Nachbarschaftshilfe Tannheim: So läuft das erste Jahr

Der derzeitige Vorstand des Nachbarschaftshilfevereins Tannheim (von links): Notburga Wehrle, Heike Blessing, Inge Richl, Pia Häsler, Sandra Häsler, Barbara Hirt, Anja Keller, Armin Beck und Sabiene Müller.
Willi ZimmermannDie Gründung eines solchen Vereins fand in der Bevölkerung großes Interesse. 113 Mitglieder zählt der Verein nunmehr, davon 87 Passive, auf 26 Helferinnen und Helfer, die meisten auch schon zertifiziert, kann man sich stützen.
Mit soviel Resonanz habe man nicht unbedingt gerechnet, war auch Ortsvorsteherin Anja Keller überrascht. Fünf Einsätze gab es, davon zwei Betreuungen und drei Fahreinsätze zu Arzt, ins Krankenhaus, oder als Rekonvaleszent zu einer Veranstaltung seiner Wahl. 50 Stunden verbrachten die Helfer bei ihren Klienten, 250 Kilometer Fahrstrecke war damit verbunden. In diesem Jahr wurde ein Klient betreut.
„Wir sind noch am Anfang, von dem was wir alles leisten können“, erklärte Pia Häsler von der Einsatzleitung. Dass man noch nicht überbeansprucht werde, sei doch aber auch ein gutes Zeichen, dass Versorgung und Betreuung von Jung und Alt im Augenblick noch recht gut funktionieren im familiären Rahmen. Dies könne sich aber einmal schlagartig ändern, ergänzte Ortsvorsteherin Anja Keller und darauf wolle man dann auch entsprechend vorbereitet sein.
Seit Anfang des Jahres hat sich das Gemeindeteam der katholischen Kirche mit ihrem regelmäßig stattfindenden Kaffee-Treff unter dem Dach der Herzenshilfe Tannheim eingegliedert. Wie eine altersgerechte Wohnung mit allen Hilfsmitteln aussehen könnte, dafür bietet der Verein am 19. und 20. Mai Mitfahrgelegenheit an zum Haus Beate in der Gewerbeschule in Schwenningen.