkaufsliste einzugeben. Der Roboter fahre die gewünschten Produktbereiche anschließend nacheinander an und halte jeweils kurz an, so dass Kunden genügend Zeit hätten, die passenden Artikel auszuwählen, bevor er zum nächsten Punkt weiterfährt.

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Auch bei den Mitarbeitern hat der Roboter schnell einen festen Platz gefunden, sie nennen ihn liebevoll „Robert“ oder „Robi“. Anfangs hätte es noch kleinere Schwierigkeiten gegeben, da die Einweisung verzögert stattfand. Inzwischen läuft der Einsatz jedoch reibungslos, so Steinbrunner.

Dieser Roboter ist in Schwenningen beim Edeka Culinara im Einsatz.

Foto: Victoria Müller

Neben seiner Funktion sorgt der Roboter auch immer wieder für Unterhaltung. So spricht er Kunden direkt an, etwa mit Sätzen wie „Bitte folgen Sie mir“ oder „Machen Sie bitte den Weg frei“. In manchen Situationen kommt es auch zu unerwarteten Reaktionen. So habe der Roboter auf Fragen plötzlich auf Chinesisch geantwortet, berichtet Steinbrunner schmunzelnd.

Ein besonderes Highlight ist das Geburtstagsständchen, das der Roboter auf Wunsch singt. Damit sorgt er immer wieder für überraschte und oft auch schmunzelnde Gesichter im Markt.

Blick in die Zukunft

Der Einsatz weiterer Roboter sei im Markt derzeit nicht geplant, auch wenn bereits über technische Unterstützung etwa im Bereich der Leergutautomaten nachgedacht wurde.

Stattdessen setzt der Markt künftig verstärkt auf andere Technologien. So ist unter anderem eine Videoüberwachung mit Künstlicher Intelligenz geplant, die Diebstähle besser erkennen soll. Hintergrund ist laut Inhaberin Sabine Steinbrunner die aktuell hohe Diebstahlquote – insbesondere bei teureren Produkten wie Alkohol oder Drogerieartikeln. Die KI soll dabei das Verhalten im Markt analysieren und auffällige Situationen frühzeitig erkennen.