Nahverkehr in Niedereschach: Diese Busprobleme sind immer noch ungelöst

Probleme im Bereich des Schülerverkehrs zwischen Niedereschach, Dauchingen und Deißlingen konnten bislang nicht gelöst werden und waren Thema im Niedereschacher Gemeinderat. Unser Foto entstand an der Bushaltestelle in der Niedereschacher Ortsmitte. (Archivfoto)
Albert BantleBeim zurückliegenden Jugendpolitiktag im November mit Schülern aus Niederschach, Dauchingen und Deißlingen wurden Probleme in Bezug auf die Schülerbeförderung thematisiert.
Dabei ging es um überfüllte Busse, Schüler, die einfach an den Haltestellen stehen gelassen wurden, zu knapp bemessene Zeit, um nach dem Unterricht die Bushaltestelle rechtzeitig zu erreichen und um Rangeleien an den Haltestellen und in Bussen.
Die Bürgermeister der drei betroffenen Gemeinden, Ralf Ulbrich (Deißlingen), Torben Dorn (Dauchingen) und Martin Ragg (Niedereschach), die beim Jugendpolitiktag in der Niedereschacher Schule mit dabei waren, sagten zu, sich um das Thema zu kümmern.
Situation unverändert
Im Niedereschacher Gemeinderat erkundigte sich nun Ratsfrau Corina Link, wie denn der aktuelle Sachstand sei. Sie wisse, dass sich an der von den Schülern beim Jugendpolitiktag kritisierten Zuständen, bislang nichts verändert habe. Vor diesem Hintergrund dürfe man sich über Politikverdrossenheit nicht wundern.
Unterstützung fand Corina Link bei ihrem CDU-Ratskollegen Nelson Ragg, der auch Mitglied im Niedereschacher Jugendrat ist. Dem Verkehrsverbund Move sei das Problem bereits seit dem Jahr 2023 bekannt, wusste er aus seiner Tätigkeit im Jugendrat zu berichten.
Der Jugendrat habe sich auch konkret um Verbesserungen bemüht und auch Vorschläge wie beispielsweise den Einsatz von Gelenkbussen gemacht. „Aus Sicht des Jugendrates gab es seit 2023 aber keine Bewegung“, fasste Ragg zusammen.
Der Jugendrat allein könne das Problem nicht lösen. Es brauche die Unterstützung der Schulleitung und der Gemeinden.
Gespräche geführt
Bürgermeister Martin Ragg verwies in seiner Antwort darauf, dass er wegen des Themas mit seinen Bürgermeisterkollegen aus Deißlingen und Dauchingen in Kontakt stehe und bereits Gespräche mit dem Landkreis und dem Verkehrsverbund Move unter Einbeziehung des Jugendrates geführt worden seien. Zusammen mit dem Jugendrat, der Schulleitung und auch dem Team aus dem Bereich der Schulsozialarbeit, suche man nach Lösungen. Neben anderem überlege man auch den Einsatz von Schülerlotsen. Um bei den laufenden Gesprächen voranzukommen, benötige man aber auch „Futter“.
Gemeint sind da wohl konkrete Lösungsvorschläge und konkrete Zahlen, Daten und Fakten, was und wo genau nicht gepasst hat oder nicht passt. Hier gelte auch der Spruch „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“, so der Bürgermeister.