Neuanfang in Tansania: Schwenninger Kirchengemeinde entsendet junge Frau nach Afrika

Engagieren sich für ein Jahr in Projekten der Kirche in Tansania: Rosalie Meissner und Jakob Kubinski.
Norbert Sindram- In Schwenningen wurde Rosalie Meissner für ein Jahr in die Partnerdiözese Same entsandt.
- Pfarrer John Koda segnete sie – mit dem Wunsch, sie möge Segen in Europa und Tansania sein.
- Meissner will Neues lernen und andere Kulturen verstehen; ihre Mutter legte ihr die Hand auf.
- Einsatzorte vor Ort: Middle School, Pre-School und Hope Centre, möglich auch bei den Brothers.
- Zweiter Freiwilliger ist Jakob Kubinski, der in einem Internat für Jungen oder im Waisenhaus arbeitet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Einen besonderen Gottesdienst gab es in der katholischen Franziskus-Kirche in Schwenningen: Rosalie Meissner aus Mühlhausen wurde offiziell zu ihrem einjährigen Dienst in die Partnerdiözese Same entsandt.
Pfarrer John Koda, der die Messe leitete, spendete der neuen Freiwilligen seinen priesterlichen Reise-Segen, unter anderem mit den Worten: „Sei du gesegnet und sei Sonne des Lebens, ob in Europa oder in Tansania, wo du hingehst. Sei selbst Segen für dieses Land.“ Bei dieser feierlichen Zeremonie legte Rosalie Meissners Mutter ihr eine Hand auf die Schulter. Werner Hoos, der Vorsitzende des „Same-Kreises“ und „Mentor“ der Freiwilligen, sprach zwei Fürbitten, in denen es hieß: „Gott sei um dich wie ein Mantel, der dich wärmt und umhüllt.“ Rosalie Meissner selber sprach von ihrem Interesse, „neue Dinge zu lernen, andere Kulturen zu entdecken und ihre Lebensweisen zu verstehen.“
Schließlich lasen die beiden Lektoren eine längere Erzählung vor, die Freiwillige in ihrem letzten Seminar verfasst hatten: eine Erzählung über Abschied, Entwicklung und Miteinanderleben. Auch ein kurzes und leicht geändertes Zitat aus Eichendorffs „Der frohe Wandersmann“ ging mit seiner letzten Zeile besonders zu Herzen: „Hat auch dein Sach aufs Best bestellt“.
Nach etlichen Seminaren geht es ins Aufnahmeland
Das Projekt „Freiwilligenarbeit in der südlichen Hemisphäre“ wird außer von der Seelsorgeeinheit Neckar-Baar („senb“) von „Weltwärts“, einer Unterorganisation der Bundesregierung, getragen, außerdem von der Diözese Rottenburg. Nach etlichen Seminaren bei ihr sind die Freiwilligen nun soweit: Es geht in ihr Aufnahmeland. Für Rosalie Meissner heißt das: in die Bischofsstadt Same, in der sie von den „Little Sisters“, einem Orden von Franziskanerinnen, empfangen und unter ihre Obhut genommen wird.
Welche Arbeit sie konkret verrichten soll, wird sich zeigen – eine „Middle School“ und eine „Pre-School“ (Kindergarten und Vorschule) sowie das „Hope Centre“, eine Einrichtung für körperlich und geistig behinderte Kinder. Es ist jedoch auch möglich, bei den „Brüdern vom Guten Hirten“ mitzuhelfen, getreu dem Leitgedanken „mitleben, mitbeten, mitarbeiten“.
Freiwillige erleben Gemeinschaft
Da trifft sie den zweiten diesjährigen Freiwilligen, Jakob Kubinski aus Berlin, wieder, der, wie Rosalie, von der senb ausgesandt wird und nun an zwei Standorten der „Brothers“ lebt und arbeitet, einem großen Internat für Jungen oder in einem Waisenhaus. Es ist für die Mitglieder des Same-Kreises keine Frage, dass sich beide Neuen nach einer gewissen Eingewöhnung wohlfühlen und ein Teil der Gemeinschaft werden. Frühere Freiwillige sprachen sogar davon, dass sie zu einer großen Familie gehörten, einer „zweiten Heimat“.
Für Jugendliche, die sich von einem solchen Friedensdienst - weitab vom gewohnten Kulturkreis – angezogen fühlen, mögen sich frühzeitig beim Weltfreiwilligendienst (WFD) oder bei der Seelsorgeeinheit Neckar-Baar informieren.

