Narren in Pfaffenweiler und Tannheim: So viel Spaß machen die Fasnetsumzüge

Kühe vom Kuhmoosbrückle in Pfaffenweiler.
Willi ZimmermannDer Umzugsweg in Pfaffenweiler ist nicht allzu riesig, die Zahl der teilnehmenden Gruppen überschaubar, doch bis alle an der Halle ankommen, vergeht doch einige Zeit.
Das liegt in erster Linie daran, dass Narren und Zuschauer sich mit großem Hallo begrüßen, einander das Motto verklickern und miteinander die mitgebrachten Wässerle verkosten. Sowieso bei dem herrlichen Wetter.
Allen voraus der recht zahlreiche Rolli-Some. Gleich dahinter unüberhörbar und schön rhythmisch der Trommler-Huufe. Aber auch sonst wären die Glaser aus Herzogenweiler möglicherweise nicht aus dem Tritt gekommen. Die ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck gastierte wie in den 1970ern dank dem Ebner-Clan dieses Mal in Pfaffenweiler, und das mit Stars wie Heino, Mireille Matthieu, Katja Ebstein und Roland Kaiser.

Tannheim holt den Jackpot, und fast jeder hat gewonnen.
Foto: Willi ZimmermannDie Landfrauen gingen in diesem Jahr als Vogelscheuchen uf d’ Gass, natürlich mit allen Verkostungsvarianten in fester und flüssiger Form. Der Kirchenchor war heilfroh, dass für die vielen Kühe im Ort die Kuhmoosbrücke endlich fertig ist und kein Umweg über Rietheim und Villingen mehr genommen werden muss. Mit den Montagsdamen als vierblättrige Glücks-Kleeblätter konnte nichts mehr schief gehen. Landwirte und Handwerker übernahmen mit ihren Blockadefahrzeugen die Umzugssicherheit.
Tannheim
Den kleine aber feine Fasnetumzug auf den innerörtlichen Rundkurs wollte sich bei dem herrlichen Wetter in Tannheim fast niemand entgehen lassen. Angeführt wurde der Umzug von der Musikkapelle, dahinter folgten der Osemali-Chef mit seinen Garden, den Narreneltern, dem Zunftrat und die Hästräger der Osemalizunft. Nach diesem närrischen Vorspann folgten die Fuß- und Wagengruppen der Tannheimer Gruppen, die sich einiges einfallen ließen. Tannheim zog den Jackpot (Gruppe Zimmermann), und fast jeder gewannen mit seinem Einsatz von einem Schoko-Taler (Gruppe Zimmermann), verdaddeln gab nicht. Die Osemali-Männer verwandelten sich in Waschwieber und Raumpediküren. Den Osemali-Damen sah man an, dass sie mit ihren kredenzten Snacks irgendwas mit Mexiko auch am Kittel hatten. Die Mofa-Gang der Jungen Osemali tauschte ihre Boliden ein für Taucherausrüstungen für den Wolfsbach. Der Tischtennisclub feierte sein 50-jähriges Bestehen und war der Meinung, dass Bierpong bei den Leuten zur Zeit besser ankommt als Pingpong. Dick und Doof zu Dritt, Lachen ist Gold wert, war ihre Lebenseinstellung.
Schön nostalgisch, „wär ich ein Möbelstück“, so das DRK Tannheim, dann bestimmt eine Lampe aus den 1970ern. Wer sich am Umzugsweg die Füße in den Boden gestanden hat, und Probleme mit seinem Schuhwerk bekam, die Dannemer Schlappeflicker (Ehrenzunfträte) sorgten unverzüglich für Abhilfe. Quasi als Besenwagen des Umzugs wurde das Pony Whiskey von seinem Herrchen Theo Neininger spazieren geführt.