Nachbarschaftshilfe in Marbach
: Helfer stehen in den Startlöchern

In einem Kurs haben sich die Teilnehmer auf die Begleitung von Senioren vorbereitet. 16 Frauen haben sich bereits als Helferinnen beim Verein „Helfen in Marbach“ gemeldet.
Von
Ursula Kaletta
Oberndorf
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Ortsvorsteherin Irina Ebauer und Brigitte Jeske vom Netzwerk Nachbarschaftshilfe Freiburg (beide links) freuen sich mit den erfolgreichen Absolventen des Kurses für Nachbarschaftshilfe in Marbach.

Ursula Kaletta

„Es hat Spaß gemacht, man hat viel gelernt“. So äußerten sich die 17 Teilnehmerinnen und der einzige Teilnehmer nach dem Kurs für pflegende Angehörige und organisierte Nachbarschaftshilfen zur Begleitung im Alltag.

Viel Erfolg, Kraft und Momente der Erfüllung wünschte Brigitte Jeske vom Netzwerk Nachbarschaftshilfe Freiburg zum Abschluss des Kurses. Er war geprägt von Lernen und wertvollen Erfahrungen mit dem Wissen, hilfsbedürftigen Menschen im Alltag mit Herz, Verstand und Fachwissen zu begegnen. Dies sei eine große Bereicherung für die Gemeinschaft, so Jeske.

Mit dem ersten Kurs in Marbach wurde am 25. März dieses Jahres mit 20 Personen gestartet. Absolviert wurden an 16 Abenden drei Unterrichtseinheiten von jeweils 45 Minuten.

Mit Respekt und großer Anerkennung dankte Ortsvorsteherin Irina Ebauer den Frauen und dem Mann für ihre Bereitschaft mit dem Ziel, anderen hilfsbedürftigen Menschen zu helfen, sei es in der Familie oder im Ort. Der im März gegründete Verein hat inzwischen 100 Mitglieder, 16 Frauen haben sich als feste Helferinnen gemeldet.

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Weitere Mitstreiter gefragt

„Es ist wichtig, dass wir noch mehr Personen gewinnen“, so die Ortsvorsteherin. Zuvor einen Kurs zu belegen, sei keine Bedingung, die Teilnahme am Kurs verpflichte nicht, sich aktiv in die Nachbarschaftshilfe einzubringen.

Der Abschlussabend, an dem Brigitte Jeske den Absolventen eine Urkunde überreichte, war nicht nur ein gemütliches Beisammensein mit kulinarischen Genüssen, sondern auch ein Anlass zum Austausch über die Erfahrungen. Zu hören war, dass sich eine tolle Gruppe zusammengefunden hat, die sich auch weiterhin treffen möchte.

Noch keine konkreten Anfragen

Unterschiedliche Meinungen gab es über die Themen. Während eine Teilnehmerin bemerkte, dass das Thema „Demenz“ zu präsent war, meinte eine andere, dass sie darüber viel gelernt habe und ihr die Angst, über das, was kommen könnte, genommen wurde.

Dieter Wacker, zweiter Vorsitzender und Teilnehmer am Kurs, gab bekannt, dass es bis jetzt noch keine konkreten Anfragen zur Nachbarschaftshilfe gibt. „Das könnte sich nun bald ändern“, so die Erfahrung von Irina Ebauer. Bei ihren Besuchen von Altersjubilaren sei der Wunsch nach Hilfe oder Begleitung schon hin und wieder geäußert worden.

Dank an Kursleiterin

Dankesworte gingen an Diana Kern-Epple für die professionelle Kursleitung, die viel Arbeit erfordert habe. „Ihr wart pflegeleicht, es hat mir Spaß gemacht, ich habe es gerne getan“, äußerte sie sich.

Ebenfalls wurde dem FC-Vorsitzenden Matthias Konegen gedankt, der nicht nur für die Kursabende das Vereinsheim zur Verfügung stellte, sondern auch für die Bewirtung sorgte. „Ich habe gut aufgepasst und auch viel gelernt“, sagte er schmunzelnd. Der nächste Kurs, angeboten von der Katholischen Landfrauenbewegung Freiburg in Zusammenarbeit mit der AOK-Pflegekasse, startet im Oktober im Rathaus. Zehn Personen haben sich bereits angemeldet.

Kurs für pflegende Angehörige und organisierte Nachbarschaftshilfe

Begleitung im Alltag
Der nächste Kurs startet am Dienstag, 7. Oktober, in Marbach. Selbstbestimmtheit ist vor allem für ältere und pflegebedürftige Menschen von großer Bedeutung. So möchten viele Menschen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Diese Qualifizierung richtet sich deshalb an Familienangehörige und an Helfende in Nachbarschaftshilfe-Vereinen. Sie ist besonders auf die Bedürfnisse von Menschen im ländlichen Raum zugeschnitten. Der Kurs hat zum Ziel, den Teilnehmern Grundkenntnisse und praktische Erfahrungen für die Betreuung, die Pflege und den Umgang mit älteren Menschen zu vermitteln. Der Austausch über eigene Erfahrungen und das persönliche Gespräch mit anderen in der Gruppe soll auch Pflegenden helfen, mit ihren eigenen psychischen Belastungen in dieser Situation besser umzugehen. Den Kurs bietet die Katholische Landfrauenbewegung Freiburg in Zusammenarbeit mit der AOK-Pflegekasse an. Die Kosten übernimmt die AOK-Pflegekasse. Kursbeginn ist am Dienstag, 7. Oktober. Die Termine sind dienstags von 19 bis 21.15 Uhr und ein Mal am Samstag, 29. November, von 8 bis 12.30 Uhr. Die Seminare sind im Rathaus Marbach in der Kirchdorfer Straße 7. Für Informationen und Anmeldungen steht die Ortsverwaltung Marbach, E-Mail ov-ma@villingen-schwenningen.de und Telefon 07721/82 20 71, zur Verfügung.