Nachruf auf langjährige Messe-Chefin in VS
: Stefany Goschmann lebte für die Südwest-Messe

Trauer um Messe-Chefin Stefany Goschmann: Die Geschäftsführerin der Südwest Messe- und Ausstellungsgesellschaft ist am Sonntag im Alter von 70 Jahren gestorben.
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(red/pm)
Villingen-Schwenningen
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Stefany Goschmann ist im Alter von 70 Jahren gestorben.

Seit 1997 verantwortete Stefany Goschmann als Geschäftsführerin der Südwest Messe- und Ausstellungsgesellschaft (SMA) die Organisation von Südwest-Messe in Schwenningen.

Markus Proßwitz
  • Trauer in Villingen-Schwenningen: Messe-Chefin Stefany Goschmann starb mit 70 Jahren.
  • Seit 1997 leitete sie die SMA und prägte die Südwest-Messe in Schwenningen.
  • Sie organisierte zudem Jobs for Future, DST Dreh- und Spantage Südwest und HausBauPark.
  • Während der Pandemie hielt sie die Belegschaft zusammen – 2021 lief eine Messe „spezial“.
  • Verantwortung ging an Jan Goschmann über, der seit 2009 ebenfalls Geschäftsführer ist.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Die Südwest Messe, das ist mein Leben.“ Dieser Satz war von Stefany Goschmann öfters zu hören.

Wenn die Vorbereitungen für die große Regionalmesse in Schwenningen in die heiße Phase gingen, blieb sie der Fels in der Brandung und sprühte zugleich vor Begeisterung.

Seit 1997 verantwortete sie als Geschäftsführerin der Südwest Messe- und Ausstellungsgesellschaft (SMA) die Organisation von Südwest-Messe, Jobs for Future, DST Dreh- und Spantage Südwest und HausBauPark sowie der Mannheimer Ausstellungsgesellschaft (MAG).

Kurze, schwere Krankheit

„Am Sonntag ist Stefany Goschmann im Alter von 70 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben“, heißt es in einer Pressemitteilung der Messegesellschaft.

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Schon früh war die Tochter des Firmengründers Kurt Langer in das Messegeschäft hineingewachsen. 1956 in Stuttgart geboren, verbrachte Stefany Goschmann die ersten Lebensjahre in Villingen-Schwenningen, bis die Familie 1968 nach Mannheim übersiedelte.

Am Küchentisch

Am Küchentisch sprachen die Eltern Kurt und Anne-Dore Langer über anstehende Aufgaben bei der Südwest-Messe und beim Maimarkt Mannheim. Später trug Tochter Stefany bei Messe-Rundgängen mit Ehrengästen schon mal das „Täfele“.

Nach dem Abitur 1975 arbeitete sie in England als Dolmetscherin und Übersetzerin, und absolvierte eine Ausbildung als Heilpraktikerin. Dann rief der Familienbetrieb: 1983 trat sie in die MAG ein und durchlief praktisch alle Stationen des Unternehmens, von der Neukonzeption der Kataloge über Rezeption und Standplanung bis zur Messeorganisation.

Von der Pike auf

Mehr als ein Jahr verbrachte sie in Villingen-Schwenningen, um auch die Südwest-Messe von der Pike auf kennenzulernen. Über die Jahre hat Stefany Goschmann die Traditionsveranstaltung zu einer modernen Regionalmesse weiterentwickelt.

Ihr Ehemann

Über die Verbandsarbeit im Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der deutschen Wirtschaft (AUMA) lernte sie Geschäftsführer Klaus Goschmann kennen, ihren späteren Ehemann, der als Messefachmann, Journalist und Dozent tätig war und ihr beratend zur Seite stand.

Dessen Sohn Jan Goschmann kam 2004 als Elektromeister und Veranstaltungstechniker ins Unternehmen, baute die SVT Südwest Veranstaltungsservice und Technik GmbH auf und ist seit 2009 ebenfalls Geschäftsführer.

Ob Aussteller, Lieferpartner, Prominenz oder Besucher – in jedem Einzelnen sah Stefany Goschmann den Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Vorlieben. Das galt stets auch für die rund 15 Mitarbeitenden in Büro und Technik.

Viel Geschick

Als bei der Covid-19-Pandemie das Unvorstellbare geschah und die Südwest Messe 2020 ausfallen musste, verstand sie es, die Belegschaft mit Geschick durch die Zeit zu führen. Niemand hat während der Pandemie seinen Job verloren, und im Herbst 2021 konnte eine viertägige „Südwest- Messe spezial“ durchgeführt werden.

An Sohn übertragen

Seit Jahren hat Stefany Goschmann sukzessive Verantwortung an Jan Goschmann übertragen. Für sie, die im komplexen Messegeschehen stets auch die Details im Blick hatte, war es eine große Entlastung, sich teilweise zurückziehen und entspannen zu können.

Gleichwohl blieb sie bis zuletzt neugierig auf das Geschehen im Büro und auf dem Messegelände, freute sich über Neuheiten ebenso wie über langjährige Kontakte zu Ausstellern und Weggefährten.

Ihre Begeisterung für Messen, ihr offenes Ohr für die Menschen und nicht zuletzt ihr Sinn für Humor werden in Villingen-Schwenningen und Mannheim lange in Erinnerung bleiben.