Neubau geplant
: Gemeinderat legt Details zum Ärztehaus fest

In Dauchingen soll ein Ärztehaus entstehen. Der Gemeinderat brachte das Vorhaben in seiner jüngsten Sitzung auf den Weg.
Von
Rainer Bombardi
Oberndorf
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Der Standort des zukünftigen Ärztehauses ermöglicht den Patienten und dem medizinischen Personal einen Blick über die neue Dorfmitte.

Rainer Bombardi

Die Ausgangslage war für den Gemeinderat eindeutig und bedeutete keinerlei Diskussion. Für eine Gemeinde mit weniger als 5000 Einwohnern ist die Grundversorgung mit zwei Ärztinnen ein Glücksfall, der Bau eines Ärztehauses in der neuen Ortsmitte am bestehenden Dorfplatz ein absolutes Muss.

Bürgermeister Torben Dorn hatte einleitend auf die Problematik hingewiesen, die in kleine Gemeinden entstehen, wenn sich Ärzte in den Ruhestand verabschieden. „Die Kreativität, die manche Kommunen haben, um Ärzte in den Ort zu bekommen, schlägt mitunter tolle Blüten“, appellierte er mit dem Votum alle Vor- und auch Nachteile, wenn es sie überhaupt gibt, zu akzeptieren, die der Bau eines derartigen Hauses mit sich bringt.

Offensichtlich war für ihn, dass die Platznot in der aktuellen Praxis eine Lösung erfordert. Ins Ärztehaus seien deshalb nicht nur zwei Wartezimmer beziehungsweise Wartebereiche und zwei Behandlungszimmer, sondern auch Sozialräume für das Personal zu integrieren. Zudem verbessert sich die Parkplatzsituation.

Es gibt Fördergelder

Dorn erinnerte daran, dass der Bau eines Ärztehauses zwar nicht zu den Kernaufgaben einer Gemeinde gehört, die kommunale Daseinsvorsorge hingegen schon. Dementsprechend gibt es Fördergelder.

Er verweis zudem auf die Vorgabe, dass die Höhe der Miete im Ärztehaus gesetzlich auf die ortsübliche Miete für Gewerbebauten beschränkt ist. „Wir freuen uns über jeden weiteren Arzt oder Facharzt der kommt“, ergänzte Dorn.

Zu Diskussionen führte das Vergabeverfahren, bei welchem diverse gesetzlich genehmigte Wege zum Ziel führen. Einig war sich das Gremium, dass ein Architekturwettbewerb nicht in Frage kommt.

Auf Ausschreibungsrecht spezialisierte Anwaltskanzlei

Auch die von Bürgermeister Torben Dorn favorisierte Variante eines zweistufigen Vergabeverfahrens mit separatem Fachplaner für diverse Leistungen kam nicht zum Zug. Am Ende votierte der Gemeinderat mit der hauchdünnen Mehrheit von sechs zu fünf Stimmen bei einer Enthaltung für die Vergabe der Planungsleistungen an eine auf das Ausschreibungsrecht spezialisierte Anwaltskanzlei.

Diese sieht für knapp 18 000 Euro vor, im Wege eines Verhandlungsverfahrens ein Architekturbüro sowie Fachplaner für die Planungsleistungen Elektro, HLS (Heizung, Lüftung, Sanitär) und Tragwerk zu suchen.

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